Porsche stellt Verbrenner-Macan im Sommer endgültig ein
Das hat Porsche-Finanzvorstand Jochen Breckner jetzt bestätigt. „Die Produktion wird im Sommer 2026 eingestellt, und im letzten verbleibenden Monat werden wir so viel wie möglich produzieren“, sagte Breckner im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen in der vergangenen Woche. „Unsere Kapazität spielt dabei natürlich eine Rolle, ist aber nicht begrenzt. Die Teileversorgung durch Zulieferer ist der andere Faktor.“
Dass Breckner Faktoren wie die Kapazität und die Versorgung mit Bauteilen von den Zulieferern anspricht, hat mit der etwas verzwickten Lage der Zuffenhausener zu tun. Zwar baut Porsche im Werk Leipzig seit 2024 parallel zum Verbrenner-Macan den rein elektrischen Macan auf Basis der PPE – eigentlich sollte die Elektro-Variante nahtlos die Rolle als Porsche-Bestseller übernehmen. Zwar entwickeln sich die Verkaufszahlen des Macan Electric positiv, doch in den Märkten, in denen das Verbrenner-Modell immer noch bestellbar ist, erfreut dieser sich einer guten Nachfrage.
Da die Planungen im Zuge der ambitionierten Elektro-Ziele des früheren Porsche-Chefs Oliver Blume beginnend mit dem Macan keine Verbrenner-Nachfolger mehr vorgesehen hatten, musste der Porsche-Vorstand mit Blick auf die dann doch verhaltenere Marktentwicklung bei den Elektroautos umplanen. So wird es auch wieder einen Macan mit Benzin- und Hybridantrieb geben. Doch dieser muss erst noch entwickelt werden, sodass mit einer Premiere wohl erst in zwei Jahren zu rechnen ist. Bis dahin gilt also: Wer bald einen Porsche Macan kaufen will, muss zum Elektroauto greifen.
Das könnte Porsche unter anderem in den USA treffen, wo die Sportwagenmarke aufgrund seiner rein europäischen Produktion und den Zöllen von US-Präsident Donald Trump zuletzt ohnehin gelitten hatte. Denn in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 konnte Porsche laut dem Portal Carscoops in den USA 8.079 Macan Electric verkaufen, aber 10.130 des Verbrennermodells.





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