Deutschland kommt auf knapp 204.000 öffentliche Ladepunkte
Gegenüber dem inzwischen nach oben korrigierten Bestand zum 1. April ergibt sich ein Plus von 1.833 Ladepunkten. Für den April weist die Bundesnetzagentur mittlerweile 202.118 öffentlich zugängliche Ladepunkte aus. Ursprünglich hatte die Behörde Anfang Mai noch 200.255 Ladepunkte genannt – auf dieser früheren Basis hätte der Zuwachs binnen eines Monats rechnerisch bei 3.696 Ladepunkten gelegen.
Diese Differenz entsteht durch regelmäßige Nachmeldungen von Inbetriebnahmen durch die Betreiber. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte, die nach dem derzeitigen Stand im April in Deutschland neu hinzugekommen sind, höher liegen dürfte.
Nach aktuellem Datenstand wuchs die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte binnen eines Jahres um 29.531. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Bestand zum 1. Mai 2025 – eine Größenordnung, die die Bundesnetzagentur bereits in den vergangenen Monaten immer wieder ausgewiesen hatte.
Der Großteil der gemeldeten Infrastruktur entfällt weiterhin auf Normalladepunkte. Zum 1. Mai waren 151.452 AC-Ladepunkte verzeichnet. Die Zahl der Schnellladepunkte lag bei 52.499. Zusammen stellen die gemeldeten Ladepunkte eine Ladeleistung von rund 8,75 Gigawatt bereit. Gegenüber dem Stand vom 1. Mai 2025 mit knapp 6,82 Gigawatt entspricht das einem Plus von rund 28,4 Prozent.
Bei den Normalladepunkten dominiert weiter die Leistungsklasse von 15 bis 22 kW. In diese Kategorie fallen inzwischen 112.082 Ladepunkte. Auf Jahressicht entspricht das einem Plus von 14 Prozent. Dahinter folgt die Klasse von 3,7 bis 15 kW mit 36.546 Ladepunkten und einem Zuwachs von zehn Prozent. Die Leistungsklasse bis 3,7 kW spielt im öffentlichen Bereich dagegen nur eine Nebenrolle; hier stieg die Zahl um drei Prozent auf 2.824 Ladepunkte. Insgesamt legten die Normalladepunkte damit binnen eines Jahres um 17.252 Ladepunkte oder 13 Prozent zu.
Die Schnellladepunkte, also die Infrastruktur mit einer Ladeleistung von mehr als 22 kW, legten um 12.279 (+31 %) zu. Im Detail ergibt sich folgendes Bild: In der Klasse von mehr als 22 bis 49 kW zählte die Bundesnetzagentur zum 1. Mai 1.751 Ladepunkte, sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Klasse von 49 bis 59 kW, in die viele klassische 50-kW-Lader fallen, wuchs um 18 Prozent auf 8.048 Ladepunkte.
Deutlich stärker fällt das Wachstum bei höheren Ladeleistungen aus. In der Klasse von 149 bis 299 kW wurden zum Stichtag 20.195 Ladepunkte gezählt, ein Plus von 30 Prozent. Noch kräftiger legten die Klassen darüber und darunter zu: Ladepunkte mit mehr als 59 bis 149 kW kamen auf 4.296 Einheiten und damit 33 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die stärkste Dynamik verzeichnete jedoch die Klasse mit mehr als 299 kW. Sie wuchs um 40 Prozent auf inzwischen 18.209 Ladepunkte.
Auch im Bundesländer-Ranking bleibt die Reihenfolge an der Spitze unverändert. Die meisten öffentlich zugänglichen Ladepunkte weist die Bundesnetzagentur weiterhin für Nordrhein-Westfalen aus. Dort waren zum 1. Mai 40.322 Ladepunkte gemeldet. Es folgen Bayern mit 38.899 Ladepunkten und Baden-Württemberg mit 34.883 Ladepunkten. Alle drei Länder kommen damit inzwischen auf deutlich mehr als 30.000 bis fast 40.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte und haben damit deutlich Abstand zum Viertplatzierten Niedersachsen. Das Bundesland verzeichnete zum Stichtag 20.019 öffentliche Ladepunkte.
EnBW unter den Betreibern führend
Bei den Betreibern führt EnBW mobility+ das Ranking nach Anzahl der Ladepunkte weiter deutlich an. Zum 1. Mai waren dem Unternehmen 11.995 Ladepunkte zugeordnet. Dahinter folgen E.ON Drive mit 4.772 Ladepunkten und Tesla Germany mit 3.878 Ladepunkten.
Nach installierter Nennleistung verschiebt sich die Reihenfolge hinter dem Spitzenreiter. Auch hier liegt EnBW mobility+ mit rund 1,08 Gigawatt vorn. Dahinter folgen Tesla Germany mit 959.500 kW und BP Europe SE, zu der auch Aral Pulse gehört, mit 468.232 kW. Das zeigt zugleich, dass die reine Zahl der Ladepunkte nur einen Teil des Marktes abbildet: Mit dem Ausbau leistungsstarker Schnellladepunkte gewinnt die installierte Ladeleistung als Kennzahl weiter an Bedeutung.





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