04.12.2018

Exklusiv: 60-kWh-Leaf kommt ohne Flüssigkeitskühlung

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Der Nissan Leaf mit 60-kWh-Batterie wird am 08. Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) der Öffentlichkeit vorgestellt. Das hat electrive.net exklusiv aus Händlerkreisen erfahren. Der Modelljahrgang 2019 wird dann ab Mai in Europa zu haben sein – mit erhöhter DC-Ladeleistung, aber ohne Flüssigkeitskühlung.

Die Informationen zu der neuen Leaf-Version mit der zusätzlichen Bezeichnung „E-Plus“ hatten sich zuletzt verdichtet. Angeblich war eine Präsentation Ende November wegen der Affäre um Carlos Ghosn kurzfristig abgeblasen worden. Nun gibt es einen neuen Termin für die Vorstellung: Der neue Stromer von Nissan wird seine Premiere in den USA feiern, genauer gesagt in Las Vegas im Rahmen der CES. So viel ist am 2019er Modelljahrgang allerdings nicht neu: Veränderungen werden jedenfalls nicht an der Optik zu erkennen sein. Zentrale Verbesserung ist die oft kolportierte – und nun bestätigte – größere Lithium-Ionen-Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 60 Kilowattstunden. Quasi als nützliches Abfallprodukt entsteht auch eine höhere Gleichstrom-Ladeleistung. Nissan verdoppelt diese beim Leaf E-Plus auf 100 kW. Der japanische Schnellladestandard CHAdeMO wird dem Leaf dabei erhalten bleiben.

Kommuniziert wurden diese Informationen gestern auf einer Veranstaltung für Nissan-Händler. Dabei ging angeblich ein Raunen durch die Reihen, als klar wurde, dass auch die 60-kWh-Batterie ohne Flüssigkeitskühlung auskommen muss. Das Fehlen einer solchen aktiven Wärmeableitung hat schon bei der aktuellen Akku-Generation (40 kWh) zu dem als Rapidgate bekannten Problem geführt, dass die DC-Ladeleistung bei mehrmaliger Anwendung oder hohen Außentemperaturen stark gedrosselt werden muss. Das führt zu deutlich längeren Ladezeiten und wird auf der Langstrecke zum Ärgernis, wie die Redaktion von electrive.net mehrfach selbst erfahren musste.

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Angeblich will Nissan das Problem zumindest etwas eingrenzen. Wie beim Elektro-Transporter e-NV200 soll es einen zusätzlichen Lüfter geben, der beim DC-Ladevorgang der Batterie etwas frischen Wind verschaffen soll. Ob das ausreicht, um die theoretisch möglichen 100 kW Ladeleistung auch in der Praxis erleben zu dürfen, bleibt abzuwarten. Klar war derweil schon vorher, dass Nissan bei der neuen Version künftig Zellen von LG Chem verwenden will. Außerdem legt der Leaf E-Plus auch in puncto Leistung zu – und zwar von 110 auf 149 kW.

In den europäischen Markt eingeführt wird der 60-kWh-Leaf dann übrigens im Mai 2019. Der Aufpreis für die größere Batterie wird bei 5.800 Euro liegen. Die bisherige Batterie-Version bleibt übrigens erhältlich, auch das war zuletzt noch unklar. Wann genau der Leaf mit dem neuen Akku auch in Deutschland zu haben sein wird, ist noch unklar. Aktuell wird um die Zuteilungen für den deutschen Markt in der europäischen Nissan-Zentrale in Paris noch gerungen. Allzu hohe Priorität hat die Bundesrepublik dabei vermutlich nicht.

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26 Kommentare zu “Exklusiv: 60-kWh-Leaf kommt ohne Flüssigkeitskühlung

  1. Ich Frage mich, ob Nissan keine social Media Abteilung hat? Und ob die Vorstände nicht auch ab und zu mal sich ein paar Artikel aus der Fachpresse zu Gemüte führen?

    Wenn das TMS (Batteriekühlung) und ein vernünftiges in Board Ladegerät so lange erhofft/erwartet wurde, von fast allen Kunden und der Fachpresse, wie kann man dann die Entscheidung treffen, das alles NICHT zu bringen für das so sehr erwartete Model 2019???

    Es gibt ja nun schon einige gute Konkurrenz aus Korea und USA.Das der Leaf so kein Erfolg werden kann, liegt ja auf der Hand.

    Ich finde es sehr traurig, dass hier eine damals wirklich inovative Firma nun so etwas bringt, was die neue Konkurrenz bereits besser kann.

  2. Somit wird der Leaf in Europa langsam aber sicher verschwinden. Letzthin wurde ich nach Monaten (Interesse/Probefahrt) vom Nissan Händler angerufen, welcher mir den Leaf doch noch verkaufen wollte. Die kriegen den 40er zu dem Preis, Rapidgate und immer grösserer Konkurenz nicht mehr weg.

  3. Kaum zu glauben, dass Nissan dieses Problem mit der Akkukühlung einfach ignoriert. Ich hatte mir einen 40 kW Leaf bestellt. Erst im nachhinein wurde ich auf Rapidgate aufmerksam gemacht und habe den Wagen dann storniert. Dem Händler hatte ich versprochen, wenn die 60kW Version mit Akkukühlung kommt, erneut zu bestellen. Das hat sich jetzt erledigt. Schade, der Wagen hat mir sonst gefallen. „Andere Mütter haben auch schöne Töchter“ sagt der Volksmund. VW steht in den Startlöchern !

