04.09.2020 - 11:31

Vorübergehender Bestellstopp für VW e-Up

Volkswagen hat einen vorübergehenden Bestellstopp für den e-Up verhängt. Nachdem die Nachfrage mit der Innovationsprämie stark angestiegen war, haben die Wolfsburger den E-Kleinwagen vorerst aus dem Programm genommen. Ähnliches dürfte für die Schwestermodelle Seat Mii electric und Škoda Citigo e iV gelten.

Zunächst aber zu VW, wo der Bestellstopp bereits bestätigt ist. „Aufgrund der sprunghaft gestiegenen Anfrage nach E-Fahrzeugen haben wir uns entschieden, unser Angebot in Deutschland anzupassen und den Kleinwagen e-Up! mit aktuellen Lieferzeiten von 16 Monaten vorübergehend aus dem Bestellangebot zu nehmen“, bestätigte ein Sprecher gegenüber electrive.net. „Im Sinne unserer Kunden legen wir stattdessen den Fokus auf schnell verfügbare E-Fahrzeuge.“ Dabei verweist der Sprecher auf den ID.3 und diverse PHEV-Modelle.

Der Verkaufsstopp hatte sich bereits abgezeichnet. Gegenüber dem Fachportal „kfz-betrieb“ hatte VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann angegeben, dass in Deutschland für kein anderes Modell mehr Aufträge eingegangen seien als für den e-Up. „Es war fast so, als ob alle e-Up-Interessenten gleichzeitig auf den Bestellknopf gedrückt haben“, so Stackmann. Im Juli habe man so viele e-Ups verkauft „wie sonst etwa in einem Dreivierteljahr“.

Auf LinkedIn teilte Stackmann zudem mit: „Da wir mittelfristig die Kapazität nicht in der Größenordnung erhöhen können, die für eine kürzere Lieferzeit nötig wäre, schließen wir zum 7. September 2020 vorübergehend die Bestellsysteme. Der Grund dafür ist einfach: Kunden rechnen heute fest mit der Förderung von 9.000 Euro. Doch diese gilt nur für Lieferung bis Ende 2021.“ Sprich: Würde ein heute bestellter e-Up erst im Januar 2022 ausgeliefert, könnten die Kunden – bei aktueller Förder-Lage – keinen Umweltbonus mehr erhalten. Das Fahrzeug würde für sie also deutlich teurer als kalkuliert.

Angesichts der Lieferzeit von 16 Monaten – also ungefähr bis Anfang 2022 – ist fraglich, ob der e-Up überhaupt noch einmal in den Handel kommen wird. 2023 will Volkwagen wohl einen neuen Elektro-Kleinwagen auf Basis eines verkürzten MEB auf den Markt bringen. Der ID.1 dürfte dann das deutlich modernere Auto sein. Allerdings gab es bereits Berichte, wonach sich der ID.1 um zwei Jahre verzögern könnte und erst 2025 auf den Markt kommen soll – in diesem Fall wäre die Produktionspause lang und VW könnte den e-Up noch etwas länger anbieten. Und ganz ausschließen will Jürgen Stackmann eine Bestellöffnung auch nicht: „Falls wir ein Lieferdatum bis Ende 2021 wieder ermöglichen können, wird der e-up! wieder bestellbar sein.“

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Aktuell kostet der e-Up mit 16 Prozent Mehrwertsteuer noch 21.421,01 Euro vor Förderung. Über den Umweltbonus mit der Innovationsprämie gehen davon nochmals 9.480 Euro ab, was einen Endkundenpreis von 11.941 Euro bedeutet – oder entsprechend niedrige Leasingraten.

