Kia ruft für sportlichen EV3 GT 54.000 Euro auf
Die Sportversion des EV3 ist bei Kia ab sofort in Deutschland konfigurier- und bestellbar. Der allradgetriebene Kompaktwagen sprintet in 5,7 Sekunden auf Tempo 100 und soll für Kia in der strombetriebenen Performance-Klasse punkten. Vorgestellt hatten die Koreaner die neue Topversion der Baureihe bereits im Januar auf der Automesse in Brüssel – und zwar flankiert von ebenfalls ausgestellten GT-Varianten des EV4 und EV5. Klar ist seitdem: Die sportlichen 400-Volt-Stromer erhalten einen Allradantrieb, müssen aber mit weniger Leistung als die GT-Varianten der 800-Volt-Modelle auskommen.
Hintergrund ist, dass Kia bei seinen Performance-Ablegern bisher den EV6 GT und EV9 GT im Angebot hat, die beide auf der 800-Volt-Variante der reinen Elektro-Plattform E-GMP basieren und mit ihren Allradantrieben auf Leistungen von 478 kW (EV6 GT) bzw. 374 kW (EV9 GT) kommen. Dabei handelt es sich um hecklastige Allradantriebe, da die 800-Volt-Version der E-GMP den Hauptantrieb an der Hinterachse hat. Bei der 400-Volt-Variante der Plattform für die kleineren und günstigeren Kompakt-Modelle ist nicht nur die Spannungslage der Antriebsbatterie anders, sondern der Hauptantrieb sitzt bei den bisher verfügbaren Varianten des EV3, EV4 und EV5 an der Vorderachse. Für die im Januar vorgestellten GT-Modelle wird diese Antriebseinheit also um einen weiteren, etwas schwächeren Elektromotor an der Hinterachse ergänzt.




So auch beim 4,31 Meter langen EV3 GT, der auf diese Weise einen 215 kW starken Allradantrieb mit 468 Nm Drehmoment erhält. Für die Vorderachse gibt Kia die Leistung mit 145 kW an (reine Fronttriebler kommen auf bis zu 150 kW), ergänzt durch eine 70 kW starke Antriebseinheit an der Hinterachse. Die im April vorgestellte „normale“ Allradversion des EV3 ohne Sport-Ambitionen kommt hingegen auf 195 kW Systemoutput. Gemeinsam ist allen Allradlern aber die Batterie: Die GT-Version wird einzig mit dem 81,4 kWh großen „Long Range“-Akku für 501 Kilometer Reichweite angeboten (während bei den Fronttrieblern auch ein 58,3-kWh-Akku verfügbar ist).
Geladen werden kann die Batterie mit einer Ladeleistung von 128 kW. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent gibt Kia mit 31 Minuten an. Und: Durch einen optional erhältlichen 22-kW-On-Board-Charger können beim GT auch AC-Ladevorgänge künftig deutlich beschleunigt werden. Die folgende Tabelle zeigt die EV3-Baureihe im Überblick:
| EV3 Standard Range | EV3 Long Range | EV3 AWD | EV3 GT | |
|---|---|---|---|---|
| Antrieb | FWD | FWD | AWD | AWD |
| Leistung | 150 kW | 150 kW | 195 kW | 215 kW |
| Drehmoment | 283 Nm | 283 Nm | 385 Nm | 468 Nm |
| Beschleunigung | 7,6 s | 7,9 s | 6,6 s | 5,7 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 170 km/h | 170 km/h | 170 km/h | tbd |
| WLTP–Reichweite | 436 km | 605 km | 572 km | 501 km |
| Batteriekapazität | 58,3 kWh | 81,4 kWh | 81,4 kWh | 81,4 kWh |
| Ladeleistung DC | 101 kW | 128 kW | 128 kW | 128 kW |
| Ladezeit DC 10-80% | 29 min | 31 min | 31 min | 31 min |
| Preis | 35.990 Euro | 41.390 Euro | 46.880 Euro | 53.990 Euro |
On top verfügt der EV3 GT über „eine elektronische Dämpferkontrolle (ECS) mit GT-spezifischer Abstimmung, eine optimierte Kurvenstabilität und 20-Zoll-Leichtmetallräder mit leistungsorientierten Reifen“, so Kia. Hinzukommen die üblichen GT-spezifischen Design- und Ausstattungselemente sowie eine „luxuriöse Serienausstattung und umfassende Konnektivität von KI-Assistent bis Videostreaming“.
Alle GT-Modelle eint zudem ein spezieller GT-Fahrmodus, der die Kraftübertragung, die Lenkungsrückmeldung, die Federung und die Cockpit-Displays anpasst und so ein „besonders fokussiertes und eindrucksvolles Fahrerlebnis“ bieten soll. Von den „großen“ 800-Volt-GT-Modellen abgeleitet sind außerdem das virtuelle Schaltgetriebe (Virtual Gear Shift, VGS) und das künstlich erzeugte Motorgeräusch (Active Sound Design, ASD). „Während VGS die Gangwechsel eines Automatikgetriebes haptisch und optisch eindrucksvoll simuliert, reagiert ASD dynamisch auf Geschwindigkeits- und Lastwechsel und erzeugt dadurch eine lebendige digitale Klangkulisse“, erklärt Kia. „Zusammen sorgen diese Innovationen für ein zukunftsweisendes, emotionsgeladenes Fahrerlebnis.“ Die Systeme können auf Wunsch aber auch abgeschaltet werden.
Die Auslieferung des EV3 GT soll Anfang August starten. Auch der EV4 GT und der EV5 GT dürften bald folgen. Denn den Produktionsstart aller drei neuen GT-Stromer hatte Kia im Januar für das zweite Quartal 2026 angekündigt.
Quelle: Infos per E-Mail




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