Smart ruft in China gut 18.000 E-Autos zurück
Smart ist bekanntlich seit 2020 ein 50:50-Joint-Venture zwischen Mercedes-Benz und dem China-Hersteller Geely. Die E-Autos bauen inzwischen auf einer Plattform von Geely auf. Bei bestimmten Modellvarianten besteht nun offenbar Brandgefahr. Betroffen sind laut einer bei der chinesischen Marktregulierungsbehörde SAMR eingereichten Mitteilung 18.217 Fahrzeuge, die zwischen 2022 und 2023 produziert wurden – im Einzelnen 16.072 Smart #1 und 2.145 Smart #3.
Der Rückruf wird am 17. März 2026 beginnen. Ziel ist es, die Gefahr eines thermischen Durchgehens zu beseitigen, die „aufgrund von Fertigungstoleranzen bei den Hochvoltbatterien“ entstanden ist. Smart wird im Rahmen der Rückrufaktion Inspektionen oder Ferndiagnosen an den betroffenen Fahrzeugen vornehmen und bietet alternativ an, die Akkus vollständig auszutauschen. Auch erhalten Fahrzeughalter währen der Fahrt bei potenziellen Sicherheitsrisiken über eine Cloud-Plattform eine Warnung vor Batterieüberhitzung.
Ganz Ähnliches hatte Zeekr vor wenigen Wochen bei einem eigenen Rückruf angeboten. Dieser betrifft gut 38.000 Einheiten des Zeekr 001 WE Edition, die zwischen 2021 und 2024 gebaut wurden. Hier wurde klar die 86-kWh-Batterie von Hersteller Sunwoda als Problem benannt. Demnach könne es nach längerem Gebrauch zu einem ungewöhnlichen Anstieg des Innenwiderstands der Hochvoltbatterie kommen, hieß es. Dies könnte zu einer verminderten Batterieleistung und im Extremfall zu einem thermischen Durchgehen führen.
Ein thermisches Durchgehen kann entstehen, wenn eine Batteriezelle durch Defekte, Überhitzung, innere Schäden oder Fertigungsfehler zu heiß wird. Das führt dazu, dass sich interne chemische Reaktionen immer schneller und exotherm (mit Wärmeabgabe) fortsetzen. Diese Hitze kann auf benachbarte Zellen übergehen, so dass die ganze Batterie gefährdet ist.
Wie das Portal CN EV Post schreibt, erfolgt Smarts Rückruf in Zeiten zunehmender Kritik an der Batteriequalität bei Geely. Vor diesem Hintergrund kam es auch zu einem Rechtsstreit zwischen Geely-Tochter Vremt und Sunwoda, der vergangenen Monat beigelegt wurde. Sunwoda erklärt sich demnach bereit, bei Zeekr die Kosten für den Austausch der defekten Antriebsbatterien anteilig zu tragen.





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