Der attraktive Preis trifft auch auf die Schwestermodelle Seat Mii electric und Škoda Citigo e iV zu, sie sind sogar noch ein paar Euro günstiger als der VW. Während in Wolfsburg offiziell von einem vorübergehenden Bestellstopp die Rede ist, scheint im Falle des Škoda der Verkaufsstopp ein dauerhafter zu sein. Gegenüber dem britischen Magazin „Autocar“ gab Verkaufs- und Marketing-Vorstand Alain Favey an, dass sich der Hersteller auf größere Modelle konzentrieren wolle. „Der Citigo ist weg – was Europa betrifft, sind wir ausverkauft“, sagte Favey. „Es wird keinen Ersatz für den Citigo geben und wir haben nicht die Absicht, in Zukunft ein Auto dieser Größe zu haben.“

Das Aus bestätigt auch ein Sprecher von Škoda Deutschland gegenüber electrive.net. „Als erstes batterieelektrisches Fahrzeug von Škoda hat der Citigo e iV sehr großes Kundeninteresse und sehr viele Bestellungen bei unseren Škoda-Partnern ausgelöst“, so der Sprecher. „Daher sind die vorhandenen Produktionskapazitäten nun ausgeschöpft und das Modell nicht mehr bestellbar.“ Auf der Homepage von Škoda Deutschland ist der Citigo samt der E-Variante bereits nicht mehr aufgeführt.

Bei Seat wird der Mii electric auf der Homepage zwar noch aufgeführt, ist aber nicht bestell- oder konfigurierbar. „Das erste vollelektrische Fahrzeug von Seat hat eine sehr große Nachfrage erzeugt und wird deshalb für das Jahr 2020 nicht mehr verfügbar sein“, heißt es dort in einem Hinweis. „Aus diesem Grund kann der Seat Mii electric nicht mehr ab Werk bestellt werden. Das Fahrzeug ist voraussichtlich ab 2021 wieder verfügbar.“ Gegenüber electrive.net wiederholte eine Sprecherin von Seat Deutschland die Aussage, dass der Mii electric ab 2021 wieder bestellbar sein soll.

Bereits ohne die Innovationsprämie hatte die Nachfrage nach den VW-Drillingen das Angebot überstiegen. Alleine in den ersten drei Monaten des Jahres wurde der e-Up 20.000 Mal bestellt – wie ein VW-Sprecher im April gegenüber der Redaktion angab, war das bereits die geplante Menge für das Jahr 2020. Der Seat Mii electric war bereits zu diesem Zeitpunkt für 2020 ausverkauft, der Škoda damals aber noch bestellbar – wenn auch mit einer Lieferfrist bis teilweise Anfang 2021.
kfz-betrieb.vogel.de, autocar.co.uk

Redaktionelle Mitarbeit: Daniel Bönnighausen

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46 Kommentare zu “Vorübergehender Bestellstopp für VW e-Up

  1. Thomas Werner

    Huch, wir haben hier ein Produkt das viele haben möchten, das konnte ja keiner ahnen.
    Mal schnell die Bremse rein hauen sonst müssten wir noch Kapazitäten ausbauen.
    *kopfklatsch*

    • Blablubb

      Der VW UP musste her um das Flottenziel zu erreichen. Damals war die Prämie noch nicht so hoch und daher wurde er tief eingepreist. VW macht laut eigenen Angaben Verlust mit jedem Auto. Jetzt sind die Prämien höher, aber der Preis kann nicht nachträglich angepasst werden ohne eine Aufschrei. Daher ist es jetzt leider eine Sackgasse geworden, für 5000 mehr hätte es vielleicht geklappt. VW setzt daher jetzt auf den größeren ID.3, damit wird dann auch wieder Gewinn erwirtschaften. Übrigens, es gibt kein eUP vergleichbares Modell im Markt – der eSmart war auch nur ein erfolgreicher Compliance Car mit Verlusten. Tesla hat in dem Segment schonmal überhaupt nichts zu bieten.

      • Peter Buck

        so ist das. Und den E-Smart gibt es ja auch nicht mehr zu Bestellen.
        Für mich ein klares Zeichen, dass die deutschen Hersteller “am Markt vorbei” ihre Pläne machen. Und das nicht erst seit heute. Und dann aber laut schreien nach Staatshilfe. Das passt für mich nicht zusammen.

    • Fen

      Ach, wie gut hier alle Bescheid wissen. NICHT!

      Das ist nicht “Och, ich back mal noch einen Kuchen – Eier und Milch fehlen… Die hol ich grad im Supermarkt.”

