CATL sammelt an der Börse fast 4,3 Milliarden Euro ein

Knapp ein Jahr nach seinem Börsengang hat CATL eine Kapitalerhöhung durchgeführt und dabei umgerechnet knapp 4,3 Milliarden Euro eingenommen. Das Geld soll u.a. in den Ausbau der globalen Produktionskapazitäten sowie der Forschung & Entwicklung fließen.

Catl messestand wfes abu dhabi
CATL-Messestand auf dem WFES 2026
Bild: CATL

Erst vergangenes Jahr hatte CATL bei seinem Gang an die Hongkonger Börse umgerechnet rund 4,1 Milliarden Euro eingenommen. Nun hat der Batteriehersteller durch die Platzierung neuer H-Aktien weitere rund 39,2 Milliarden Hongkong-Dollar (knapp 4,3 Milliarden Euro) eingenommen. Dabei lag der Platzierungspreis von 628,20 Hongkong-Dollar pro Aktie rund sieben Prozent unterhalb des Schlusskurses vom Montag in Höhe von 675,50 Hongkong-Dollar.

Die Mittel aus der Kapitalerhöhung sollen primär in den Ausbau der globalen Kapazitäten (u. a. Fabriken im thüringischen Arnstadt sowie in Ungarn und Indonesien), die Entwicklung einer Null-Emissions-Strategie sowie in Forschung und Entwicklung fließen.

Der Zeitpunkt der Emission wurde vom CATL-Management strategisch gewählt: Seit dem Börsengang im Mai 2025 hatten die Wertpapiere an der Hongkonger Börse um 157 Prozent zugelegt. Damit einhergehend ist die globale Nachfrage der Anleger nach Titeln für saubere Energie im Zuge des Iran-Kriegs deutlich gestiegen – und CATL passt als Batterieanbieter perfekt in dieses Raster.

„CATL erwischt gerade eine perfekte Welle“, sagte er. „Ein rasant steigender Aktienkurs, ein Angebotsschock bei fossilen Brennstoffen und ein Hongkonger Markt, der wieder einmal hungrig nach Aktien von führenden Technologieunternehmen ist – perfekt für eine opportunistische Finanzierung wie diese“, sagte Winston Ma, Geschäftsführer des Global Public Investment Funds Forum und ehemaliger Geschäftsführer der China Investment Corporation.

Kurz vor der Aktienausgabe hatte CATL zudem auch selbst zahlreiche positive Nachrichten kommuniziert und so vermutlich den einen oder anderen Anleger überzeugt. So erzielte CATL erzielte im ersten Quartal einen Nettogewinn von 20,74 Milliarden Yuan (ca. 2,6 Milliarden Euro), was einem Wachstum von 48,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Und CATL hat bei seinem „Super Technology Day“ zahlreiche Batterie-Innovationen und weiter verbesserte Bestands-Akkus vorgestellt. Darunter je die dritten Generationen der Shenxing Superfast Charging Battery und der Qilin Battery. Außerdem neue Hybrid- und Natrium-Batterien sowie eine „Condensed Battery“.

reuters.com, cnevpost.com

1 Kommentar

zu „CATL sammelt an der Börse fast 4,3 Milliarden Euro ein“
Paul-Gerhard Fenzlein
29.04.2026 um 08:39
Ein interessanter Punkt ist der strategische Kontrast zu BYD: BYD ist auf dem chinesischen NEV-Massenmarkt stark unter Druck geraten – nicht zuletzt durch den extremen Preiskampf, den das Unternehmen selbst mit angefacht hat. Zwar sind ihre Blade-Batterien (inklusive der Version 2.0) technologische Spitzenprodukte, doch der Wettbewerb in China ist enorm. Die Konkurrenz heißt Geely, Sunwoda, CALB und vor allem CATL. Der entscheidende Unterschied: Mit Ausnahme von Geely sind dies keine Autobauer, sondern hochspezialisierte Technologiepartner und Batterielieferanten. Besonders CATL spielt hier seine Marktmacht durch eine extrem breite Aufstellung aus: Das Unternehmen agiert als markenunabhängiger Auftragsfertiger für diverse OEMs und hat sich zusätzlich den stark wachsenden Markt für Wechselbatterien und Batterie-Infrastruktur strategisch gesichert. Und diese Position nutzt CATL strategisch intelligent aus, um die eigenen finanziellen Möglichkeiten zu stärken.

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