Cupra will die Crossover-Studie Tindaya in Serie bringen

Cupra-Chef Markus Haupt hat bestätigt, dass er ein vergangenen September auf der IAA in München vorgestelltes Showcar namens Tidaya in den nächsten Jahren auf den Markt bringen will. Damals als Crossover mit einem Range Extender vorgestellt, ist aber noch nicht ganz klar, ob das Serienmodell nicht vielleicht doch vollelektrisch wird.

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Bild: Cupra

Der Tindaya – benannt nach einem Vulkanberg auf Fuerteventura – wäre dabei oberhalb des vollelektrischen Cupra Tavascan angesiedelt und könnte das neue Flaggschiffmodell der spanischen Marke aus dem VW-Konzern werden. Das auf der IAA 2025 ausgestellte Showcar hat eine Länge von 4,72 Meter und eine Systemleistung von 365 kW und wurde für den Messeauftritt als Elektroauto mit Range Extender konzipiert. Zwar gibt es keine Infos zur Batterie, jedoch wurde während der Messe bekannt, dass der elektrische Antrieb um einen 1,5-Liter-TSI-Benzinmotor ergänzt wird, der zusätzlich Strom für die Elektromotoren erzeugt. Laut Cupra soll das Showcar eine rein elektrische Reichweite von ca. 300 km erzielen und eine kombinierte Reichweite von ca. 1.000 km.

 Nun hat Seat-/Cupra-Chef Markus Haupt gegenüber „Autocar“ verraten, dass Designer und Ingenieure an der endgültigen Version des Fahrzeugs arbeiten, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen soll. „Es sieht fantastisch aus – warum sollten wir den Tindaya nicht bauen?“, sagte Haupt. „Wir prüfen derzeit unsere Pläne für den Bau des Tindaya, aber ich kann Ihnen versichern: Dieses Auto wird in einigen Jahren auf den Straßen zu sehen sein.“

Bis zur Einführung des Modells wird es aber noch dauern, denn der Tindaya soll auf der kommenden Scalable Systems Platform (SSP) stehen. Aber die ist noch gar nicht auf dem Markt und wird voraussichtlich kommendes Jahr ihr Debüt in einem ersten Audi-Modell geben, danach auf Porsche ausgeweitet werden und schließlich auch die Grundlage für den VW ID. Golf bilden, der aber wohl erst 2030 auf den Markt kommen wird. In die SSP fließt auch die zonale Elektronikarchitektur und Software aus dem Joint Venture von VW mit dem US-Hersteller Rivian. Auf der SSP-Architektur will der Volkswagen-Konzern perspektivisch rund 30 Millionen Fahrzeuge bauen.

Die SSP wurde eigentlich als rein elektrische Fahrzeugarchitektur konzipiert, unterstützt aber – als Reaktion auf die Marktentwicklung – nun auch Range-Extender-Systeme. Klassische Plug-in-Hybride (PHEV), wie man sie von der aktuellen MQB-Plattform kennt, sind auf der SSP nach heutigem Stand nicht vorgesehen.

Ob der Cupra Tindaya aber schließlich auch wirklich mit Range Extender kommen wird oder doch als vollelektrisches Modell (also die andere Option auf Basis der SSP), das ist noch nicht entschieden. CEO Markus Haupt sagte gegenüber „Autocar“, dass sich die Diskussion zu Antriebsarten täglich und sehr schnell ändere. Der Tindaya werde auf jeden Fall auf einer neuen Plattform des Konzerns laufen. „Aber welche Antriebe werden wir letztendlich haben? Diese Entscheidung haben wir jetzt noch nicht getroffen, und wir wollen so lange wie möglich flexibel bleiben, denn wenn das Auto auf die Straße kommt, müssen wir sicherstellen, dass es die richtigen Antriebe für unsere Märkte und unsere Kunden hat“, so Haupt.

autocar.co. uk, cupraofficial.de (IAA-Showcar)

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