      NEIN

      Es gibt Verträge mit Lieferanten. Die wiederum müssen ihre Kapazitäten planen. Sowas wird i.d.R. Mit ein paar Monaten festgelegt. Wenn VW jetzt mehr produzieren soll, müssen erst einmal die Teile beschafft werden. Schließlich konnte 2019 keiner mit Corona und dem damit zusammenhängenden (zweiten!!!) Anstieg der Prämie und dem daraus resultierendenden Anstieg der Nachfrage rechnen.

      Ich hoffe, ihr versteht den Zusammenhang…

      • Fen

        *mit ein paar Monaten VORLAUF festgelegt.

        Ein Wort kam abhanden.

  2. B.L.

    Völlig unverständliche Management-Entscheidung. Diese Aktion sagt leider sehr viel über den Willen die Elektromobilität schnell zu etablieren. Eigentlich interessiert mich der Skoda Enyaq sehr, aber das lässt mich jetzt doch grübeln ob ich diese Haltung unterstützen möchte.
    Ich hoffe dieses “Loch” wird demnächst von anderen Firmen gestopft. Auch der Smart ist hier kaum noch zu bekommen. Eigentlich ist es doch wünschenswert dass die Dickschiffe auf unseren Straßen durch Kleinstfahrzeuge ersetzt werden.
    Schade Skoda – simply (un)clever!

    • TeeKay

      Was willst du denn? Wenn der e-up Ende 2021 eingestellt wird, ist er 8 Jahre alt. Er ist 4000€ günstiger als ursprünglich geplant. Kein Hersteller auf der Welt erhöht im letzten Jahr des Produktzyklus die Kapazitäten, um eine von unerwarteten Subventionen ausgelöste Einmalnachfrage zu bedienen.

      • B.L.

        @TeeKay: Ich spreche vom Citigo. Text nicht gelesen?

        “Es wird keinen Ersatz für den Citigo geben und wir haben nicht die Absicht, in Zukunft ein Auto dieser Größe zu haben.”

        Der Satz liest sich doch unmissverständlich. Klar sind die Margen bei diesem Auto klein, aber das kann man mit Masse kompensieren. Das eigentliche Problem ist doch hausgemacht. Die Hersteller müssen jetzt 3000€ (netto) zuschießen. Bei den 3 hier genannten Kleinstwägen ist das dann natürlich ein defizitäres Geschäft, also nimmt man die vom Markt. Das kann man aber auch vorübergehend machen (so wie VW das plant). Aber gleich von vornherein sagen, dass man sowas nicht mehr anbieten will….

  3. Florian

    Typisch deutsche Automobilindustrie. Hier wird vollkommen am Kunden vorbeientwickelt. Jetzt gibt es endlich einen bezahlbaren elektrisch betriebenen Kleinwagen für den Normalbürger und dann wird die Produktion eingestellt. Gute Nacht VW, Audi, Mercedes, BMW & Co.

    • Peit

      Die Produktion wird nicht eingestellt.

      • Oli

        Die Automobilindustrie will wohl weiter ihre Verbrenner Stinker verkaufen, anstatt alles auf die zukünftige Auto E-Technologie zu setzen. Zuerst wird gejamnert dass es zu wenig Käufer gibt, jetzt wird gejamnert dass sie es nicht packen. Hoffentlich gibt es einen Hersteller der hier einspringt und das Geschäft seines Lebens tätigt.

        • Thomas Kallwass

          Ja, klar. Geschäft seines Lebens mit einem defizitären Auto…

    • André

      Dann kaufen sie doch bei Tesla einen Kleinwagen für 12000?
      Oder Volvo…… Toyota….Fiat….ach die haben in der Klasse nichts! Sie beweisen ihr Halbwissen eindrucksvoll.

  4. Moritz

    Leute man muss auch erstmal soviel Batterien bekommen. Und da VW mit JEDEM AUTO verlust fährt. Und sie genug Autos haben um ihre CO2 Ziele zu waschen warum SOLLTEN sie mehr Verkaufen ?! Das ist Wirtschaft !

