MG kündigt neue PHEV-Technologie mit halbfesten Akkus für 2027 an

MG hat beim Tech Day in London seine Technologiestrategie für die kommenden Jahre vorgestellt. Der Hersteller kündigt eine neue Plug-in-Hybrid-Generation mit Semi-Feststoffbatterie, weiterentwickelte Fahrerassistenzsysteme sowie einen Autobahnassistenten für 2027 an. Zudem laufen bereits Tests mit Robotaxis der Automatisierungsstufe 4.

Solidcore battery x plug in hybrid
MG zeigt in London neue PHEV- und ADAS-Technologien
Bild: MG Motors

Im Mittelpunkt der präsentierten Unternehmensstrategie stehen eine neue Plug-in-Hybrid-Generation, Semi-Feststoffbatterien für künftige PHEV-Modelle sowie die Weiterentwicklung automatisierter Fahrfunktionen bis hin zu Testfahrten mit Robotaxis der SAE-Stufe 4. Zur künftigen Rolle von Batterie-elektrischen Fahrzeugen äußert sich MG in seiner offiziellen Mitteilung zur Technologiestrategie unterdessen nicht. Die meisten der angekündigten Technologien sollen ab 2027 schrittweise in Serienfahrzeugen eingeführt werden. Allen voran die neue „Plug-in-Hybrid+“-Generation, die 2027 zunächst im MG ZS Plug-in Hybrid+ eingeführt werden soll.

Das Antriebssystem kombiniert dabei neu entwickelte 1,1- und 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem neuen Hybridgetriebe, das je nach Fahrsituation automatisch zwischen elektrischem Fahren, Hybridbetrieb und direktem Verbrennerantrieb wechselt. Nach Angaben von MG erreichen die Motoren einen thermischen Wirkungsgrad von mehr als 42 beziehungsweise 43 Prozent. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll in weniger als sechs Sekunden gelingen. Parallel steht der Einsatz einer neuen SolidCore-Batterietechnologie für alle künftigen „Plug-in-Hybrid+“-Modelle an. Die Semi-Feststoffbatterie soll eine höhere Energieeffizienz, eine schnellere Leistungsabgabe sowie eine stabilere Performance bei niedrigen Temperaturen und geringem Ladezustand bieten. Den Anfang werden laut MG drei neue SUV-Baureihen in den Segmenten B, C und D machen.

Mg next generation parking technology
Das System „One-Touch iAD“ unterstützt automatisierte Parkmanöver
Bild: MG Motors

Auch bei den Fahrerassistenzsystemen kündigt MG den nächsten Entwicklungsschritt an. Grundlage seien Daten aus rund 1,2 Millionen Testkilometern in 24 europäischen Ländern. Ende 2027 soll erstmals ein neuer SUV mit dem Autobahnassistenten „Navigate On Autopilot“ (NOA) auf den Markt kommen. Das System unterstützt unter Aufsicht des Fahrers unter anderem beim Auffahren auf Autobahnen, bei Spurwechseln und Überholmanövern. Ergänzend entwickelt MG automatisierte Parkfunktionen weiter und arbeitet nach eigenen Angaben bereits an Robotaxis der SAE-Stufe 4, die derzeit in Europa, dem Nahen Osten und China erprobt werden.

Die Ankündigungen fallen in eine Phase, in der sich auch der regulatorische Rahmen für automatisiertes Fahren weiterentwickelt. Erst vor Kurzem verabschiedete die UNECE den weltweit ersten international harmonisierten Rechtsrahmen für vollständig autonome Fahrzeuge. Während MG zunächst Fahrerassistenzsysteme und Robotaxis der SAE-Stufe 4 entwickelt, könnten die neuen Vorgaben den späteren Serieneinsatz entsprechender Technologien erleichtern.

Die Technologieoffensive reiht sich zudem in die Europa-Strategie von MG ein. Anfang Juni kündigte die SAIC-Tochter den Bau ihres ersten europäischen Werks im spanischen Ferrol an, das 2028 die Produktion aufnehmen soll. Parallel entwickelt MG seine Fahrerassistenzsysteme nach eigenen Angaben gezielt auf Basis europäischer Verkehrsdaten und verfolgt damit seine Strategie „In Europe, for Europe“.

mg.co.uk

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