Forschungscluster „FastBat“ will neue Batterietechnologien schneller marktreif machen
Wie das Attribut „fast“ im Namen des Forschungsclusters ausdrückt, geht es dabei nicht nur um Batterieforschung im Elfenbeinturm, sondern um einen praxisnahen Ansatz, der für ein e schnellere Marktreife von Batterietechnologien sorgen soll. Koordiniert wird „FastBat“ dabei vom auf neue Batterietechnologien spezialisierten Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen von Prof. Achim Kampker.
Kampker sagt: „Derzeitige Entwicklungszyklen sind zu langwierig. Die bisherige Batterieforschung fokussiert sich außerdem überwiegend auf Produkt- und Prozessinnovationen mit einem geringen Technologiereifegrad anstatt auf eine kürzere Markteinführungszeit und eine höhere Flexibilität in den Produktionssystemen.“ Das will das Projekt nun anders machen und auf schnellere Entwicklungszeiten und eine kürzere Time-to-Market setzen.
Das Forschungscluster „FastBat“ ist dabei in fünf Centern organisiert. Das erste soll die methodische Grundlage und Werkzeuge erarbeiten, mit denen Batterien schneller entwickelt und auf den Markt gebracht werden können. Drei weitere Center befassen sich mit der Entwicklung und Optimierung von Batterietechnologien und ‑prozessen, darunter auch die vielversprechenden Festkörperbatterien und Natrium-Ionen-Batterietechnologien. Und das fünfte Center fokussiert sich auf die Implementierung von Innovationen in industrielle Anwendungen sowie in die Ausbildung.
Das für drei Jahre angesetzte Vorhaben ist mit einer Gesamtfördersumme von 50 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ausgestattet, wobei die Mittel aus einem Budget stammen, das Braunkohleregionen mit zukunftsweisenden Forschungsvorhaben zusammenbringen will. Konkret geht es dabei um einen Strukturwandel im Rheinischen Revier hin zu Hightech.
Deshalb ist es auch das Ziel von „FastBat“, im Rheinischen Revier eine eigenständige, wettbewerbsfähige Wertschöpfungskette für Batterie- und Batterierecycling-Technologien aufzubauen. Als Vorbereitung dafür sollen im Projekt mehrere Reallabore entstehen, eine Akademie zum Wissenstransfer aufgebaut und ein Startup-Förderprogramm ins Leben gerufen werden, die einen kontinuierlichen Innovationstransfer sicherstellen sollen.





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