Neuer Jahrgang: Skoda Elroq 60 und Enyaq 60 wieder bestellbar
Die beiden E-SUV waren in der beliebten 60er-Version bei Skoda eine ganze Weile nicht bestellbar – der hohen Nachfrage wegen. Das ändert sich nun. Im Zuge des Wechsels zum neuen Modelljahrgang sind die günstigeren Varianten des Elroq und Enyaq zurück. Und zwar gemäß der Strategie des Volkswagen-Mutterkonzerns erstmals mit LFP-Akku. Außerdem ist das Duo mit dem neuen Modelljahrgang jetzt auch in den von anderen Skoda-Modellen bekannten Ausstattungslinien Essence und Selection bestellbar – zusätzlich zu den ebenfalls aktualisierten Sportline- und RS-Modellen (zu letzteren gibt es noch keine Preisinformationen)
Die Ausstattungslinie Essence ist ausschließlich mit den wieder verfügbaren 60er-Varianten erhältlich und bietet die genannten Einstiegspreise ab 37.390 Euro beim Skoda Elroq Essence 60 sowie ab 42.990 Euro beim Skoda Enyaq Essence 60. Zum Vergleich: Vor dem Bestellstopp aufgrund der großen Nachfrage kostete das Einstiegsmodell Enyaq 60 (noch mit NMC-Akku) ab 44.500 Euro. Der Elroq 60 war in seiner bisherigen Version bei 38.400 Euro eingepreist. Beide Modelle sind also etwas günstiger geworden. Die frühere Einstiegsversion Elroq 50 gibt es nicht mehr. Sie war bei Einführung des Kompakt-SUV ab 33.900 Euro bestellbar.
Mit 4,48 Metern ist der Elroq etwas zwischen den Segmenten platziert. Spürbar kürzer als der Enyaq und VW ID.4, aber auch länger als der Schwester-Kompaktstromer ID.3 und der vergleichbare Cupra Born. Die neue Angebotsstruktur des Skoda-Bestsellers gestaltet sich ab sofort wie folgt:
| Skoda Elroq | Einstiegspreis |
|---|---|
| Skoda Elroq Essence 60 (140 kW) | 37.390 € |
| Skoda Elroq Selection 60 (140 kW) | 41.890 € |
| Skoda Elroq Selection 85 (210 kW) | 46.390 € |
| Skoda Elroq Selection 85x (220 kW) | 48.690 € |
| Skoda Elroq Sportline 60 (140 kW) | 45.490 € |
Die Tabelle zeigt: Die Ausstattungslinine Selection lässt sich bei Elroq auch mit weiteren Antriebsversionen kombinieren – das gilt auch für den Enyaq und Enyaq Coupé wie aus den folgenden Preis-Tabellen hervorgeht. Außerdem sind alle drei Modelle auch als Sportline 60 bestellbar.
| Skoda Enyaq | Einstiegspreis |
|---|---|
| Škoda Enyaq Essence 60 (140 kW) | 42.990 € |
| Škoda Enyaq Selection 60 (140 kW) | 45.750 € |
| Škoda Enyaq Selection 85 (210 kW) | 50.450 € |
| Škoda Enyaq Selection 85x (220 kW) | 53.250 € |
| Škoda Enyaq Sportline 60 (140 kW) | 49.250 € |
Eine Besonderheit: Beim Enyaq Coupé des neuen Modelljahrgangs wird die Ausstattungslinie Essence nicht angeboten. Entsprechend beginnen die Preise dem Ausstattungsniveau Selection gemäß auf einer höheren Ausgangsbasis: Der günstigste Coupé-Ableger des E-SUV ist konkret für 48.450 Euro zu haben.
| Skoda Enyaq Coupé | Einstiegspreis |
|---|---|
| Škoda Enyaq Coupé Selection 60 (140 kW) | 48.450 € |
| Škoda Enyaq Coupé Selection 85 (210 kW) | 53.150 € |
| Škoda Enyaq Coupé Selection 85x (220 kW) | 55.950 € |
| Škoda Enyaq Coupé Sportline 60 (140 kW) | 51.950 € |
Grundsätzlich warten die Facelifts mit einer Reihe von Verbesserungen gegenüber dem aktuellen Jahrgang auf. Darunter ein überarbeitetes, Android-basiertes Infotainment-System, One Pedal Driving und einem Ablagefach unter der Fronthaube. Zudem stehen Kunden bei einzelnen Varianten zum Teil deutlich erhöhte Anhängelasten zur Verfügung. Dazu gleich mehr.
