14.02.2020 - 11:45

EDF wird Mehrheitseigner an britischer Firma Pod Point

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Die französische Elektrizitätsgesellschaft Électricité de France (EDF) hat eine Mehrheitsbeteiligung am britischen Ladestationen-Hersteller Pod Point erworben. Der Deal ist Teil eines neuen Joint Ventures mit dem Finanzunternehmen Legal & General Capital.

Die gerüchteweise über 100 Millionen Pfund schwere Akquisition von Pod Point ist die bisher größte Investition der EDF Group auf dem eMobility-Markt und Teil ihres Plans, das führende Energieunternehmen für Elektromobilität in Frankreich, Großbritannien, Italien und Belgien zu werden. Offiziell wird über den Kaufpreis wie üblich geschwiegen. Publik ist dagegen, dass Legal & General Capital mit 23 Prozent an dem Joint Venture beteiligt ist. Bereits seit mehr als einem Jahr hatte die Investorenfirma Pod Point zuvor Kapital zur Verfügung gestellt.

Pot Point – ein 2009 gegründeter Ladeinfrastruktur-Spezialist – verfügt über rund 62.000 Ladepunkte in Großbritannien und 6.600 Ladepunkte in Norwegen. Der Großteil sind sogenannte Destination-Charger, also Ladelösungen für Zuhause, den Arbeitsplatz oder andere Zielorte. Knapp 3.000 Ladepunkte sind nach Angaben des Unternehmens aber auch Teil eines öffentlichen Netzwerks. Zu dessen Standorten zählen u.a. Tesco– und Lidl-Geschäfte, Center Parcs und Immobilien von Legal & General.

Für die EDF Group ist die Mehrheitsbeteiligung an Pod Point ein weiterer Schritt zur Etablierung ihrer Dienstleistungen in Großbritannien. Das Interesse am Vereinigten Königreich besteht schon länger: Der französische Staatskonzern hat erst im November das auf Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur spezialisierte britische Startup Pivot Power übernommen. Mit Partner Nuvve hatte EDF darüber hinaus bereits Ende 2018 bekanntgegeben, in Großbritannien bis zu 1.500 V2G-Ladestationen bei Geschäftskunden von EDF installieren zu wollen.

EDFs Großbritannien-Chefin Simone Rossi ist überzeugt, dass dank der neuesten Transaktion nun viele Kunden dabei unterstützt werden könnten, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen und so ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. Außerdem merkt sie an, dass der zusätzliche Strombedarf von Elektrofahrzeugen dringende Investitionen in die kohlenstoffarme Stromerzeugung nötig machen werde. Dabei hat sie der politischen Linie in Frankreich gemäß nicht nur erneuerbare Energien, sondern auch Kernenergie im Kopf.
cityam.com, edfenergy.com, pod-point.com

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14.02.2020 11:10