Lobbyverband CharGER wählt neuen Vorstand um Constantin Schwaab

Der 2025 von deutschen Ladeanbietern gegründete Lobbyverband CharGER hat einen neuen Vorstand gewählt. Die Mitglieder entschieden sich einstimmig für eine neue Führungsmannschaft rund um Wirelane-Chef Constantin Schwaab.

Charger verband neuer vorstand
Bild: charGER e.V.

Neben Schwaab wurden auch Lars Balzer, Geschäftsführer von Qwello, und Uwe Müller, Geschäftsführer von e-jIn, für eine zweijährige Amtszeit gewählt, wie CharGER mitteilt. Damit löst das neue Trio den Gründungsvorstand von 2025 ab. Eduard Schlutius (Gründer von reev) als damals erster Vorsitzender von CharGER e.V. scheidet aus dem Vorstand aus, auch Hans Beck (Chief Commercial Officer bei Jolt Energy) ist nicht mehr als Schatzmeister des Vereins aktiv.

Der Verband dankt dem bisherigen Vorsitzenden Schlutius sowie Schatzmeister
Beck für ihr Engagement seit der Gründung. „Mit dem neuen Vorstand wollen wir die Schlagkraft des Verbands weiter steigern und die Zusammenarbeit in der gesamten Ladeinfrastrukturbranche festigen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des neu gewählten Vorstands. „Um die ambitionierten Ausbauziele, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz von Ladeinfrastruktur in den kommenden Jahren erfüllen zu können, brauchen wir einen verlässliche Planungs- und Handlungsrahmen sowie eine pragmatische Regulatorik. Die Weichenstellung geschieht jetzt – der Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 bildet dafür eine entscheidende Grundlage.“

Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung von CharGER hat der Verein nach eigenen Angaben auch „zentrale Weichen für die Verbandsarbeit im Jahr 2026 gestellt“. Zu den verabschiedeten Fokusthemen zählt CharGER etwa die Beschleunigung und Transparenz bei Netzanschlüssen, einheitliche Standards für Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern, Verbesserungen im Nutzererlebnis (insbesondere bei Zahlungssystemen) und die Mitwirkung bei der Umsetzung der EPBD sowie Novellierung des GEIG-Gesetztes in Deutschland. Der Verband hat sich zudem die Entbürokratisierung auf die Fahnen geschrieben und will eine „Streichliste“ erarbeiten, um aus Sicht von CharGER „unnötige regulatorische Hürden abzubauen und politische Reformimpulse zu unterstützen“.

Genau das ist eines der Ziele, die sich der Verband zu seiner Gründung im Vorjahr gesetzt hat. CharGER will die politischen Rahmenbedingungen so mitgestalten, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur „flächendeckend, wirtschaftlich tragfähig und nutzerorientiert“ erfolgen kann. Der Verband will als „fachlich fundierte Stimme der Betreiberpraxis, als aktiver Partner im politischen Dialog mit Entscheidungsträger:innen und als Impulsgeber für eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur in ganz Deutschland“ auftreten. 

Der neue Verband hatte sich auf Initiative von Wirelane, reev, Amperio und Jolt Energy gegründet. Inzwischen ist die Zahl der Mitglieder gewachsen: Auf der Verbands-Website werden auch noch Qwello, Ladegrün, OnCharge, Smartlab, ChargeX und Smatrics genannt.

Quelle: Info per E-Mail, charger-verband.de

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