14.11.2017

Fisker forscht an Festkörperbatterien für mehr Reichweite

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Fisker hat ein Patent für Festkörperbatterien eingereicht, die eine besonders hohe Energiedichte bieten sollen. Eine Kommerzialisierung in E-Autos mit 800 km Reichweite wird ab dem Jahr 2023 angestrebt. 

Die Solid-State-Akkus von Fisker sollen eine 2,5-fach höhere Energiedichte gegenüber herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien bieten und durch Fortschritte bei Material und Herstellung besonders günstig produziert werden können. Interessant ist zudem, dass an der Entwicklung der Fisker-Akkus ein Mitbegründer der von Dyson übernommenen Batteriefirma Sakti3 beteiligt ist. Dyson plant bei seinem kürzlich angekündigten E-Auto ebenfalls mit Solid-State-Akkus. Fisker proklamiert nun mögliche Reichweiten von 800 Kilometer bei entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen. Auch von einer unfassbar kurzen Ladezeit ist die Rede: Angeblich soll ein Ladevorgang bei der Festkörperbatterie von Fisker nur eine Minute dauern. Das wäre der Durchbruch.

Auch Hyundai arbeitet offenbar an einer neuen Batterie-Generation mit Feststoffelektrolyt. Mit einer Serienproduktion rechne man allerdings nicht vor 2025. Unabhängig von Hyundai sollen auch die koreanischen Batterie-Hersteller Samsung SDI und LG Chem an Feststoffakkus forschen. Und Toyota hofft mit der Solid-State-Technologie die Energiedichte im Vergleich zu einer gleich großen Lithium-Ionen-Zelle um rund 50 Prozent erhöhen zu können.

Der Zulieferer Continental kann es sich ebenfalls „gut vorstellen“, in den Aufbau einer Fertigung von Solid-State-Batterien für E-Fahrzeuge einzusteigen. Am liebsten im Rahmen eines Konsortiums. Das sagte Vorstandschef Elmar Degenhart in einem Interview. Im Gespräch mit electrive.net hatte zuletzt auch Prof. Dr.-Ing. Matthias Busse, Leiter der Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität, dieser Technologie die größten Chancen eingeräumt. Dass der Festkörperbatterie die Zukunft gehört, ist offenbar breiter Konsens.
autoblog.com, greencarcongress.comautomobilwoche.de (Bezahlschranke)

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2 Kommentare zu “Fisker forscht an Festkörperbatterien für mehr Reichweite

  1. Batterietechnologie ist die Antriebstechnologie der Zukunft analog zu der Verbrenner Technologie der Vergangenheit. Dementsprechend müssten in Deutschland Mercedes, BMW und VW als die deutschen Motoren Hersteller reagieren. Zum Agieren ist schon zu viel Zeit verstrichen. Nur auf dem Weltmarkt zuzukaufen kann nach hinten los gehen, ich denke an zugekauftes Zubehör z.B. Takata.

  2. Was ist denn aus der Graphen-Batterie geworden?

    „Angeblich soll ein Ladevorgang bei der Festkörperbatterie von Fisker nur eine Minute dauern.“

    Hat das mal jemand berechnet, welche Leistung das für die Ladesäule bedeuten würden?
    Sagen wir mal wir könnten mit einem 100 kWh Akku 800 km weit fahren (was eher nicht reicht…)
    -> 100 kWh in 1 h Laden = 100 kW (bei 800 V = 125 A) OK
    100 kWh in 1/60 h Laden = 6 MW (bei 800 V = 7500 A) ???

    Also alleine von der Leistung her ist das schon utopisch und für den Strom könnte man dann direkt Supraleiter nehmen…

    Klingt für mich nicht so richtig überzeugen…