Mercedes fährt GLC-Produktion hoch
Dass der elektrische GLC im Mercedes-Werk Bremen gebaut wird, ist schon lange bekannt und auch naheliegend: Das Werk an der Weser ist seit Jahren der Produktionsstandort für den GLC mit Verbrennungsmotor und auch der EQC, das erste Serien-Elektroauto der Schwaben, lief in Bremen vom Band. Während sich der EQC damals die Plattform mit dem Verbrenner-Modell teilte, ist das jetzt anders: Der elektrische GLC nutzt zwar den Namen des Verbrenners, basiert aber auf der MB.EA-M, also einer rein elektrischen Plattform.
Die Produktionslinien in der Halle 9, der größten Produktionshalle des Werks, sind bereits länger darauf ausgelegt, Fahrzeuge mit verschiedenen Antriebsarten zu fertigen: Neben dem GLC als Verbrenner, Hybrid und Plug-in-Hybrid wird dort auch der rein elektrische EQE auf Basis der EVA2 montiert. Mit dem GLC EQ gibt es nun ein weiteres Batterie-elektrisches Modell aus der Halle 9. Mit dem derzeit durchgeführten Produktionshochlauf des GLC unterstreiche der Standort „seine Effizienz, Flexibilität und seine Ausrichtung als Kompetenzzentrum für Modelle des Core-Segments im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz“, teilt der Hersteller mit.
„Die Bremer Kolleginnen und Kollegen haben wieder einmal erfolgreich abgeliefert. Mit dem Hochlauf des neuen elektrischen GLC meistern sie eine komplexe Integration in die laufende Produktion mit höchster Professionalität – und dank unserer konsequenten digitalen Transformation“, sagt Michael Schiebe, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, verantwortlich für Produktion, Qualität & Supply Chain Management. „Damit stärkt Bremen seine Rolle als Kompetenzzentrum für Modelle des Core-Segments und setzt abermals neue Maßstäbe im Automobilbau.“
In welchen Stückzahlen oder welchem Mix die Modelle in Bremen gebaut werden, gibt Mercedes in der Mitteilung nicht an. Allerdings betonen die Schwaben, wie gut sich das neue Elektro-Modell schon verkauft: „Der neue elektrische GLC wurde in den ersten drei Monaten häufiger bestellt als jedes andere Elektrofahrzeug in der Geschichte des Unternehmens.“ Mit Modellen wie dem EQC lag die Messlatte vermutlich auch lange Zeit nicht sehr hoch, aber schon mit dem elektrischen CLA hat Mercedes ordentlich nachgelegt – und selbst dieses Modell wird jetzt offenbar deutlich vom elektrischen GLC übertroffen.










Zudem gibt Mercedes einige Einblicke in die hauseigenen Abläufe bei der Komponenten-Herstellung: Während die Batteriesysteme für den EQE per Bahn aus Baden-Württemberg nach Bremen transportiert wurden, beliefert die Mercedes-Tochter Accumotive aus dem sächsischen Kamenz das Werk Bremen mit der neuen Batteriegeneration – im GLC kommt bekanntlich ein 800-Volt-System zum Einsatz. Die elektrischen Antriebseinheiten werden im Werk Sebeș in Rumänien gefertigt. „Der Standort hat sein Produktionsportfolio gezielt um Komponenten für Elektrofahrzeuge erweitert und ist nach Untertürkheim der zweite Standort im globalen Produktionsnetzwerk, der Fahrzeugwerke mit elektrischen Antriebseinheiten versorgt“, so Mercedes.
Von Sebes aus gehen die Elektromotoren – an der Hinterachse handelt es sich um eine Mercedes-Eigenentwicklung mit Zwei-Gang-Getriebe – nicht direkt an das Fahrzeugwerk in Bremen. Das Werk Hamburg übernimmt eine zentrale Rolle bei der Fertigung elektrischer Achsen und weiterer Schlüsselkomponenten für den Antriebsstrang. „Bereits seit 2022 beliefert Hamburg das Werk Bremen mit elektrischen Achsen für den EQE und fertigt nun auch Komponenten für den elektrischen GLC“, erklären die Stuttgarter.
„Wir waren 2019 das erste Werk, das ein Elektrofahrzeug in die laufende Serienfertigung integriert hat. Mittlerweile sind Plug-in-Hybride und vollelektrische Modelle ein fester Bestandteil unseres Produktportfolios. All das – inklusive des erfolgreichen Hochlaufs des neuen GLC – haben wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken, die mit großem Engagement und vollem Einsatz komplexeste Aufgaben bewältigen – jeden Tag, in jeder Schicht“, sagt Michael Frieß, Standortverantwortlicher und Leiter der Produktion des Mercedes-Benz Werks Bremen.
Und Michael Peters, Vorsitzender des Betriebsrats des Mercedes-Benz Werks Bremen, ergänzt: „Mit dem Produktionsstart des GLC haben wir nicht nur dieses Jahr erfolgreich begonnen, sondern einen ersten und ganz wichtigen Schritt in die Zukunft unseres Werkes gemacht. Der GLC präsentiert das neue Gesicht unserer Marke. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses zukunftsweisende Modell bei uns in Bremen bauen dürfen und unsere Produktfamilie damit um ein weiteres Fahrzeug wächst.“





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