Lyten übernimmt weitere Northvolt-Einheit
Finanzielle Details werden nicht bekanntgegeben, so Lyten. Die Akquisition werde aber „vollständig aus Eigenkapital von Lyten finanziert“. Das US-Unternehmen durchläuft nach eigenen Angaben derzeit alle erforderlichen rechtlichen und behördlichen Genehmigungsverfahren in Schweden und rechnet mit dem Abschluss der Akquisition im zweiten Quartal dieses Jahres.
Der US-Entwickler von Lithium-Schwefel-Zellen hatte im vergangenen Jahr für viele überraschend den Aufkauf zahlreicher Northvolt-Einheiten aus der Insolvenz angekündigt, nachdem Lyten bereits zuvor im Zuge der strategischen Neuausrichtung des schwedischen Batterieherstellers erste Firmenteile übernommen hatte. Die Übernahme der schwedischen Batteriefabrik und des Forschungslabors wurde am 27. Februar offiziell abgeschlossen. Der Betrieb von Northvolt Ett und Northvolt Labs soll nun wieder anlaufen.
Bei Revolt handelt es sich um eine der größten vollintegrierten Batterierecyclinganlagen Europas mit einer installierten Recyclingkapazität von 8.500 Tonnen pro Jahr „und der nötigen Infrastruktur für eine weitere Skalierung“, so Lyten. Die Anlage wird zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Gigafactory Lyten Ett in Skellefteå. Sie unterstützt das Recycling von Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan.
Northvolt hatte schon Ende 2021 verkündet, dass man im Rahmen des Recyclingprogramms Revolt die erste Batteriezelle mit 100 Prozent recyceltem Nickel, Mangan und Kobalt hergestellt habe. Bis dahin war als Ziel der Ausbau auf etwa 25.000 Tonnen Recycling-Kapazität im Jahr geplant, doch zur Produktion der ersten Zelle aus Recycling-Material wurde diese Marke auf 125.000 Tonnen angehoben. Davon umgesetzt wurden aber wohl nur jene 8.500 Tonnen, die Lyten jetzt in seiner Mitteilung erwähnt.
„Die Recyclinganlage von Revolt ist ein wichtiger Baustein für die Unabhängigkeit der europäischen Batterielieferkette und unterstützt Lytens Ziel, den Anteil an abgebauten Mineralien in unseren Batterien zu reduzieren“, sagt Dan Cook, CEO und Mitgründer von Lyten.“ Wir suchen derzeit nach den passenden Partnern, um die Recyclingaktivitäten im Lyten Industrial Hub in Skellefteå wieder aufzunehmen und auszuweiten.“





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