Jungheinrich erprobt Flurförderzeuge mit Natrium-Ionen-Batterien
Flurförderzeuge wie etwa Gabelstapler, Schlepper oder Routenzüge wurden in der Vergangenheit meist mit Diesel oder Blei-Säure-Batterien betrieben. Vor mehr als zehn Jahren war Jungheinrich dann der erste Hersteller, der Flurförderzeuge mit Lithium-Ionen-Akkus auf den Markt brachte und somit die schon von E-Autos bekannten Vorteile wie eine hohe Energiedichte und kurze Ladezeiten in der Intralogistik etablierte. Bereits 2017 verzeichnete Jungheinrich dann erstmals einen Großauftrag von mehr als 1.000 Flurförderzeugen mit Lithium-Ionen-Batterien. Seitdem präsentiert Jungheinrich immer wieder Innovationen wie etwa den Hochvolt-Elektrostapler FalcOn.
Doch bei Lithium-Ionen-Batterien soll nicht Schluss sein auf der Innovationskurve. Daher startet Jungheinrich nun Feldtests bei Kunden mit Flurförderzeugen, die erstmals mit Natrium-Ionen-Batterien ausgestattet worden sind. Solche Natrium-Ionen-Akkus gelten als kostengünstigere und nachhaltigere Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien, da sie auf weltweit reichlich verfügbaren Rohstoffen wie eben jenem Natrium basieren, das z.B. aus Meersalz gewonnen werden kann. Sie enthalten keine kritischen Materialien wie Lithium oder Kobalt und sollen zudem durch eine hohe Sicherheit sowie gute Performance bei extremen Temperaturen überzeugen.
„Wir beschäftigen uns intensiv mit neuen Batterietechnologien, um unseren Kunden auch künftig leistungsfähige, nachhaltige und wirtschaftliche Lösungen bieten zu können“, erklärt Martin von Werder, Gruppenleiter Technologieentwicklung bei Jungheinrich. Jungheinrich arbeitet bei dem Vorhaben eng mit internationalen Zellherstellern und Forschungspartnern zusammen, um die Technologie weiterzuentwickeln und auf die spezifischen Anforderungen der Intralogistik abzustimmen. Die bisherigen Labor- und Feldtests liefern bereits wichtige Erkenntnisse zur Lebensdauer, Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Batterien.
Bei welchen Kunden die Flurförderzeuge mit Natrium-Ionen-Batterien erprobt werden und um welche Art oder Arten von Flurförderzeugen es sich überhaupt handelt, das verrät Jungheinrich allerdings nicht. Dafür heißt es von dem Hamburger Unternehmen: „Mit dem Testeinsatz der Natrium-Ionen-Batterie bekräftigt Jungheinrich seinen Anspruch, Innovationen frühzeitig aufzugreifen und aktiv mitzugestalten. Ziel ist es, die Vorteile neuer Technologien schnellstmöglich an die Kunden weiterzugeben und damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Logistik zu leisten.“





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