Lucid verschiebt Expansion nach Österreich und Spanien wohl auf 2027
Bislang ist der Fußabdruck von Lucid in Europa noch relativ klein: Der Premiumhersteller der E-Limousine Lucid Air und des E-SUV Lucid Gravity ist bislang nur in Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und der Schweiz aktiv. Bei Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen für 2025 hat das Unternehmen dann aber in einer Präsentation für seine Investoren bekanntgegeben, dass es dieses Jahr in gleich sieben weitere europäische Länder expandieren will: Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden und Spanien. Erfolgt ist der Start seitdem erst in Belgien, und zwar vergangene Woche mit der Eröffnung eines Testfahrten-Zentrums in Brüssel.
Nun wird sich aber der Start in Österreich und Spanien aufs kommende Jahr verschieben, wie das Online-Magazin „EV“ berichtet. Dabei beruft es sich auf nicht näher benannte Insider-Informationen. Zudem führt „EV“ an, dass es in der Vergangenheit schon mehrfach zu Verzögerungen bei Markteintritten in Europa gekommen sei. So hat Lucid-Europachef Lawrence Hamilton erst kürzlich in einem Interview eingeräumt, dass zwar Großbritannien ein erstklassiger Standort für Lucid sei, doch ein Marktstart sei erst Anfang 2028 zu erwarten. Zuvor hatte die Führungsriege von einem UK-Start zunächst bereits in 2026 gesprochen, später wurde 2027 daraus und nun eben 2028.
Bei Lucid Motors ist derzeit einiges im Umbruch: Um in Europa und Nahost schneller Fahrt aufnehmen zu können, will das Unternehmen in diesen Regionen von einem Direktvertrieb auf ein hybrides Modell umstellen. Zwar sollen die Direktvertriebstrukturen aus eigenen Flagship Stores und Website erhalten bleiben, zusätzlich werden aber auch unabhängige Vertragshändler ins Boot geholt wie die Automobilhandelsgruppe Wackenhut für Stuttgart und Baden-Baden. Zugleich schreibt Lucid noch immer hohe Verluste und musste wegen Problemen mit einem Zulieferer zwischenzeitlich die Auslieferungen des Lucid Gravity pausieren.





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