Nanuq will Batteriespeicher von Rebaba für Depot-Elektrifizierung nutzen
Im Zentrum der Kooperation stehen dabei wenig überraschend die Batteriespeicher von Rebaba, einem 2023 in Stockholm gegründeten Startup. Dieses setzt wie z.B. auch das deutsche Batteriespeicher-Startup Voltfang auf das Thema Second Life: Ausrangierten E-Auto-Batterien wird dabei ein zweites Leben in einem stationären Energiespeicher ermöglicht.
In solchen Batteriespeichern sieht Nanuq einen wichtigen Enabler für die Ladeinfrastruktur für Depot mit Elektro-Lkw. Denn diese benötigen oft in kurzer Zeit eine hohe Anzahl von Kilowattstunden für ihre großen Batteriesysteme, die oft über 600 kWh an Kapazität haben. Sollen mehrere solcher E-Lkw gleichzeitig laden, so wird das oft zur unüberwindbaren Hürde für Speditionen: Denn die erforderlichen Mittelspannung-Netzanschlüsse sind dafür oft gar nicht oder nur nach teils mehrjähriger Wartezeit verfügbar.
Um auch mit kleiner dimensionierten Netzanschlüssen eine E-Lkw-Flotte laden zu können, empfiehlt Nanuq die Integration von Batteriespeichern. Schließlich kann ein einzelnes Lkw-Ladedepot so viel Leistung benötigen wie eine kleine Fabrik. Und hier können Batteriespeicher als Alternative dafür sorgen, dass Firmen nicht jahrelang auf ihren Mittelspannung-Netzanschluss warten müssen. Denn die Batteriespeicher können auch Strom aus dem Netz ziehen, während gerade kein E-Lkw auflädt, und diesen puffern, bis das nächste Fahrzeug zum Laden kommt.
„Der vollständigen Depotelektrifizierung hat immer ein Baustein gefehlt: ein Speicher, der kostenwettbewerbsfähig ist, für die Anforderungen eines Ladedepots ausgelegt ist und sol ange hält wie die Infrastruktur um ihn herum. Rebaba ist genau dieser Baustein. Wir teilen die Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ein und dasselbe Ziel sind – und diese Partnerschaft erlaubt es uns, das in der gesamten DACH-Region im großen Maßstab zu beweisen“, sagt Fabrice Kathmann, CEO und Mitgründer von nanuq.
„Das ist die Infrastrukturlücke, über die viel zu wenig gesprochen wird. Transportunternehmen verpflichten sich zu elektrischen Flotten, ohne über die Netzkapazität zu verfügen, um sie zu betreiben. Als wir Nanuq trafen, war klar, dass wir zwei Seiten desselben Problems lösen. Gemeinsam machen wir die vollständige Depotelektrifizierung leichter finanzierbar, schneller umsetzbar und deutlich besser skalierbar“, sagt Rebabas CCO Pontus Lund.
Während Rebaba in der Partnerschaft die Batteriespeichersysteme (BESS) aus ausgemusterten Elektrofahrzeug-Batterien in Automobilqualität liefert, bringt Nanuq die Ebene der Depotelektrifizierung ein: Infrastrukturplanung, Ladehardware und arctiqOS, eine Softwareplattform für das Energiemanagement im Depot.
Quelle: per Mail, linkedin.com





0 Kommentare