02.06.2020 - 13:19

Polestar ernennt Plugsurfing als Ladepartner

Polestar kooperiert mit Plugsurfing, um seinen Kunden Zugang zu den 195.000 Ladepunkten des Plugsurfing-Netzes zu bieten. Damit soll das öffentliche Laden in Europa über Ländergrenzen hinweg einfacher werden.

Jeder Polestar 2 wird in Europa standardmäßig mit einem RFID-Tag von Plugsurfing ausgeliefert, wie die Volvo-Tochter in einer Mitteilung schreibt. Über das Plugsurfing-Konto als Zahlungs- und Authentifizierungslösung sollen die Kunden schnellen Zugang zu den verschiedenen Ladesäulenbetreiber erhalten, die in dem Plugsurfing-Angebot gebündelt sind.

Polestar plant über die Kooperation mit dem Berliner Unternehmen hinaus mit weiteren Angeboten. „Diese internationale europäische Vereinbarung mit Plugsurfing ist erst der Anfang und ebnet den Weg für weitere Partnerschaften, die zukünftig auch nationale und lokale Lösungen umfassen sollen“, sagt Polestar-CEO Thomas Ingenlath in der Mitteilung. Auf Details hierzu geht der Manager aber nicht ein.

Zunächst einmal also Plugsurfing. Hierfür sollen die Kunden noch genauer über das Angebot informiert werden. „Um Polestar Besitzern ein müheloses Aufladen ihres Fahrzeugs zu ermöglichen, erhalten sie mit der Auslieferung ihres Polestar 2 weitere Informationen über das Ladenetz und die Verwendung der Plugsurfing Lösung“, so das Unternehmen. Ob der Deal mit Plugsurfing auch Sonderkonditionen für die Polestar-Fahrer enthält, wird in der Mitteilung der Schweden nicht genannt.

Plugsurfing erwähnt in seiner Mitteilung, dass in Belgien, Deutschland und den Niederlanden „Plugsurfing Plus“ als zusätzlicher Service angeboten werden soll. Das monatliche Abo bietet Fixpreise für das Laden an AC- und DC-Säulen. Laut der Plugsurfing-Website kostet kostet der Dienst in Deutschland 19,99 Euro pro Monat und dann 0,34 Euro pro Kilowattstunde, auch an Ionity-Säulen. Es wird in der Mitteilung ebenfalls nicht genannt, ob für Polestar-Kunden andere Konditionen gelten.
plugsurfing.com (PDF), polestar.com

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10 Kommentare zu “Polestar ernennt Plugsurfing als Ladepartner

  1. Bernhard

    Wieso glauben alle, daß man die Leute, die sich solch ein Fahrzeug leisten können, über den Tisch ziehen kann? Das ist doch kein Angebot sondern schlichte Abzocke.

    Wenn man die Kohle hat, daß man den Polestar sich leisten kann, dann kann man mit Geld umgehen. Das ist fast schon Antiwerbung für den Polestar.

    Ich habe BEV-Erfahrung und wenn ich urlaubstechnisch unterwegs bin, dann lade ich fast immer umsonst an Ladesäulen mit 50 kWh. Und wenn es mal schnell gehen muss gibt es noch Ladekarten für 35 ct/kWh. Ohne 19,99 € Monatsgebühren.

    • Olli

      Umsonst an 50KW? WIe geht das?

      • Bernhard

        Gehe einfach mal auf das Stromtankstellenverzeichnis von GoingElectric.de. Plane dort Deine Route und lass Dir dann die Ladesäulen entlang deiner Route anzeigen, die umsonst sind. Erstaunlich wieviele Ladesäulen direkt an der BAB auf Autohöfen stehen, die keinen Kilometer von der Ausfahrt weg sind. Ich meide i.d.R. Aldi, Lidl, Kaufland & Ikea, da dort fast immer lokale BEV´s an der Säule hängen.
        Das gilt natürlich für den Raum Baden-Württemberg/Bayern, in dem ich mich hauptsächlich bewege.

    • Abraham Gilles De Jager

      Ja ich bin auch sehr neugierig nach die gratis 50 KW Ladestationen. Übrigens habe ich schon eine Plugsurfing Chip / Account. Bin aber sehr neugierig wie die Planung eine Reise mit dem Polestar2 internen Navigation sich darstellt.

    • notting

      Wenn man gemäß deinen Empfehlungen auf Goingelectric nach Gratis->=50kW-Säulen (d.h. laden und parken) nahe an der Autobahn aber ohne Supermärkte sucht, findet man z. B. an der A5 von mind. LÖ bis mind. MA exakt 0 davon. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch im Urlaub nicht meine Zeit damit verbrennen wollte ein Auto was 150kW Ladeleistung kann mit 50kW-Säulen zu laden. Z. B. am Supermarkt wo ich eh einkaufen muss ok, aber sonst nicht.

