Kia EV4 GT startet ab 57.840 Euro

Mit dem EV4 GT erweitert Kia das Angebot seines E-Kompaktwagens in Deutschland um eine sportliche Spitzenversion. Das neue Topmodell der Baureihe kostet mindestens 57.840 Euro, die Auslieferungen sollen noch im Juli beginnen.

Kia ev4 gt
Bild: Kia

Kurz nachdem Kia den EV4 zum Modelljahr 2027 um eine 195-kW-Allradversion und optionales 22-kW-AC-Laden erweitert hatte, legen die Südkoreaner mit der bereits angekündigten GT-Variante nach. Der EV4 GT wird damit zur neuen Topmotorisierung der Baureihe und reiht sich in Kias wachsende Familie elektrischer GT-Modelle ein, zu der bereits EV3 GT, EV5 GT, EV6 GT und EV9 GT gehören.

Wie die reguläre AWD-Version setzt der GT auf zwei E-Motoren, allerdings mit einem stärkeren Frontmotor: Vorn arbeitet in dieser EV4-Variante ein 145-kW-Motor, an der Hinterachse bleibt es beim 70-kW-Aggregat. Die Systemleistung gibt Kia mit 215 kW an, das maximale Drehmoment mit 468 Nm. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der GT in 5,6 Sekunden und ist damit fast eine Sekunde schneller als der EV4 AWD mit 6,5 Sekunden.

Mit 215 kW bilden der EV4 GT und der EV3 GT den Einstieg in Kias elektrische GT-Familie. Der EV5 GT kommt auf 225 kW, der EV9 GT auf 374 kW. An der Spitze steht der EV6 GT mit einer Systemleistung von 448 kW.

Sportlichkeit definiert Kia beim EV4 GT aber nicht nur über die Antriebsleistung. Das Sportmodell erhält auch eine eigene Fahrwerksabstimmung: Die elektronische Dämpferkontrolle (ECS) passt die Dämpfung kontinuierlich an und kann über das „Road Preview“-System etwa Schlaglöcher erkennen. Ein spezieller GT-Fahrmodus verändert Kraftübertragung, Lenkungsrückmeldung, Federung und Cockpit-Displays. Wie bei den anderen GT-Modellen der Marke sind zudem das virtuelle Schaltgetriebe Virtual Gear Shift, das Gangwechsel haptisch und optisch simuliert, sowie der künstlich erzeugte Motorsound Active Sound Design an Bord.

Bis zu 505 Kilometer Reichweite

Bei der Batterie gibt es keine Überraschung: Der GT nutzt ausschließlich die große Batterie mit einem Energieinhalt von 81,4 kWh. Die WLTP-Reichweite gibt Kia mit bis zu 505 Kilometern an – wer sich für die optional erhältlichen Performance-Reifen von Michelin auf den GT-spezifischen 20-Zoll-Rädern entscheidet, muss mit 473 Norm-Kilometern auskommen. Der DC-Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent dauert wie bei den übrigen Varianten des 400-Volt-Stromers rund 31 Minuten.

Auch der jüngst für Earth und GT-Line eingeführte 22-kW-Onboard-Lader ist für den GT optional erhältlich. Er verkürzt die AC-Ladezeit von zehn auf 100 Prozent um mehr als drei Stunden auf 3:55 Stunden (11 kW: 7:15 Stunden). Und wie die AWD-Version darf auch der GT gebremst bis zu 1,5 Tonnen ziehen. Das Kofferraumvolumen gibt Kia mit 359 Litern an und somit nochmals etwas weniger als die 390 Liter der regulären Allradvariante.

Nahezu Vollausstattung ab Werk

Äußerlich ist der GT an den 20-Zoll-Leichtmetallrädern, neonfarbenen Bremssätteln mit GT-Schriftzug und einer vertikalen Rippenstruktur an Front- und Heckschürze zu erkennen. Serienmäßig kommt er in Zweifarblackierung mit schwarzem Dach, die Karosseriefarbe Blue Flame Metallic ist ohne Aufpreis erhältlich. Innen setzen sich die GT-typischen Neon-Akzente an Halbschalen-Sportsitzen, Sportlenkrad und Sicherheitsgurten fort.

Die Serienausstattung fällt üppig aus: Elektrisch einstellbare und belüftete „Premium Relaxation“-Sportsitze vorn, Harman/Kardon-Soundsystem, Head-up-Display, Wärmepumpe, sensorgesteuerte elektrische Heckklappe, V2L-Funktion samt V2X-Hardware-Vorbereitung (V2H/V2G) und das komplette Assistenzpaket des EV4 sind ab Werk an Bord. Die Aufpreisliste beschränkt sich im Wesentlichen auf die Michelin-Reifen, ein Glasdach mit Schiebedach, den „Digital Key 2.0“ und alternative Lackierungen. Der 22-kW-Onboard-Lader ist nicht serienmäßig verbaut und kostet optional 990 Euro.

Mit dem Grundpreis von 57.840 Euro liegt der EV4 GT rund 5.900 Euro über dem EV4 GT-Line AWD (51.940 Euro) und etwa 9.100 Euro über dem EV4 Earth AWD (48.730 Euro). Gebaut wird der GT wie alle EV4-Varianten im slowakischen Zilina. Die Auslieferungen sollen noch im Juli beginnen. Details zum EV4 Fastback im Modelljahr 2027 sowie zu dessen GT-Variante will Kia erst zum jeweiligen Bestellstart nennen.

Quelle: Info per E-Mail

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