Milence eröffnet seinen ersten Lkw-Ladehub in Dänemark
Ladenetzbetreiber Milence hat seinen ersten öffentlichen Ladehub in Dänemark eröffnet. Der Standort befindet sich nahe Padborg an der deutsch-dänischen Grenze und liegt direkt am skandinavisch-mediterranen TEN-T-Korridor. Er soll als Lade-Knotenpunkt für den grenzüberschreitenden Fernverkehr zwischen Skandinavien und Mitteleuropa dienen.
In der ersten Ausbaustufe stehen vier CCS-Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 400 kW zur Verfügung. Laut Milence sind weitere Ausbauschritte sowie zusätzliche Serviceangebote für Fahrer geplant. Durch die direkte Anbindung an die Autobahn soll der Standort insbesondere den Einsatz elektrischer Lkw im Fernverkehr unterstützen.
37 Ladehubs in neun europäischen Ländern
Mit dem neuen Standort setzt Milence den Ausbau seines europäischen Ladenetzes für schwere Nutzfahrzeuge fort. Das Gemeinschaftsunternehmen von Daimler Truck, der Traton Group und der Volvo Group betreibt nach eigenen Angaben inzwischen 37 Ladehubs in neun europäischen Ländern.
Für die weitere Entwicklung des Netzes setzt das Unternehmen auch auf das Megawatt Charging System (MCS). Die Technologie ist bereits an ersten Standorten im Hafen von Antwerpen-Brügge in Belgien, in Zwolle in den Niederlanden sowie in Landvetter in Schweden verfügbar. Künftig soll die MCS-Technologie schrittweise an weiteren Standorten des Netzwerks eingeführt werden.
Milence plant 1.700 Ladepunkte bis 2027
In Dänemark startet der Ad-hoc-Ladetarif bei 2,799 DKK pro Kilowattstunde zuzüglich Mehrwertsteuer. Bezahlt werden kann per kontaktloser Zahlung, über eMobility-Service-Provider oder mit der Milence Charge Card. Für Flottenkunden bietet das Unternehmen zudem volumenabhängige Tarifmodelle an.
Milence wurde 2022 als Joint Venture von Daimler Truck, Traton und der Volvo Group gegründet. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis 2027 europaweit (einschließlich Großbritannien) mindestens 1.700 Hochleistungsladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge aufzubauen. Damit soll die Ladeinfrastruktur für Batterie-elektrische Lkw und Reisebusse ausgebaut werden. Die beteiligten Hersteller weisen jedoch regelmäßig darauf hin, dass für einen flächendeckenden Hochlauf der Elektromobilität im Schwerlastverkehr zusätzlich weitere Lkw-taugliche Ladeangebote anderer Betreiber erforderlich sein werden.





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