    • Joe

      Richtig mit Blick auf die Verbrenner im Laden nur soviele E Wagen verkaufen wie erforderlich. Aber dann bitte die Teuren. Oder die Schummeln Hybrid da steckt die ganze VW Erfahrung drinn. Auf dem Prüfstand 1.4 Liter Verbrauch Un auf der Straße im Alltag dann 10 Liter so geht Umweltschutz man muss sich ja treu bleiben

    • John

      Da bin ich dabei.
      Im Gegensatz zu anderen BEV Herstellern muss VW Geld verdienen. Alternative Antriebe werden erst dann ein Geschäft wenn wir CO2 richtig bepreisen. Erst dann wird der Betrieb eines Verbrenners so teuer dass man mit BEV auch Geld verdienen kann. Übrigens für Batterien gibt es schon einige Zeit lang einen Volumenmarkt und sie kosten immernoch zu viel Geld. VW und Co würden zwei Dinge helfen. Höherer CO2 Preis und günstigere Batterien. Beides führt aber zu mehr Wettbewerb in einem Markt in dem man bisher recht erfolgreich war.
      Ich vermute das ist der Grund für die Zurückhaltung wenn man seine Flottenziele erfüllt hat.

  5. Max BARTSCH

    Jeder Selbständige der ein Produkt gut verkaufen kann erhöht bei steigender Nachfrage die Produktion.
    So klagt die deutsche Autoindustrie über zu geringen
    Absatz und will auch noch Fördergelder vom Staat.
    Offensichtlich haben die Autofirmen keinerlei Skrupel
    den Kunden und den Staat zu betrügen.
    Unverschämtes Verhalten von VW.
    Der Klimawandel lässt grüßen.

  6. Sigurd

    Das ist echt peinlich.
    Und bald werden die ersten Tesla Made in Germany vom Band rollen.
    Die Deutschen Automobilhersteller kriegen es einfach nicht hin.
    Die Leute wollen kein e-Monster sondern kleine wendige Stadtflitzer.
    Wir fahren eine Zoe 😉

    • Frank

      …und keinen Tesal weil der nur e-Monster baut ;o)

    • Stevie

      Welches Modell von Tesla ist bitte ein “wendiger Stadtflitzer”? Und vor allem vergleichbar bezahlbar wie ein e-up?

  7. Manfred

    VW will halt SUVs verkaufen.

  8. Jörg Peter Rabe

    Da werden wohl bald die Chinesen liefern müssen. Und die Europäer müssen hoffen, dass der Wahnsinn mit überfetteten SUVs weiterläuft wie bisher. Die sind als E- Autos auch umweltschädlich und eigentlich braucht so was niemand. Nebenbei bemerkt passen die auch in kaum eine Parklücke. Und schade um das viele Geld.

  9. Roger Gehrmann

    Wie man sieht, möchten die Autobauer weiterhin ihre Verbrenner unter das Volk bringen. Die E-Fahrzeuge waren ohnehin nur als Beimischung in die Angebotspalette gedacht, um den Flotten-CO2-Ausstoss innerhalb der erlaubten Grenzen zu halten. Alles andere hätte mich auch verwundert.

  10. Citigo e

    Keine unverständliche Management Entscheidung, schlicht Politik.
    Hohe Nachfrage bei E-UPs, schwächelnder Nachfrage bei Verbrennern., Da ist das CO2 Flottenziel schnell erreicht. Dies soll aber bitte bevor die Festsetzung nächstes Jahr Erfolg nicht zu weit unterboten werden.

    Will der Kunde wirklich ein E-Auto, soll er doch bitte einen ID3 mit halbfertiger Software von der Halde kaufen, da verdienen wir wenigstens mehr dran und die Händler Dank Abschaffung der Rabatte auch.
    Mit den Statements und der Verzögerung für den ID1 verrät sich VW hier ja. Der SUV ID4 soll nämlich schnell nachgeschoben werden.
    Hier geht es nicht um sinnvolle E-Mobilität für die Stadt, sondern wie immer um max. Profit.

  11. Armin

    Vermutlich sind die Margen zu klein oder gar negativ. Für mich liegt der Verdacht nah, dass die Fahrzeuge nur zur Kompensation der Verbrenner (CO2 Flottenverbrauch EU) dienen sollten. 2020 Ziel ist diesbezüglich bereits erfüllt. Dann nimmt man die Fahrzeuge raus und hofft auf die margenstärkeren neuen (ID3).

    • Sepp

      So ist es!

