27.06.2019 - 10:31

Kalifornien und Kanada wollen saubere Autos fördern

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Kanada und Kalifornien haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam sauberere Fahrzeuge voranzubringen. Dabei geht es unter anderem um die beschleunigte Einführung von Elektroautos.

Das Bündnis ist in erster Linie eine Reaktion auf den Plan der Trump-Administration, die Emissionsvorgaben für Fahrzeuge aufzuweichen. Trump hatte auch damit gedroht, Kalifornien die Berechtigung abzusprechen, eigene Emissionsvorschriften für Fahrzeuge zu erlassen und den Kauf emissionsfreier Fahrzeuge zu forcieren.

Als Reaktion darauf wollen nun der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat und Kanada zusammenarbeiten, um „die Einführung emissionsfreier Fahrzeuge wie Elektroautos zu beschleunigen“. Zudem sollen technische Informationen und Testverfahren zu teilen, wie Kalifornien sie heute schon mit dem „Low-Carbon Fuel Standard“ anwendet.

Kanada überarbeitet derzeit seine eigenen Abgasnormen für Fahrzeuge. Bis 2040 sollen alle verkauften leichte Nutzfahrzeuge – also auch die beliebten Pickups – emissionsfrei sein. Bereits heute gibt es für Unternehmen, die ihre Flotten umstellen, Förderungen und steuerliche Anreize.

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In den USA hat die Trump-Regierung vorgeschlagen, die Grenzwerte auf dem Niveau von 2020 einzufrieren – was eine Rücknahme der verschärften Grenzwerte aus der Obama-Regierung wäre. Unter Barrack Obama war der flächendeckende Wert für die Kraftstoffeffizenz mit 46,7 Meilen pro Gallone (MPG) bis 2026 festgeschrieben worden – Trump will jedoch bei 37 MPG bleiben. Das entspricht nach europäischer Rechnung einem Verbrauch von 5,0 Litern auf 100 Kilometer (Obama) beziehungsweise 6,35 Litern (Trump).

Zudem sieht der Plan der Trump-Regierung vor, dass Kalifornien nicht mehr seine eigenen, strengeren Grenzwerte festlegen darf. Gegen diesen Passus würde der Bundesstaat sehr wahrscheinlich klagen. Aus diesem Grund haben Anfang des Monats 17 große Autohersteller, darunter General Motors, Volkswagen und Toyota, das Weiße Haus aufgefordert, die Gespräche mit Kalifornien wieder aufzunehmen. So soll ein langwieriger Rechtsstreit abgewendet werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte GM ein nationales „Zero Emissions Vehicle“-Programm gefordert, um in den Vereinigten Staaten bis zum Jahr 2030 einen Elektroauto-Anteil von 25 Prozent bei den Neuwagen zu erreichen. Mit dieser de-facto E-Auto-Quote hatte sich der Autobauer klar gegen die Pläne von Trump gewendet, die Emissionsvorgaben aufzuweichen. Außerdem hatten neun US-Bundesstaaten – darunter Kalifornien – einen gemeinsamen eMobility-Aktionsplan vorgelegt, um mittels Empfehlungen die Einführung von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen voranzubringen.

Alleine Kalifornien hat in seinem Haushalt für 2019 238 Millionen Dollar zur Förderung von Elektro- und Brennstoffzellenautos eingeplant.
reuters.comapnews.com

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