Österreich: E-Auto-Zulassungen klettern auf ein Niveau mit Benzinern

Österreich meldet für das erste Halbjahr 40.060 neue Elektro-Pkw – 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anteil von reinen Elektroautos an allen Pkw-Neuzulassungen erreichte damit in den ersten sechs Monaten des Jahres 24,3 Prozent – und liegt nur noch haarscharf hinter den reinen Benzinern.

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Bild: Wien Energie

In Österreich lässt sich der Hochlauf der Elektromobilität an der Zulassungsstatistik von Statistik Austria ablesen. Allein im Juni kamen 8.993 neue Elektroautos hinzu. Das sind 44 Prozent mehr als im Juni 2025. Der E-Anteil sprang damit in Österreich auf Monatsbasis erstmals über die 26-Prozent-Marke (exakt: 26,3%). Bereits im Mai und April ging es über die 25 Prozent hinaus. Zuvor lag er knapp über 20 Prozent.

Der österreichische Gesamtmarkt erlebte im ersten Halbjahr ebenfalls einen Zuwachs auf 164.529 Pkw, ein stattliches Plus von 15 Prozent gegenüber H1/2025. Im Juni lagen die Gesamtzulassungen sogar 23 Prozent über dem Vorjahr. „Der Aufwärtstrend bei den Pkw-Neuzulassungen hält seit mittlerweile einem ganzen Jahr an und gewann im Juni 2026 weiter an Dynamik. […] Zwei Drittel der im ersten Halbjahr neu zugelassenen Autos hatten einen alternativen Antrieb“, kommentiert Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Genau genommen zählten die Statistiker 107.836 Einheiten zu den Pkw mit alternativen Antriebssystemen (+27% YoY). Zu den genannten 40.060 neuen Elektro-Pkw (+8.526; +27,0% YoY) kamen zwischen Januar und Juni 60.910 Benzin-Hybrid (+15 276; +33,5% YoY) und 6.864 Diesel-Hybrid-Pkw (−819; −10,7% YoY) hinzu. Außerdem der Vollständigkeit halber zwei Pkw mit Wasserstoffantrieb. Wie üblich geht aus der Mitteilung von Statistik Austria allerdings nicht hervor, wie sich die Hybrid-Zahlen auf Mild-, Voll- und Plug-in-Hybride verteilen. Bestimmte Hybridvarianten sind dabei näher mit reinen Benzinern verwandt als mit Elektroautos. Statistik Austria fasst den Begriff „alternative Antriebe“ entsprechend weit. Das muss man wissen.

Klar dagegen: Die rein konventionell angetriebenen Pkw verharren an Ort und Stelle oder verlieren an Boden. Benziner kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 40.509 Neuzulassungen, was fast identisch zum Vorjahreswert ist. Diesel-Pkw erreichten 16.184 Neuzulassungen und lagen damit 8,3 Prozent unter der Marke von H1/2025. Auf die Marktanteile übertragen, teilten sich den Pkw-Neuwagenmarkt in den ersten sechs Monaten des Jahres allen voran Benzin-Hybride (37,0%), Benziner (24,6%) und Elektroautos (24,3%) auf. Einen Bedeutungsverlust mussten Diesel (9,8%) und Diesel-Hybride (4,2%) hinnehmen.

Zoomt man auf den Juni 2026 mit seinen 34.256 Pkw-Neuzulassungen (+22,9% YoY) ergibt sich folgendes Bild: Elektro-Pkw legten um 44% auf 8.993 Einheiten zu, ebenso Benzin-Hybride (13.271 Einheiten; +44% YoY), wohingegen Diesel-Hybrid um 12 Prozent auf 1.241 Einheiten absackten. Benziner vereinten im Vormonat 7.577 Pkw auf sich (+1,4% YoY), Diesel kamen noch auf 3.174 Autos (−10,5% YoY). Daraus ergeben sich folgende Marktanteile: Vorne liegen Benzin-Hybride mit 38,7 Prozent. An zweiter Stelle folgen im Juni schon die E-Autos mit 26,3 Prozent, anschließend die Benziner (22,1%). Nur noch einen einstelligen Anteil haben Diesel (9,3%), gefolgt von Diesel-Hybriden (3,6%).

Noch interessant: Die Zulassungen verteilten sich in Österreich im ersten Halbjahr zu etwa einem Drittel auf Private (35,8%) und zu zwei Dritteln auf juristische Personen, Firmen und Gebietskörperschaften (64,2 %). Bei den Privathaltern entfielen wiederum bereits 34 Prozent aller Zulassungen auf Elektroautos. Also 10 Prozentpunkte mehr als bei Einbeziehung aller Halter.

Beim Ranking der beliebtesten Marken von rein elektrischen Pkw rangierte in Österreich im ersten Halbjahr Tesla mit einem Anteil von 10,6 Prozent am E-Auto-Markt knapp vor Skoda (10,5 %), BMW (9,9 %) und BYD (9,8 %). Auffällig zudem die Dynamik bei einigen der Top-10-Marken: Die größten Zuwächse bei den E-Auto-Zulassungen in Österreich verzeichneten Kia (+112% YoY), Skoda (+63% YoY) und Mercedes (+57% YoY).

statistik.at (PDF)

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