  4. Vi som bor i norra Europa kommer troligen klara oss någorlunda med el fläkten i 60-70 % av tiden. Men hur de skall handskas med värmeproblematiken på sommaren och övriga värma delar av världen, detta blir en gåta för mig? Nissan varför denna sämre lösning jämfört med konkurrenterna när ni tidigare var marknadsledande på elbilar, hur tänker ni egentligen? Med vänlig hälsning Andreas Roger

  5. Der Leaf 40 hatte nach 250 km Probefahrt mit 23 kW am CHAdeMO geladen weil der Akku warm war, das wird beim 60ziger nicht viel besser sein.
    Mein Vorschlag: Kühlhäuser an CHAdeMO-Ladern errichten.

  6. Leute locker bleiben!
    durch die grosse Batterie sinkt die Lade und Entladerate „C-rate“…also alles ganz cool.

  7. Also der Ioniq electric hat soweit ich weiß auch „nur“ eine aktive Luftkühlung der Batterie.
    Von daher würde ich die ersten „Roadtrip“ Tests mit dem Nissan Leaf 60 erst einmal abwarten und dann schauen wie sich die „neue“ Kühlung so schlägt.

    Preislich finde ich den Wagen allerdings nur semi attraktiv, da würde ich wohl eher zum Kona/Niro greifen.

  8. Wenn so viele den Leaf aufgrund der ungekühlten Batterie streichen, dann wird er vielleicht bald nach dem Verkaufsstart günstiger. Für mich reichen die 60 kWh für 99% meiner Fahrten.

    • Det stämmer säkert att du 99 % av tiden kommer fram till din tänkta destination med nya 60Kw batteriet. MEN har du även tänkt på att batterierna troligen håller längre om det hade varit bränslekylt, detta har det visat sig i andra tester som Chevrolet Volt uppvisat.

      • Ich glaube noch nicht einmal, dass die Haltbarkeit der Batterie das entscheidende Problem sein wird. Wenn man auch meistens mit der Reichweite auskommen wird, so werden die meisten Leute doch ein Auto haben wollen, was auch längere Strecken ohne zu große Einschränkungen schafft, und die Konkurrenzprodukte des LEAF schaffen das ja fast alle. Es wird also bestimmt so sein, dass einige Leute enttäuscht sein werden.

  9. Dabei ist der Leaf von meiner Liste.
    Wirklich schade da wir uns auf den neuen gefreut haben. Dann wird unser 2013er und ein Model 3 die Garage besetzen wie es nun scheint.

    Zu bedenken ist auch der Preis.
    Kostet bei uns schon locker 35.000€ als Tekna. Nun noch mal der Aufpreis und ich bin bei 41.000€.

    Wirklich schade. Optisch hat er uns gefallen und sein vorgänger ist auch ausreichend vom innenraum gewesen.

  10. Aus Fehlern lernt man ! oder auch nicht !
    Ich hätte nicht gedacht das sich die Japaner
    etwas von den Süd- Koreanern vormachen lassen . Vielleicht kann es sich ja Nissan erlauben ohne Akkukühlung und CCS den Europäern vor den Kopf zu stoßen . Die Koreaner sind der Meinung das ein E-Auto als
    Erst Auto funktionieren muss …. die Japaner
    glauben das es als Zweitwagen reicht . Sowas passiert wenn Gewinn anscheinend
    keine Rolle mehr spielt . Echt schade . Sonst finde ich den Leaf eigentlich recht gut.

  11. Schade, nicht nur wegen der Kühlung, sondern auch wegen des CHAdeMO. In Europa gibt es kaum CHAdeMO-Säulen mit mehr als 50 kW. Der Leaf Plus ist etwas für Leute, die das Schnellladen von vornherein ausschließen.

  12. Ist zwar schade, aber mit 60 kW kommt man schon recht weit und die anschließende erste Schnellladung sollte bei noch kühlem Akku auch relativ zügig gehen.

  13. Na … dann warten wir halt alle auf den neuen
    Hyundai Ioniq mit größerem Akku ! Die bei Hyundai und Kia haben es jedenfalls begriffen
    was der Kunde in Europa sich wünscht .

  14. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Sie ist gestorben, es gibt keinen zweiten Leaf.
    Mein 2012 hat schon große Probleme mit dem Thermomanagement, wie soll das bei der großen Batterie nur gehen?

    • Grundsätzlich wird eine größere Batterie bei gleicher Ladeleistung weniger warm: Weniger Stress pro Zelle.
      Trotzdem ist das auch in der Fahrzeugklasse, angesichts der Konkurrenz von Hyundai/kia und spätestens wenn VW mit dem Neo kommt, nicht vermittelbar. Nissan scheint das Thema nicht ernst zu nehmen, verspielen komplett ihren Vorsprung. Wie BMW…

  15. Das ist eine sehr traurige Neuigkeit.

    Auch der 2019 Leaf wird somit kein alltagstaugliches
    Elektroauto und wird auf vielen Wunschzetteln
    gestrichen.

    Echt arm von Nissan.

  16. Untragbar.
    Die 100 kW kann man sich aufzeichnen im Sommer.

    Der Nissan Leaf scheidet damit absolut aus.

    CCS / Ionity und die anderen EVs werden da jetzt drüber fahren…

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2018/12/04/exklusiv-60-kwh-leaf-kommt-ohne-fluessigkeitskuehlung/
04.12.2018 11:42