Audi stoppt Verbrenner-Baureihen A1 und Q2
Das Seat-Werk im spanischen Martorell steht vor einem großen Umbruch, denn die lange erwartete Elektro-Kleinwagenfamilie des VW-Konzerns mit dem Cupra Raval und VW ID. Polo steht vor dem Start. Anfangs hatte Audi sein kleinstes Modell A1 im Werk Brüssel gefertigt. Doch als das inzwischen geschlossene Werk für den Audi e-tron quattro umgerüstet wurde, hatten die Ingolstädter die A1-Produktion zu Seat nach Spanien verlegt. Fast 1,4 Millionen A1 wurden seit der Premiere im Jahr 2010 gebaut, jedoch in Belgien und Spanien zusammen.
Das kleinste Audi-SUV Q2 war seit dem Jahr 2016 hingegen ein „fester Bestandteil des Produktionsprogramms im Stammwerk“, wie es die Ingolstädter ausdrücken. Doch nach 887.231 Exemplaren war auch hier Schluss. Allerdings wird der Q2 im Werk Ingolstadt nicht unmittelbar durch ein Elektromodell ersetzt. Zunächst läuft im Sommer die Verbund-Produktion des Audi Q3 mit Audi Hungaria in Györ (Ungarn) an. Um die Kapazitäten für das gefragte SUV-Modell zu erhöhen, transportiert Audi in Györ gefertigte Karosserien nach Ingolstadt, lackiert diese dort und führt die übliche Endmontage durch.
Parallel dazu treibt Audi die Elektrifizierung des Standorts Ingolstadt voran: Nach dem Produktionsstart des Audi Q6 e-tron im Jahr 2023 und des Audi A6 e-tron im Jahr 2024 beginnt im Herbst die Fertigung einer weiteren vollelektrischen Baureihe im Stammwerk – dem kürzlich bestätigten A2 e-tron. „Der Audi A2 e-tron ist für Ingolstadt der nächste Meilenstein auf dem Weg in das elektrische Zeitalter. Ich bin stolz, dass dieses Auto an unserem Heimatstandort produziert wird“, erklärt Werkleiter Siegfried Schmidtner.





16 Kommentare