WeRide und Lenovo wollen gemeinsam 200.000 autonome Fahrzeuge auf die Straßen bringen
Die Zusammenarbeit haben beide chinesischen Unternehmen nun auf der Auto China in Peking bekanntgegeben. Lenovo, 1984 gegründet und heute größter PC-Hersteller der Welt, macht bei der Initiative gemeinsame Sache mit dem ersten neun Jahre jungen WeRide, einem Pionier für autonomes Fahren aus Guangzhou und Wurzeln im Silicon Valley.
Während WeRide in westlichen Medien bislang v.a. durch seine Robotaxi-Projekte mit Partnern wie Uber und Grab bekannt ist, hat WeRide auch bereits in anderen Anwendungsfeldern des autonomen Fahrens Kompetenzen gewonnen. So etwa mit Robo-Shuttlebussen wie etwa in einem Projekt mit Renault. Zudem nennt das Unternehmen auch Robo-Kehrmaschinen sowie Robo-Lieferwagen zu seinen Geschäftsfeldern. Und obendrein kann die Technologie auch für Fahrassistenzsysteme auf Level 2 und 3 genutzt werden.
Sprich: Die Kooperation beider Seiten soll nicht nur die gehypten Robotaxis umfassen, sondern auch andere autonom steuernde Fahrzeuge. Dabei soll die Zusammenarbeit die Entwicklung eines globalen Ökosystems für autonomes Fahren beschleunigen und kritische Elemente aus den Bereichen Technologie, Computerinfrastruktur und Lieferkette integrieren, um die branchenweite Zusammenarbeit und Effizienz zu verbessern, heißt es von Lenovo und WeRide.
Lenovo, das sich längst vom reinen Computerhersteller zum breit aufgestellten Technologieanbieter gewandelt hat, unterstützt die großflächige Kommerzialisierung der autonomen Fahrsysteme von WeRide mit seinen Kompetenzen in den Bereichen Fahrzeugcomputer, hybride KI und globale Lieferkettenintegration. Der AD1-Domänencontroller soll dabei leistungsstarke KI-Rechenleistung mit Automobil-Engineering verbinden und so einen stabilen Einsatz in komplexen Umgebungen ermöglichen, unterstützt durch das globale Fertigungs- und Liefernetzwerk von Lenovo.
Peter Xu, Vizepräsident und General Manager für Fahrzeug-Computing bei Lenovo , fügte hinzu: „Skalierbarkeit ist die entscheidende Herausforderung für autonomes Fahren, und Computing ist die Grundlage dafür. Lenovo wird weiterhin Automotive-Computing-Plattformen entwickeln und gleichzeitig unsere globalen Fertigungs- und Lieferkettenstärken nutzen, um der Branche replizierbare, großflächige Lösungen bereitzustellen. Die Vertiefung unserer Zusammenarbeit mit WeRide ermöglicht es uns, die Kommerzialisierung zu beschleunigen und Robotaxi-Dienste schneller auf den globalen Markt zu bringen.“
Neue Rechenplattform mit 2.000 TOPS
Das Herzstück der Zusammenarbeit ist die neue Rechenplattform HPC 3.0, die gemeinsam entwickelt wurde. Sie nutzt den Nvidia Drive Thor Chip und liefert eine Rechenleistung von über 2.000 TOPS (Trillions of Operations Per Second). Dies ist notwendig, um die massiven Datenmengen der L4-Sensorik in Echtzeit zu verarbeiten. Laut Unternehmensangaben senkt die HPC 3.0 zugleich die Kosten für das autonome Fahrpaket um 50 Prozent und die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) über den Lebenszyklus um 84 Prozent im Vergleich zur Vorgängergeneration.
WeRide-Gründer und -CEO Dr. Tony Han sagt: „Autonomes Fahren tritt in eine entscheidende Phase der kommerziellen Einführung ein. Der Wettbewerb in der Branche verlagert sich von rein technologischer Leistungsfähigkeit hin zu Kosteneffizienz und skalierbarer Implementierung. Diese erweiterte Zusammenarbeit wird die Kernkompetenzen von WeRide und Lenovo im Bereich autonomer Fahrsysteme und Computerplattformen weiter bündeln und eine solide Grundlage für die geplante weltweite Einführung von 200.000 autonomen Fahrzeugen in den nächsten fünf Jahren schaffen.“





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