  12. Alex

    Die Bestellfreigabe für den Renault Twingo Z.E. ist doch für September angekündigt.

    Vielleicht ist das die nächste Alternative zum e-up.

  13. Thomas

    Ruhig Blut liebe Leute. Ihr bekommt schon alle Euren preiswerten E-Kleinwagen. Durch die staatlichen – und Herstellersubventionen ist ein sehr großer Hype auf die E¬Autos entstanden, welcher selbst die Autobauer überrascht hat. Diese übersteigen die Montagekapazitaeten enorm. Von jetzt auf gleich kann man nicht so schnell die Kapazitäten erhöhen. Hier wird mal wieder pauschal die deutsche Autoindustrie verteufelt. Hat der bekannte amerikanische Elektroautobauer preiswerte Kleinwagen in seinem Portfolio? Also mal die Kirche im Dorf lassen.

    • Gerd Janßen

      Danke für die richtigstellung. Denn genau so ist es.

  14. Hans Herbert

    Hier ist beim Design der Förderprämie etwas falsch gelaufen. Mit 10.000 Prämie werden bei den Kleinwagen etwa 50% des Kaufpreises erstattet. Wo gibt es denn so was? Erwägt der Kunde dann noch die zu erwartende Rendite durch den Betrieb, etwa auch 10.000 Euro, dann bekommt er gefühlt das neues Elektroauto geschenkt. Bei soviel Bauernschläue muss man doch zugreifen.

    • H. Bakker

      … Dacia Spring wird 2021 kommen !

  15. Vanellus

    Hat man so etwas schon mal bei Benzinern oder Diesel erlebt? Auto wird zu gut nachgefragt – wir nehmen es deshalb aus dem Programm.
    Ja, ich weiß, weshalb das gemacht wird. Zu wenig Akkus und/oder 95 Gramm-Ziel für 2020 erreicht. Bloß nicht über das Ziel hinaus schießen. Das Ergebnis von 2020 ist nämlich die Basis für die nächste Absenkung des CO2-Austoßes.
    Plötzlich sieht man die nackten Tatsachen und wendet sich mit Grausen.

  16. Richard

    Der Up hat 16 Monate Lieferzeit. Das CO 2 Ziel für 2020 ist erfüllt. VW wird erst 2021 wieder verstärkt E-Fshrzeuge verkaufen wollen um dann das 2021er CO 2 Ziel zu erreichen.

  17. Stein, Gerald

    Ja meinen bestellten konnten sie auch nicht liefern und haben gleich mal zweimal die lieferzeit verschoben bis tur stornierung

  18. ubalze

    Ich mach mal den Moderator, immerhin haben alle Kommentatoren recht.

    Durch verfehlte Markt-, Produktions- und Entwicklungspolitik, kann sich VW den schlichten E-UP (und Derivate) einfach nicht mehr leisten. Geld muss verdient werden, die Schulden müssen weg.
    VW hockt wie ein riesen Tier in der selbst gegrabenen Grube.
    Schulden, Angst vor der eigenen Courage, klammern der mittleren Managementebene am Arbeitsplatz und mangelnder Wille die selbst gesteckten Ziele zu erreichen bremsen den Umbruch enorm. Sie haben noch Chancen, aber die müssen konsequenter vorbereitet werden.

    Das erste wäre durch intensives Marketing mal den Markt auf den Umbruch vorzubereiten, zum Beispiel selbst Lademöglichkeiten zu schaffen a la Tesla.
    Nur so kann das funktionieren! Der Ladewahnsinn mit nicht, oder schlecht funktionierenden Ladesäulen mit 1000 teuren Tarifen ist nur noch peinlich!

    • Brunner, Ulrich

      Fahre seit 2014 E-up, damals 29500.- bin immer noch begeistert für Stadt umd Umgebung. A6TFSI Allroad wurde zum Stehzeug! Werde jetzt eben Fiat 500 la Prima elektro kaufen.
      PS.VW hat 3 Jahre gebraucht um den Passus” dieses Fahrzeug verliert je 1000 Höhenmeter 10% Leistung” aus dem Prospekt zu streichen. Bei einem Elektromotor!! Welch geballte Intelligenz dort !

