Xpengs Weltmarkt-Stromer Mona L03 geht in China in den Vorverkauf

Der Mona L03, das erste SUV der Xpeng-Submarke Mona, ist in China ab sofort im Vorverkauf bestellbar. Den Launch des Modells wird Xpeng am 16. Juli feiern – aber nicht in China, sondern in München. Die Botschaft: Der Mona L03 ist ein Stromer für die globalen Märkte.

Xpeng mona l china
Bild: Xpeng

Der Mona L03 ist nach der Limousine M03 das zweite Modell der Xpeng-Submarke. Das Kompakt-SUV wird – zumindest in China – als rein elektrische Variante oder als Range-Extender-Modell erhältlich sein. Die Vorverkaufspreise beginnen dort bei 143.800 Yuan, umgerechnet 18.500 Euro. Angekündigt sind insgesamt sechs Ausstattungsvarianten.

Die BEV-Version bietet laut Xpeng zwei Batterieoptionen für 525 bzw. 625 Kilometer nach CLTC-Zyklus. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll in 6,6 Sekunden möglich sein. Außerdem wird 3C-Schnellladen unterstützt, sodass das Aufladen von 10 auf 80 % laut Hersteller knapp 20 Minuten dauert. Die EREV-Version bietet dank des Reichweitenverlängerers an Bord eine maximale CLTC-Kombireichweite von 1.330 Kilometern. Die rein elektrische Reichweite gibt Xpeng mit 315 Kilometern an.

Positioniert werde das Fahrzeug als „erster smarter und stilvoller SUV für junge Leute“, schreiben chinesische Portale wie CN EV Post. Und zwar auf Anhieb in 64 Ländern und Regionen weltweit. Diese globale Expansion will Xpeng mit dem Mona L03 noch in diesem Jahr erreichen. Entworfen wurde das Modell „von einem globalen Team unter der Leitung von JuanMa Lopez, einem ehemaligen Ferrari-Karosseriedesigner“, heißt es bei CN EV Post weiter.

Das Fahrzeug misst 4,65 x 1,92 x 1,60 Meter bei einem Radstand von 2,85 Metern und wirkt mit seiner Fastback-Optik aerodynamisch und sportlich. Was junge Verbraucher besonders anziehen soll, sind aber das Konnektivitätslevel und die smarten Eigenschaften des Stromers. So ist der L03 serienmäßig mit Xpengs selbst entwickelten Turing-KI-Chip ausgestattet. Die niedrigeren Ausstattungs-Versionen verfügen über einen Chip mit einer Rechenleistung von 750 TOPS, die höheren über zwei Chips mit analog 1.500 TOPS. Letztere unterstützen auch Xpengs Vollversion des VLA-Systems („Vision-Language-Action“) der zweiten Generation.

Grundsätzlich verfügt der Innenraum des L03 unter anderem über einen 15,6-Zoll-Zentralbildschirm, ein fast 27 Zoll großes Head-up-Display, ein Audiosystem mit 20 Lautsprechern sowie einen Zero-Gravity-Beifahrersitz mit Massagefunktion. Der Kofferraum fasst 539 Liter bzw. 1.640 Liter bei umgeklappten Rücksitzen. Im Frunk sollen zudem nochmals 102 Liter Stauraum zur Verfügung stehen. Weiter nennt Xpeng für sein neues Mona-Modell eine V2L-Funktion mit 6 kW.

Zur Einordnung: Der L03 ist nach der Limousine M03 das zweite Modell von Xpengs Mona-Reihe, wird aber anders positioniert. Denn Monas Debüt-Limousine wurde noch gemeinsam mit dem Ride-Hailing-Dienst Didi entwickelt und vor zwei Jahren im August 2024 rein in China auf den Markt gebracht. Das Modell ist bis heute nicht in Europa erhältlich. Ausgeliefert wurden 2025 Marktstart laut CN EV Post knapp 176.000 Einheiten der Mona-Limousine. In den ersten fünf Monaten des aktuellen Jahres hat sich die Dynamik allerdings abgeschwächt: „2026 beliefen sich die kumulierten Auslieferungen auf 48.291 Einheiten, was einem Rückgang von 33,15 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht“, heißt es. Der L03 kommt also gerade zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt, um die Verkaufszahlen der Mona-Marke wieder zu pushen.

Wo der Mona L03 gebaut wird, ist unklar. Für Europa könnte das E-SUV aber bei Magna Steyr in Graz gebaut werden. Denn Xpeng hatte vor einem Monat angekündigt, ein viertes Modell beidem österreichischen Auftragsfertiger produzieren zu lassen. Aber noch wurde kein Modellnamen genannt.

cnevpost.com, carnewschina.com, xiaopeng.com

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