Lyten-Batteriefabrik auf Northvolt-Gelände in Heide soll 2028 in Betrieb gehen

Der US-Batteriehersteller Lyten hat vor, auf dem Northvolt-Gelände in Heide (Schleswig-Holstein) rund 1.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Das hat Lyten-CEO Dan Cook nun Vertretern der Landesregierung mitgeteilt. Für 2028 ist der Betriebsbeginn der Batteriefabrik geplant, die Zellen für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen herstellen soll.

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Bild: Northvolt

Nach der Insolvenz des schwedischen Batteriezellherstellers Northvolt drohten dessen Pläne, eine Zellfabrik in Heide mit 3.000 Arbeitsplätzen zu errichten, zu zerplatzen. Doch dann kam im August die überraschende Wende, als der US-Zellhersteller Lyten ankündigte, die Standorte von Northvolt in Schweden und Deutschland übernehmen zu wollen. Seitdem gibt es wieder Hoffnung für den Standort Heide, wo das Gelände zwar bereits erschlossen wurde, der tatsächliche Bau der Zellfabrik mit dem Namen Northvolt Drei aber nie richtig begonnen hat.

Nun also, ein gutes halbes Jahr später, hat Lyten-CEO Dan Cook der Landesregierung in Kiel seine Pläne für das Areal in Heide vorgestellt. Dabei wird klar: Lyten plant deutlich kleiner, als es Northvolt getan hatte. Denn wie bereits im Oktober aus dem Kieler Landtag durchsickerte, will Lyten „nur“ 1.000 Arbeitsplätze schaffen – und damit nur ein Drittel der Anzahl, die Northvolt bei seiner großzügig aus Landes- und Bundesmitteln geförderten Ansiedelung in Heide versprochen hatte.

Zugleich hat Dan Cook nun deutlich gemacht, dass die neue Fabrik relativ unabhängig vom Hochlauf der Elektromobilität funktionieren soll: „Wir planen, Batterien für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen herzustellen, darunter Verteidigung, stationäre Energiespeicherung, Mobilität und Elektrofahrzeuge“, so Cook, der zugleich betonte: „Wir sind nicht Northvolt, wir sind Lyten“.

Dabei soll das bisherige Northvolt-Gelände in Heide nicht nur für die Batteriezellproduktion genutzt werden, sondern auch für Batteriespeicher und Rechenzentren. Die Bauarbeiten auf dem Areal sollen 2027 starten, die Batteriezellproduktion soll 2028 aufgenommen werden.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) begrüßt die Pläne: „Wir blicken sehr positiv auf den Zeitplan, den Dan Cook uns heute präsentiert hat. Natürlich gucken wir auch darauf, dass die weiteren Fragen im Moment auch mit dem Bund geklärt werden, denn das sind ja auch Schritte, die jetzt gemacht werden müssen.“

Tatsächlich will sich Dan Cook noch diese Woche auch mit Vertretern der Bundesregierung austauschen. Das ist auch deshalb erforderlich, weil zwar die Übernahme des insolventen schwedischen Teils von Northvolt abgeschlossen ist, also der Stammfabrik in Skellefteå und des Entwicklungszentrums in Västerås. Die Gespräche des Unternehmens mit Bundesregierung, der staatlichen Förderbank KfW und dem Bundesland Schleswig-Holstein über die deutsche Northvolt-Tochter dauern aber noch an.

ndr.de, n-tv.de

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