Wichtigste Neuerung ist jedoch der von anderen MEB-Modellupdates bekannte neue LFP-Akku für die Basisvarianten Elroq 60 und Enyaq 60. In dem Duo sind also wie beim Ford Explorer und Capri, wie beim Cupra Born und den MEB-Volkswagen künftig ebenfalls LFP-Zellen verbaut, die auf einen Brutto-Energiegehalt von 61 kWh kommen – davon sind 58 kWh netto nutzbar. Angeboten wird der LFP-Akku mit dem neuen Elektromotor APP350, der den APP310 ersetzt. Dieser bietet nicht nur die namensgebenden 350 Nm Drehmoment, sondern ist auch effizienter als der Vorgänger. Die Leistung sinkt aber (vermutlich aufgrund der LFP-Batterie) etwa auf noch 140 kW.
Steigerung bei der Anhängelast
Die Reichweiten der neuen 60er Modelle nennt Skoda weiterhin noch nicht, wohl aber die Fahrleistungen. Der Elroq 60 kann in 8,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen, der größere Enyaq braucht dafür eine Zehntelsekunde länger – bei 160 km/h ist bei beiden Modellen Schluss. Auch die Lade-Performance mit bis zu 105 kW Ladeleistung und einer Dauer von 26 Minuten für den Lade-Hub von zehn auf 80 Prozent ist identisch. Ebenso die für MEB-Modelle bekannte Anhängelast von 1.000 Kilogramm bei zwölf Prozent Steigung und 1.200 Kilogramm bei acht Prozent Steigung.
Nur einige Allrad-Modelle wie etwa der VW ID.7 GTX kamen hier bisher auf eine höhere Anhängelast von bis zu 1,8 Tonnen. Das ändert sich jetzt aber, zumindest für die Modelle mit dem großen Akku, der bei Skoda unter der Bezeichnung 85 angeboten wird. Dabei handelt es sich um die lange bekannte MEB-Batterie mit NMC-Zellen, die auf 82 kWh brutto bzw. 77 kWh netto. In der Mitteilung hebt Skoda zwar einige weitere Änderungen zum neuen Modelljahr hervor, die signifikante Änderung bei der Anhängelast wird jedoch nur in zwei Tabellen versteckt.
| Elroq 60 | Elroq 85 | Elroq 85x | Elroq RS | |
|---|---|---|---|---|
| Kapazität (brutto/netto) | 61/58 kWh | 82/77 kWh | 82/77 kWh | 82/77 kWh |
| Ladeleistung | 105 kW | 165 kW | 165 kW | 165 kW |
| Ladezeit 10-80% | 26 min | 29 min | 29 min | 29 min |
| Leistung | 140 kW | 210 kW | 220 kW | 250 kW |
| Höchstgeschwindigkeit | 160 km/h | 180 km/h | 180 km/h | 180 km/h |
| 0-100 km/h | 8,5 s | 6.6 s | 6.2 s | 5.4 s |
| Anhänglast – 12 %/8 % | 1.000/1.200 kg | 1.800/1.800 kg | 1.800/1.800 kg | 1.800/1.800 kg |
| Enyaq 60 (Coupé) | Enyaq 85 (Coupé) | Enyaq 85x (Coupé) | Enyaq RS (Coupé) | |
|---|---|---|---|---|
| Kapazität (brutto/netto) | 61/58 kWh | 82/77 kWh | 82/77 kWh | 82/77 kWh |
| Ladeleistung | 105 kW | 165 kW | 165 kW | 165 kW |
| Ladezeit 10-80% | 26 min | 29 min | 29 min | 29 min |
| Leistung | 140 kW | 210 kW | 220 kW | 250 kW |
| Höchstgeschwindigkeit | 160 km/h | 180 km/h | 180 km/h | 180 km/h |
| 0–100 km/h | 8.6 s | 6.6 s | 6.3 s | 5.4 s |
| Anhänglast – 12 %/8 % | 1.000/1.200 kg | 2.000/2.000 kg | 2.000/2.000 kg | 2.200/2.200 kg |
| Stützlast | 88 kg | 88 kg | 88 kg | 88 kg |
