18.07.2019 - 11:14

Samsung und Volvo entwickeln gemeinsam Lkw-Batterien

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Die Volvo Group und Samsung SDI haben eine strategische Allianz zur Entwicklung von Batteriepaketen speziell für elektrische Lkw von Volvo geschlossen. Samsung SDI soll die Batteriezellen und -module für die Volvo Group bereitstellen, welche diese in ihren Fertigungsstätten montiert.

Über den Umfang der Kooperation gaben Volvo und Samsung SDI keine Details bekannt. Das genaue Auftragsvolumen und die gelieferte Batteriekapazität sind also unklar.

Seit Februar dieses Jahres liefert Volvo seine ersten Elektro-Lkw an ausgewählte Kunden aus. Die Serienproduktion der beiden Modelle Volvo FL Electric und Volvo FE Electric wird im zweiten Halbjahr 2019 mit einer begrenzten Anzahl von Fahrzeugen für die europäischen Märkte beginnen.

Künftig erwartet der Nutzfahrzeug-Hersteller steigende Absätze bei seinen Elektro-Modellen. Aus diesem Grund sind die Schweden jetzt eine Allianz mit dem koreanischen Batterie-Hersteller Samsung SDI eingegangen. „Die Allianz mit Samsung SDI ist ein wichtiger nächster Schritt auf unserem Weg, das weltweit nachhaltigste Verkehrssystem mit fossilfreien Alternativen für unsere Nutzfahrzeuge anzubieten“, sagt Martin Lundstedt, CEO der Volvo Group.

Samsung bringt sein Fachwissen bei den Batteriezellen und deren Fertigung ein, im Gegenzug gibt Volvo dem Batteriehersteller Einblicke in die speziellen Anforderungen für des Nutzfahrzeug-Geschäft. „Da wir im Spannungsfeld der Mobilitäts- und Transportbranche stehen, sind wir überzeugt, dass diese Allianz der Nutzfahrzeugindustrie und darüber hinaus überlegene Angebote in Bezug auf Energie, Sicherheit und Nachhaltigkeit bieten wird“, sagt Young-Hyun Jun, CEO von Samsung SDI. Man sei zuversichtlich, dass die Allianz die Marktführerschaft der beiden Unternehmen langfristig sichern werde.

Damit geht die Lkw-Sparte von Volvo einen anderen Weg als die seit Jahren unabhängig agierende Volvo Car Group. Diese hatte im Mai langfristige Lieferverträge mit dem koreanischen Samsung-Konkurrenten LG Chem und CATL aus China geschlossen. Die Volvo Car Group gehört dem chinesischen Autokonzern Geely, der aber auch mit rund 8 Prozent des Kapitals und 16 Prozent der Stimmrechte am Nutzfahrzeug-Hersteller Volvo Group beteiligt ist.

Volvos Baumaschinen-Ableger Volvo Construction Equipment, der angekündigt hatte, ab Mitte 2020 eine Reihe kompakter Radlader und Baggern mit Elektroantrieb auf den Markt zu bringen und die Entwicklung neuer Dieselmotoren für diese Fahrzeuge zu beenden, investiert unterdessen 16 Millionen Schwedische Kronen (rund 1,5 Millionen Euro) in seinen Standort Eskilstuna. Das Geld fließt unter anderem in eine Arena für Kundenvorführungen von elektrischen und autonomen Maschinen. Im März hatte dort Ericsson den ersten 5G-Mast Schwedens für industrielle Anwendungen installiert, damit Volvo CE seine ferngesteuerten Maschinen mit extrem kurzen Reaktionszeiten testen konnte.
volvogroup.com (Samsung SDI), volvoce.com

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18.07.2019 11:08