Gezielte Diebstähle legen HPC-Ladestationen bei Neapel lahm

Mehrere HPC-Ladestationen in der Region Neapel sind infolge einer Reihe gezielter Diebstähle außer Betrieb gegangen. Lokalen Berichten zufolge demontierten unbekannte Täter an mehreren von Enel X Way betriebenen Standorten die Ladeinfrastruktur und entwendeten dabei auch wichtige interne Komponenten.

Enel x way ladestation charging station min
Symbolbild

Berichte von E-Auto-Fahrern und aus Online-Communitys für Elektromobilität deuten darauf hin, dass die Vorfälle entsprechende Standorte in Neapel, Chiaiano, Mugnano, Marano, Villaricca und Giugliano betrafen. Die Täter verschafften sich den Berichten zufolge Zugang zu den Ladeschränken und entnahmen die darin befindlichen internen Leistungsmodule, die für das High-Power-Charging (HPC) benötigt werden.

Branchenbeobachter merken an, dass sich diese Angriffe deutlich von typischen Fällen unterscheiden, bei denen es um Ladekabel-Diebstahl des Kupfers wegen geht. Die Entnahme der sogenannten „Power Stacks“ aus HPC-Systemen erfordert technisches Fachwissen über Hochspannungsinfrastrukturen sowie spezielles Werkzeug. Die gestohlenen Module sind für den Betrieb von Schnellladesystemen von zentraler Bedeutung und ermöglichen die Bereitstellung hoher Ladeleistungen.

Es wird erwartet, dass mehrere der betroffenen Ladestandorte über Wochen oder gar Monate hinweg außer Betrieb bleiben, was die Verfügbarkeit von Schnelllademöglichkeiten in der Region weiter einschränkt.

Die Vorfälle werfen zudem Fragen zu möglichen Absatzwegen für derartige spezialisierte Ladehardware auf. Berichten zufolge erfordert die Demontage solcher Ladesysteme – ohne dabei die Ausrüstung zu beschädigen oder ernsthafte Sicherheitsrisiken hervorzurufen – ein hohes Maß an Fachkompetenz.

e-ricarica.it, mobilityportal.eu (beide Italienisch)

Dieser Artikel von Carla Westerheide ist zuerst in unserer englischsprachigen Ausgabe electrive.com erschienen.

1 Kommentar

zu „Gezielte Diebstähle legen HPC-Ladestationen bei Neapel lahm“
TeeKay
23.05.2026 um 12:49
Die Module sollten doch eindeutige Seriennummern, MAC-Adressen o.ä. haben, mit der sie durch die Software und damit durch den Hersteller der Säulen als Diebesgut identifizierbar sind. Denn irgendwie muss die Software ja mit den Modulen kommunizieren, um z.B. das inzwischen überall implementierte Lastmanagement zu betreiben.

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