VWN wertet den ID. Buzz auf

Der VW ID. Buzz erhält im Sommer 2026 ein umfassendes Update. Beim Zuschnitt der Ausstattungen gibt es eine für manche Kunden wichtige Änderung, zudem gibt es ein One-Pedal-Driving und eine Vehicle-to-Load-Funktion.

Vw id buzz pro 4motion
Der VW ID. Buzz in der neuen Farbkombination „Candy-Weiß/Kirschrot“.
Bild: Volkswagen

Mit dem „Technologie-Update“ zum neuen Modelljahr gibt es eine neue Allrad-Variante. Der ID. Buzz Pro 4MOTION übernimmt ohne Änderungen den Antrieb des ID. Buzz GTX. Soll heißen: Der 210 kW starke Elektromotor an der Hinterachse wird durch einen zusätzlichen Motor an der Vorderachse ergänzt, womit die Systemleistung bei den (aus dem GTX) bekannten 250 kW liegt. In der Buzz-Version mit dem Standard-Radstand ist der Akku mit 79 kWh Netto-Energiegehalt verbaut, mit dem langen Radstand (+25 cm) ist die 86-kWh-Version an Bord.

Neben dem Allradsystem und der zusätzlichen Leistung bietet der ID. Buzz Pro 4MOTION auch ein Feature, das viele Kunden bisher alternativlos zum GTX hat greifen lassen: Gegenüber der Heckantriebsvariante steigt die Anhängelast um 600 Kilogramm – mit dem Normalradstand sind es also bis zu 1,8 Tonnen, beim langen Radstand 1,6 Tonnen. Der ID. Buzz GTX mit identischem Antrieb bleibt unverändert im Angebot, es handelt sich somit künftig nicht mehr exklusiv um das leistungsstärkste Topmodell der Baureihe, sondern um eine sportliche Ausstattungsvariante mit exklusiven Design-Umfängen.

In diesem Zuge wird auch eine neue Farb-Option eingeführt. Denn das „Kirschrot“ gab es bisher nur in der GTX-Ausstattung – entweder einfarbig oder gegen Aufpreis in einer silber-roten Zwei-Farb-Lackierung. Mit dem Modelljahr 2026 ist das Kirschrot nun auch bei den Pro-Modellen verfügbar, und zwar in der Farbkombination „Candy-Weiß/Kirschrot“.

Bei der Software gibt es einige Updates und Weiterentwicklungen. Im ID. Buzz kommt künftig optional eine neue Evolutionsstufe des „Travel Assist“ zum Einsatz. Da das System eine Vielzahl von Online-Daten nutzt, ändert sich die Bezeichnung in „Connected Travel Assist“. „Ein Novum bei Volkswagen Nutzfahrzeuge ist die Tatsache, dass das Assistenzsystem zur assistierten Quer- und Längsführung fortan auch auf Ampeln reagiert. Erkennt das System eine rote Ampel, bremst es den ID. Buzz automatisch bis zum Stillstand ab“, erklärt VWN. Das ist möglich, da der ID. Buzz künftig über ein One-Pedal-Driving verfügt und auch unabhängig von dem Assistenzsystem nur per Rekuperation bis zum Stillstand verzögern kann.

Zudem wird das neue Infotainmentsystem Innovision verbaut. „ In das System ist ein neuer App-Store integriert, über den sich Funktionen und Services digital, flexibel und fahrzeugbezogen freischalten oder erweitern lassen. Wie bei einem Smartphone, sind hier beliebte Apps unter anderem aus den Bereichen Audio, Video-Streaming, Parking, Charging und Gaming zum Download verfügbar“, teilt das Unternehmen mit. Und: Das Lenkrad verfügt künftig wieder über Drucktasten anstelle der kritisierten Touchflächen.

