31.07.2018 - 11:10

Gigafactory: Tesla in Gespräch mit deutschen Behörden?

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Tesla hat bereits erste Gespräche mit Verantwortlichen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland über den Bau seiner ersten Gigafactory in Europa zur Herstellung von Elektroautos und Batterien unter einem Dach geführt, will das „Wall Street Journal” von Insidern erfahren haben.

++ Dieser Beitrag wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Diese beiden Bundesländer seien für den Elektroauto-Pionier vor allem wegen ihrer Nähe zu Frankreich, dem wichtigsten Markt für Tesla in Europa, interessant, heißt es weiter. Die Gespräche befänden sich aber noch in einem frühen Stadium. Auch die Niederlande kommen offenbar als potenzieller Standort für die Europa-Gigafactory in Betracht.

Die amerikanische Wirtschaftszeitung beruft sich bei den neuen Informationen auf “mit der Angelegenheit vertraute Personen”. Tesla-Chef Elon Musk hatte im Juni per Twitter allerdings selbst ein entsprechendes Szenario nahegelegt, indem er Deutschland für den Bau einer europäischen Gigafabrik als „erste Wahl“ bezeichnete und konkretisierte, dass er sich eine solche Produktionsstätte an der deutsch-französischen Grenze vorstellen könne, in der Nähe zu den Benelux-Ländern Belgien, Niederlande und Luxemburg.

Ende Juni wiederum machte Ministerpräsident Tobias Hans Musk das Saarland via Twitter schmackhaft und kündigte ein gemeinsames Schreiben mit Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger an, “um noch einmal auf die besonderen Standortstärken des Saarlandes hinzuweisen und das Angebot aktiver Unterstützung zu machen“.

Fakt ist, dass Teslas europäisches Montagewerk im niederländischen Tilburg und der 2016 von Tesla übernommene Maschinenbauer Grohmann im rheinland-pfälzischen Prüm angesiedelt sind. Es würde also Sinn machen, die Fabrik “in der Nähe” hochzuziehen.

Update 02.08.2018: Immer mehr deutsche Bundesländer bieten sich inzwischen als Standort für die erste Gigafactory von Tesla in Europa an. Nach Rheinland-Pfalz und dem Saarland bringen sich nun auch Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern ins Gespräch.

NRW ließ etwa über sein Wirtschaftsministerium verlauten: „Das Land hat über seine Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Invest auf verschiedenen Kanälen Kontakt zu Elektromobilitäts-Anbietern in aller Welt aufgenommen, auch zu Tesla Motors.“ NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) legt den Kaliforniern allen voran den geplanten Green Battery Campus in Euskirchen als idealen grenznahen Standort ans Herz.

Unterdessen kommen aus dem Süden des Landes folgende Statements: „Baden-Württemberg hat als international führender Automobilstandort und wichtiges Entwicklungszentrum für mobile Zukunftslösungen großes Interesse an innovativen Neuansiedlungen wie etwa von Tesla“, so eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Stuttgart gegenüber der „Welt“. Bayerns Landwirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) spricht derweil von „exzellenten Voraussetzungen“ für eine Ansiedlung in Bayern. Als möglichen Standort nennt er die Region Hof in Nordostbayern.
automobilwoche.de, rundschau-online.de (NRW), welt.de (BaWü), automobilwoche.de (Bayern)




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