Windrose bietet E-Lkw für unter 200.000 Euro an
Windrose schreibt auf Linkedin, dass „wir als Reaktion auf die aktuelle Ölkrise die Preise nun gesenkt (und nicht erhöht) haben – von ursprünglich 250.000 € auf 195.000 € pro Lkw für bis zu 100 Fahrzeuge“. Wie auf der Homepage des Unternehmens zu sehen ist, handelt es sich dabei um den Einstiegspreis exklusive lokaler Steuern. Auch für andere Länder nennt Windrose sehr günstige Einstiegspreise. In Großbritannien soll der Global E700 ab 139.000 Pfund netto und in den USA ab 180.000 Dollar exklusive Staatssteuer kosten – jeweils dank der Qualifikation des E-Lkw für die jeweiligen nationalen Förderprogramme. Ebenfalls eingepreist ist der E-Lkw für Australien, China und Kanada.
Ausgeliefert werden soll das Modell ab dem dritten Quartal bei Kunden, die eine 60-prozentige Anzahlung leisten und so Priorität genießen („Early Delivery“). Ab dem vierten Quartal fangen dann die Standard-Auslieferungen an. Allerdings präzisiert Windrose nicht, ob mit dem Auslieferauftakt gleich alle Märkte gleichzeitig bedient werden. Für Europa liegt dazu keine spezifische Aussage vor. Zu der Preisreduktion für Europa heißt es bei Linkedin lediglich weiter: „Unser Ziel ist es nicht, mehr Geld zu verdienen, wenn der Rohölpreis auf einem historischen Höchststand ist. Vielmehr wollen wir dazu beitragen, die Einführung von Elektro-Lkws zu beschleunigen und schneller die Parität mit Diesel zu erreichen. Wir laden alle Lkw-Hersteller ein, es uns gleichzutun.“
Der Global E700 ist eine E-Sattelzugmaschine mit 800-Volt-Architektur und einer 705 kWh großen LFP-Batterie an Bord. Die Peak-Leistung beziffert das Startup auf 1.045 kW. Die Reichweiten-Angaben von Windrose schwanken zwischen 670 und 700 Kilometern. Als Ladestandards sind CCS- und MCS- Ladeports vergebaut, wobei die MCS-Ladeleistung laut Homepage in der Spitze bei 870 kW liegt. Die Ladezeit an einer entsprechenden MCS-Ladesäule soll für das Ladefenster von 20 bis 80% SoC bei 38 Minuten liegen. Zur Ladeperformance an CCS-Säulen macht Windrose keine Angaben.
Zum Hintergrund: Windrose ist ein chinesischer E-Lkw-Hersteller mit globalen Ambitionen. In Europa hat sich das Unternehmen Anfang des Jahres den belgischen Hafen Antwerpen als Standort ausgesucht. Im„Windrose Park Antwerp“ will das Unternehmen Fahrzeuge für den europäischen Markt montieren und auch Abteilungen für Forschung & Entwicklung und Aftersales ansiedeln. Die Strategie mit den „Windrose Parks“, Partnerschaften mit Ladeinfrastruktur- und Serviceanbietern und der globalen Windrose-Plattform hat CEO Wen Han im Dezember im Gespräch mit electrive genauer erläutert.
Kürzlich meldete das Startup zudem zusammen mit seinem Partner Autel, dass sie im niederländischen Roosendaal das Lkw-Laden gemäß dem MCS-Standard unter realen Betriebsbedingungen validieren konnten. „Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Autel das MCS-Ladesystem erfolgreich fertiggestellt zu haben“, äußerte Wen Han, CEO von Windrose, zu diesem Anlss. „MCS wird ein Eckpfeiler der Elektrifizierung im Fernverkehr der nächsten Generation sein und skalierbares sowie ultraschnelles Laden für die Zukunft des emissionsfreien Güterverkehrs ermöglichen.“
linkedin.com, windrose.ai





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