MAN treibt Elektrifizierung seiner Werkslogistik voran
Seit mittlerweile reichlich eineinhalb Jahren liefert MAN seinen eTGX an Kunden aus. Dabei handelt es sich um das erste vollelektrische Modell der Münchner für den Fernverkehr, die Reichweite liegt bei rund 500 Kilometern. Und so sollen nun auch die fünf neuen eTGX familiengeführte Logistikunternehmen J.S. Logistics mit Sitz in Kirkel (Saarland) auf der Langstrecke punkten – konkret vor allem zwischen Ungarn und Deutschland.
Denn die fünf vollelelektrischen Sattelschlepper werden vor allem im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Ungarn und Deutschland eingesetzt. Ein Novum für die MAN-Werkslogistik, das solche Relationen vollelektrisch umgesetzt werden können.
Dabei kommen die E-Trucks sowohl auf direkten Verbindungen als auch in gebündelten Transporten über zentrale Umschlagpunkte zum Einsatz. Auf der Route zwischen Lébény (Ungarn) und dem MAN-Werk München (rund 520 km pro Richtung) verkehren die Fahrzeuge im sogenannten Begegnungsverkehr: Zwei E-Lkw fahren sich entgegen und tauschen unterwegs ihre Anhänger. Die Transporte erfolgen dabei als Full Truckload, bei denen jeweils die komplette Ladung eines Kunden ohne Zwischenstopps befördert wird. Ein weiteres Fahrzeug übernimmt Transporte vom Logistikzentrum im ungarischen Györ und liefert gebündelte Waren in die MAN-Werke, insbesondere nach München.
Zudem werden drei eTGX über das Logistikzentrum von JS Logistics in Kirkel eingesetzt. Von dort aus werden Lieferungen aus Frankreich, Spanien/Portugal sowie Großbritannien/Irland vor allem in die Werke nach München (ca. 400 km) und Nürnberg (ca. 350 km) transportiert.
Jerome Schüssler, Inhaber und Managing Director von JS Logistics,sagt: „Die Integration der vollelektrischen MAN eTGX in unsere Transportprozesse ist ein Meilenstein für unser Unternehmen. Gemeinsam mit MAN gestalten wir nachhaltige Logistiklösungen und sammeln wichtige Erfahrungen im grenzüberschreitenden Einsatz der Elektromobilität.“
Michael Kobriger, Vorstand Produktion & Logistik bei MAN Truck & Bus, ergänzt: „Mit dem Einsatz der eTGX in unserer eigenen Produktionslogistik zeigen wir gemeinsam mit starken Partnern, dass emissionsfreier Schwerlastverkehr bereits heute im realen Betrieb funktioniert. Wir treiben die Transformation konsequent voran – sowohl für unsere Kunden als auch im eigenen Netzwerk.“
MAN peilt an, bis Mitte 2026 zusammen mit verschiedenen Logistik-Partnern rund 50 Elektro-Lkw für die Inbound-Transporte einzusetzen und parallel die Ladeinfrastruktur in den MAN-Werken und -Serviceniederlassungen weiter auszubauen. Dabei erprobt MAN seit kurzem zusammen mit dem Startup Fryte eine neue Reservierungsfunktion für Ladeslots in den Anlieferzonen von drei MAN-Werken. Daran nehmen die Transportunternehmen Kloiber, Johann Dettendorfer Spedition, Jan de Rijk Logistics und Schachinger Logistik teil. Bereits seit Herbst 2024 – und damit seit dem Marktstart des eTGX – arbeitet MAN an der schrittweisen Integration Batterie-elektrischer Lkw in das eigene Logistiknetzwerk. Zudem verwendet MAN seine E-Trucks auch für Kundenauslieferungen von Lkw.





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