17.11.2017

VW beschließt Milliarden-Investition in E-Mobilität

Standort Zwickau wird zum E-Mobilitäts-Werk umfunktioniert

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Volkswagen hat jetzt in seiner Konzern-Planungsrunde für die Jahre 2018 bis 2022 Investitionen von über 34 Mrd Euro in die vier Zukunftstechnologien E-Mobilität, das autonome Fahren, neue Mobilitätsdienste und die Digitalisierung beschlossen.

Der größte Teil des Geldes fließt in die im Rahmen der „Roadmap E“ angekündigte Elektrifizierung aller Konzernmodelle. Für den weiteren Ausbau der modularen Fertigung, die Fortführung der Modell-Offensive sowie die weitere Ausrichtung auf Elektromobilität investiert die Kernmarke Volkswagen von 2018 bis 2022 weltweit rund 22,8 Mrd Euro. In die deutschen Standorte fließen rund 14 Mrd Euro. In die Fortentwicklung der deutschen Komponenten-Standorte investiert VW in Braunschweig mehr als 750 Mio Euro, in Zwickau rund 1 Mrd Euro, in Kassel rund 1,5 Mrd Euro und in Salzgitter mehr als 800 Mio Euro.

Für die anstehenden Herausforderungen hat der Konzern im Zuge der Planungsrunde auch seine Werkbelegung optimiert: Der Standort Zwickau wird für den Start der ersten europäischen Serienproduktion von Elektrofahrzeugen auf der MEB-Plattform zum reinen „E-Mobilitäts-Werk“ umgestaltet. Damit bestätigen sich die früheren Berichte zu einer Bündelung der E-Auto-Produktion in der sächsischen Stadt.




Derweil teilt Skoda mit, dass das erste von insgesamt fünf geplanten rein elektrischen Modellen ab 2020 im tschechischen Werk Mladá Boleslav produziert wird. Bereits ab 2019 werden dort auch elektrische Komponenten für Plug-in-Hybrid-Modelle verschiedener Marken des Volkswagen-Konzerns gefertigt. Das erste elektrifizierte Skoda-Modell, der für 2019 angekündigte Superb mit Plug-in Hybrid, wird ebenfalls in Tschechien gebaut – allerdings nicht in Mladá Boleslav, sondern in Kvasiny.

Wie berichtet, startet der Volkswagen-Konzern mit seiner Roadmap E eine gigantische Elektrifizierungsoffensive. Ganze 80 neue Elektrofahrzeuge bringen die Konzernmarken von Volkswagen bis 2025 auf den Markt. Im Detail werden die Töchter insgesamt 50 rein elektrische Fahrzeuge und 30 Plug-in-Hybride anbieten, zu denen auch die Fahrzeuge der I.D.-Familie gehören. Die neue Fahrzeuggeneration wird fast gleichzeitig in Europa, China und den USA anlaufen. 2020 liegt das Produktionsvolumen mit dem Start des Volkswagen I.D. bei 100.000 Fahrzeugen, für 2025 sind mindestens eine Million VW-Stromer geplant.

Nicht ganz unwichtig: In der Planungsrunde sind nicht die Investitionen der Joint-Venture-Gesellschaften in China enthalten. Diese Gemeinschaftsunternehmen finanzieren die Investitionen in die chinesischen Werke und Produkte aus eigenen Mitteln. In China will der Volkswagen-Konzern zusammen mit seinen Partnern bis 2025 zehn Milliarden Euro in die Elektro-Offensive stecken.
volkswagen-media-services.com (Planungsrunde), volkswagen-media-services.com (Details)




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17.11.2017 15:39