So kommen sämtliche Modellvarianten des Elroq mit dem 85er-Akku jetzt auf 1,8 Tonnen Anhängelast (bei acht und zwölf Prozent Steigung), unabhängig vom Antrieb. Der Elroq 85 verfügt über einen 210 kW starken Heckantrieb, der Elroq 85x über einen 220 kW starken Allrad und der Elroq RS über einen 250 kW starken Allrad. Und beim Enyaq 85 sowie Enyaq 85x (auch als Coupé) sind glatte zwei Tonnen Anhängelast vermerkt, beim Enyaq RS sogar 2.200 Kilogramm – was der bisher höchste Wert für ein MEB-Modell ist. Für einige Kunden dürfte das eine spürbare Verbesserung sein, falls die Anhängelast bisher ein KO-Kriterium bei der Fahrzeugwahl dargestellt hat.
Infotainment-Konzept der nächsten Generation
Mit dem kommenden Modelljahr, das im Sommer auf den Markt kommen soll, erhalten beide Skoda-Modelle auch besagtes verbessertes, Android-basiertes Infotainmentsystem. „Dieses bietet ein neues Design, einen überarbeiteten Startbildschirm, ein neues Rasterlayout, Favoriten und eine erweiterte Suchfunktion sowie verbesserte Personalisierungsoptionen für eine intuitivere Bedienung. Das Infotainment-Konzept der nächsten Generation ist Teil einer optimierten Bordplattform, die mit der aktuellen Produktionsserie eingeführt wurde“, erklärt Skoda. Das heißt aber auch: Diese Neuerungen gibt es nur für neu produzierte Fahrzeuge und nicht für den Bestand per Update.






Zudem ist Skodas Ladeservice „Powerpass“ nun direkt in das Navigationssystem integriert. Er zeigt Bewertungen und Preise von Ladestationen an und ermöglicht per Plug&Charge die Ladeautorisierung direkt über den Navigationsbildschirm. In der „MyŠkoda“-App können neben der Ladeübersicht und -historie auch Fahrdaten inklusive Energieverbrauch eingesehen werden. Und auch Vehicle-to-Load (V2L) ist dann verfügbar: Über einen Adapter aus dem Ladeanschluss oder einer 230-Volt-Steckdose im Kofferraum können externe Geräte mit Strom aus dem Antriebsakku versorgt werden. Bei beiden Modellen ist unter der Fronthaube mit dem Upgrade auch ein 21 Liter großer Frunk verbaut, in dem etwa das AC-Ladekabel verstaut werden kann. Ebenfalls neu: die Option des One Pedal Driving sowie eine Phonebox mit induktiver Ladefunktion nach Qi2-Standard.
Und: Neue Eckradarsensoren in den vorderen und hinteren Stoßfängern verbessern laut Skoda den Kreuzungsassistenten an komplexen Kreuzungen mit eingeschränkter Sicht und erkennen von der Seite herannahende Autos, Motorräder, Fahrräder und E-Scooter. Eine neue Innenraumkamera im Gehäuse des Rückspiegels ermöglicht eine verbesserte Aufmerksamkeits- und Müdigkeitsüberwachung per Blickverfolgung. Das Außenlichtmanagement bietet eine Zwischenstufe für schlechte Lichtverhältnisse am Tag (z. B. bei starker Bewölkung, Dämmerung oder Morgengrauen), bei der die Rückleuchten zusätzlich zum Tagfahrlicht aktiviert werden.





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