      Oder du meintest wirkl. wie du geschrieben hast 50kWh-Säulen.

      Beim Rest stimme ich dir größenteils zu, bis auf dass es viele Ladesäulen gibt’s, bei denen man 22kW Typ2 bei Plugsurfing ohne Grundgebühr für 0,26EUR/kWh laden kann.

      notting

      • Bernhard

        Da gebe ich Dir recht. Ich wohne genau dazwischen und brauche da auf Grund der Reichweite meines Autos (Kona64) keine Ladestation auf dieser Strecke. Wenn ich Richtung Bayern unterwegs bin lade ich frühestens zwischen Ulm und Augsburg. Und da gibt es mindestens sechs 50 kWh-Lader. Da der Kona höchstens 76 kW zieht und ab 70 % sehr langsam wird verliere ich an einer solchen Säule höchstens 10 min im Verhältnis zu einer 175 kWh-Station. Ob es einem Wert ist wegen 10 min den Strom umsonst zu ziehen oder zu zahlen muss jeder für sich entscheiden. Den Luxus eines 150 kWh-BEV´s habe ich nicht. Dann würde ich auch eher bei Fastned oder EnBW laden.
        Wenn ich Geschäftstermine auswärts morgens zwischen 8:00 Uhr und 10:00 Uhr habe, dann lade ich auch mal vor Ort bei Kaufland, da gibt es immer Bäcker mit einem guten Frühstück und so früh sind diese Ladesäulen i.d.R. noch frei. Bisher auf jeden Fall.
        Noch ein kleiner Tipp. Am Flughafen Stuttgart am Kiss & Ride Parkplatz stehen drei 175 kWh-Lader. Noch immer kostenfrei. Sowohl Laden als auch Parken.

        • Oaito

          Hallo,

          zum 1. Juli sind alle bisher kostenfreien 50kW DC Lader der LEW in den Roamingtarif der innogy aufgenommen worden. Mir scheint, das der neue Eigner eon die bisher deutlich eigenständig entscheidenden “Stadtwerke” hier “überzeugt” hat, Gebühren zu nehmen. Das ist Spekulation von meiner Seite, vielleicht hat jemand, auch in Hinblick auf andere Regionen/Stadtwerke, tatsächliche Infos?

          Bisher konnte ich keinen Artikel hier oder bei goingelectric finden. Jedenfalls sind seit 1. Juli im Bereich Bayerisch-Schwaben 20 kostenfreie DC Lader umgestellt worden.

          @Berhard: Ob dies dich ebenso bei Deinen Touren betrifft?

          Ansonsten kann ich Bernhard nur zustimmen, bei entsprechender Planung von Terminen kommt gar keine Ladeweile auf und man kann die kostenfreie Ladung jeweils mitnehmen.

          Der ursprünglichen Kritik an den unterschiedlichen Tarifen je nach Anbieter kann ich mich ebenso nur anschließen, an einem lokalen CCS “Hypercharger” mit 175kW Spitzenleistung würde ich via Plugsurfing eine “Startgebühr” von 36€ zahlen, mit anderer App oder Karte “nur” 0,49€ pro kWh!

          Das erinnert mich stark an die früher teilweise täglich oder wöchentlich wechselnden call-by-call Tarife.

          Ich hoffe dringend, dass Autohersteller ihren Einfluss auf den Markt mit entsprechend vorteilhaften Lösungen für den Kunden einsetzen.

          Salve!

      • Bernhard

        Sorry, es sind am Flughafen Stuttgart nur vier 100 kWh-Lader, aber dafür war da immer eine Säule frei. Direkt an der A8. Keine fünf Minuten von der A8 runter. Zumindest zu Corona-Zeiten ohne Flugverkehr.

  2. Abraham Gilles De Jager

    Ich habe gerade gecheckt. An Ionity Säulen fragt Plugsurfing standardmäßig 0,86€ pro geladene kWh. Das ist ein absolute Frechheit.

    • notting

      Es sind nur 0,07EUR/kWh Aufschlag auf den Ad-hoc-Tarif dort. Ich denke gerade z. B. meine Eltern die vermutl. praktisch betrachtet a) ein Smartphone und b) eine Kreditkarte bräuchten um Ionity ohne z. B. eine Plugsurfing-Karte zu nutzen.

      Aber warum denkst du in diesem Kontext (Auto was mit max. 150kW laden kann) überhaupt an Ionity?! Gibt’s doch auf vielen Strecken alleine von EnBW viel mehr 150kW-Ladesäulen, wo man selbst mit dem Tarif des Betreibers im Falle von EnBW-Ladesäulen max. 0,49EUR/kWh zahlt.

      notting

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/06/02/polestar-ernennt-plugsurfing-als-ladepartner/
02.06.2020 13:16