Schon über 25.000 Elektro-CLA in Europa
Die neue CLA-Generation, die zunächst rein elektrisch angeboten wird und erst später als Hybrid auf den Markt kommt, wurde vor recht genau einem Jahr vorgestellt. Das erste Modell auf Basis der neuen Plattform MMA (Mercedes Modular Architecture) wurde von den Stuttgartern damals als Auftakt zur größten Modelloffensive in der Unternehmensgeschichte bezeichnet – 40 neue oder überarbeitete Modelle sollen bis 2027 kommen, darunter mehrere Elektroautos.
Nach der wenig erfolgreichen EQ-Serie mit sehr eigenständig designten Elektroautos hat Mercedes unter CEO Ola Källenius die Kehrtwende vollzogen und die neuen Elektromodelle (wenn auch teils auf reinen Elektroplattformen) beim Design wieder deutlich näher an die Verbrenner-Modelle gerückt. Das wird auch in der Namensgebung deutlich, da auch die E-Modelle künftig die bekannten Namen wie CLA und GLC tragen – nur mit dem Zusatz „mit EQ-Technologie“.
9.600 Elektro-CLA in Deutschland
Und in Europa scheint diese Strategie aufzugehen, wie Auswertungen von Dataforce für das Handelsblatt nahelegen. Demnach wurden seit den ersten Auslieferungen im August 2025 rund 25.500 elektrische CLA zugelassen. „Mit insgesamt mehr als 9.600 gibt es die meisten in Deutschland. In Großbritannien sind es 3.700 Zulassungen, in Belgien knapp 2.400“, heißt es in dem Bericht weiter. 30 Prozent der Fahrzeuge wurden offenbar an Privatkunden verkauft, 50 Prozent an Gewerbekunden, womit 20 Prozent als Eigenzulassungen bleiben. Bei einem neuen Modell und einem Unternehmen wie Mercedes-Benz mit vielen Dienstwagenfahrern ist das kein ungewöhnlich hoher Wert.
Nach den ersten 897 Neuzulassungen in Europa im August gab es im September und Oktober mit 3.512 bzw. 3.574 Neuzulassungen schon ein deutliches Wachstum. Bis zum Jahresende hat der CLA-Absatz in Europa weiter stetig zugelegt, im Dezember waren es etwa 4.750 Einheiten. Zu Jahresbeginn gehen die Neuzulassungen traditionell etwas zurück, im Januar (3.871) und Februar (3.775) wurde aber das Niveau aus dem September/Oktober leicht übertroffen.
Dementsprechend zufrieden ist man in Stuttgart mit dem Start des CLA in Europa: „Der neue vollelektrische CLA hat unsere Erwartungen auch im Februar signifikant übertroffen“, sagte Vertriebsvorstand Mathias Geisen dem Handelsblatt. „Die Auftragsbücher reichen bis weit in die zweite Jahreshälfte 2026.“
Was das Bild etwas trübt, ist jedoch der Blick nach China: Die dort gebaute Langversion des elektrischen CLA verkauft sich noch nicht so gut wie das Europa-Pendant aus der Fabrik in Rastatt. Der Anbieter Marklines hat seit dem Auslieferungsbeginn in China nur rund 1.600 Einheiten registriert, allerdings ist der CLA in China erst ab Oktober ausgeliefert worden und in den Daten fehlt auch der Februar. Allerdings hat der China-Absatz in keinem Monat auch nur das Niveau des August 2025 in Europa (897 Einheiten) erreicht, das Maximum waren 682 neue CLA im Dezember. Dennoch ein Lichtblick: Der elektrische CLA hat sich im Januar besser verkauft als alle anderen EQ-Modelle von Mercedes. Das Problem: Es waren nur 220 Fahrzeuge. Allerdings haben in China gestrichene Förderungen den E-Auto-Markt im Januar allgemein belastet.





6 Kommentare