Wie auch die anderen MEB-Modelle im Zuge der jüngsten Facelift-Serie erhält der ID. Buzz azch eine Vehicle-to-Load-Funktion. Über einen entsprechenden Adapter für den Ladeanschluss können elektrische Geräte mit bis zu 2,0 kW aus dem Antriebsakku versorgt werden – etwa der Elektro-Grill beim Camping oder der E-Bike-Akku beim Ausflug am Wochenende.

Weitere optische Änderungen oder die (kleineren) LFP-Akkus wie bei den anderen MEB-Modellen von VW, Cupra und Skoda gibt es beim ID. Buzz derzeit aber nicht. Dass Änderungen anstehen, hatte sich aber angedeutet: VWN hat den ID. Buzz in eine Rabattaktion seiner E-Modelle aufgenommen, um Bestandsfahrzeuge des Modelljahres 2025 mit Nachlässen von bis zu 6.000 Euro zu verkaufen.

vwn-presse.de

9 Kommentare

zu „VWN wertet den ID. Buzz auf“
Phil Osovi
22.04.2026 um 21:08
Viel Kosmetik, wenig Substanz.
Volker Jaschke
23.04.2026 um 08:56
Da sind schon ein paar Sachen dabei, über die sich auch Nutzer von Bestandsfahrzeugen freuen würden. Z.b. V2L um beim Camping unabhängig vom Stromanschluss zu sein. Und eine brauchbare Ladeplanung. Sind ja alles Sachen die jetzt alle MEB Fahrzeuge bekommen. Für einen Campingmodus hat es aber wieder nicht gereicht.
Edefuchs
22.04.2026 um 22:38
Wir fahren derzeit einen Buzz. Tolles Auto. Gut ist, dass ich nicht mehr zum GTX greifen muss um Allrad zu bekommen, schlecht dagegen, dass der GTX jetzt kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal mehr hat. Naja. Immerhin endlich eine Vto Funktion und Software 6. Das ist doch wenigstens etwas.
Philipp
22.04.2026 um 23:14
Zu wenig, zu spät.Das sollte doch alles längst selbstverständlich sein. Das Ding hatte nicht mal V2L und das bei dem Profil...
PTB
23.04.2026 um 10:15
Optisch das schönste Auto und Nutzwert das beste am Markt. Aber: Verbrauch, Reichweite und Ladeleistung unterirdisch!
simon
23.04.2026 um 12:45
V2L und ein Campingmodus sind Dinge die schon beim Marktstart sinnvoll gewesen wären
Caravano
24.04.2026 um 07:08
Endlich mehr Anhängelast.Zu spät: Seit März steht hier wieder ein Diesel als Zugfahrzeug für unseren 1600kg WoWa: VW Multivan 2026Vollgetankt: 980km ReichweiteFür Wohnwagenbesitzer wird es noch ein langer Weg zur Elektromobilität.Auch weil ibei den VW BEVs mmer noch ein Getriebe fehlt, mit welchem der Elektroantrieb in einen, für das Ziehen eines Wohnwagens, effizienten Drehzahlbereich bringt. Anders wird man vermutlich den noch viel zu hohen Energieverbrauch, mit einem schweren Anhänger, bei BEVs nicht runter bekommen.
Battie
26.04.2026 um 19:27
Richtig, für Zugfahrzeuge sollte optional ein Getriebe orderbar sein, denn für einen E-Antrieb - im - Wohnwagen rentiert sich eine größere Batterie nicht, wenn sie dann nur sporadisch genutzt wird und eine kleine Batterie ist für längere Bergfahrten zu wenig - genau eben die Fälle, in denen der Wirkungsgrad des E-Antriebes ohne Getriebe so abfällt, was sowohl Leistung als auch Verbrauch und Kühlung des Antriebs zusetzt.
Chregu
29.04.2026 um 21:04
Immerhin einige Updates. Aber für etwas mehr Zuladekapazität hats wahrscheinlich wieder nicht gereicht. Da kann man beim Allrad ja nicht mal alle Sitzplätze belegen. Müssen wir wohl warten bis die Kinder ausgeflogen sind... und brauchen dann keinen Buzz mehr.

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