  19. Jürgen Degen

    Nicht vergessen VW ist ein Staatsbetrieb zumindest zu 25% und Entscheidungen bei VW sind für mich immer fragwürdiger . Bananen……

  20. Sascha Zimmermann

    Ich habe absolut keine Ahnung von der Automobilwirtschaft. Tatsächlich habe ich kürzlich mit knapp 40 Jahren mein allererstes Auto bestellt. Für mich war klar, dass ich nur ein kleines Auto brauche, wollte aber ein Elektrofahrzeug und das mit – für mich – ordentlicher Reichweite. Dieses Jahr bin ich endlich fündig geworden.
    Ich war ziemlich überrascht, dass ich im Zusammenhang mit Elektromobilität überwiegend von großen Schlachtschiffen lesen musste – weniger von Kleinfahrzeugen. Es war wahrscheinlich naiv, zu glauben, dass es heute bei der E-Mobilität tatsächlich um Klimaschutz-Interessen geht.
    Wie gesagt, ich bin Verbraucher und habe keine Ahnung vom Geschäft und deswegen hat es für mich ein bitteres Gschmäckle, wenn Kleinwagen als nicht rentabel vom Markt genommen werden wo offenbar vielen Verbrauchern genau diese Autogröße auszureichen scheint. Es wirkt wie eine Doktrin der Industrie: “Wir bestimmen, was du kaufen wollen sollst.”
    Beste Grüße.

  21. i2ariba

    Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie die Automobilindustrie es schafft bei Elekro-Autos defizitär zu produzieren. Ein Golf gibt es für 16t€, dann spart man den halben Motor, Abgasanlage etc. Hinzu kommt nur die Batterie und ein bisschen SW Steuerung. Geht man aggressiv an den Markt und kauft mit Golf Volumen ein, sollte der ID3 locker für 14t€ + Batterie profitabel angeboten werden können. Dann hätten wir für rund 20t€ ein ein konkurrenzfähiges Auto auch ohne staatliche Förderung.

  22. Ingo

    Das Ganze wird doch erst dann lustig, wenn man sich die absoluten Zahlen anguckt.
    Der e-up wurde in diesem Jahr 20.000 mal bestellt, Kapazität am Ende.
    Der ID.3 soll über 1.000.000 mal p.A. verkauft werden.
    Viel Glück dabei.

    • Hans Herbert

      Vielleicht legen sie ihn zu Weihnachten noch einmal auf, wenn der ID.3 ein Erfolg geworden ist. Da kann man dann zur Gläsernen Manufaktur wandern und dort den e-Up produzieren sehen. 20.000 find ich auch ein bisschen wenig.

  23. STephan

    Nebenbei bemerkt: sehr viele der e-Up!s sind geleast! Das macht zum ersten “e-Auto-Ausprobieren” ja auch Sinn und die Prämie gibt es ja trotzdem. VW weiß jetzt schon nicht, wohin in 3 Jahren mit den ganzen Rückläufern, die dann alle einen 3 Jahre alten Akku in einem quasi veralteten Auto haben. Ich bin mal gespannt, wie die Gebrauchtpreise für diese Kisten dann aussehen werden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand dann bereit sein wird, einen 5stelligen Betrag für so eine Kiste auszugeben, zumal der Neupreis wegen der Prämie ja kaum höher war… Also entspannt bleiben! Die kommen quasi wieder auf den Markt…

    • Thomas

      Stephan: die Gebrauchtwagen Preise dafür gehen gerade durch die Decke und so schnell wirst du keinen unter 15.000 Euro bekommen. Warum auch bei UVP 25.000 Euro.

      Also alle die einen gekauft haben, fahren viele Jahre kostenlos Auto oder machen Gewinn beim Verkauf.

      Aber so ist es nunmal, wie an der Börse. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man 🙂

  24. Windsinger

    Das sind doch alles noch Autogurken,
    aus der Not heraus geboren,
    lieber noch warten.

  25. Pietro

    Der eUp kam 2013 auf den Markt. Der ist nicht aus irgendeiner Not heraus geboren. Und er macht mehr Spaß als seine Verbrenner-Brüder. Warum also noch warten ?

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/09/04/voruebergehender-bestellstopp-fuer-vw-e-up/
04.09.2020 11:37