16.10.2020 - 11:07

Ladesäulenverordnung: Kreditkartenterminal wird offenbar Pflicht

Über eine Änderung im Paragraf 4 soll das Ad-hoc-Laden an öffentlicher Ladeinfrastruktur künftig auch per Debit- oder Kreditkarte möglich sein – und das offenbar nicht nur als Option, sondern als Pflicht. Erste Unternehmen warnen bereits vor negativen Auswirkungen.

++ Dieser Beitrag wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Eine im Bereich der Ladeinfrastruktur tätige Quelle bestätigte gegenüber electrive.net, dass laut der neuen Ladesäulenverordnung (LSV) an jeder Station ein physikalisches Debit-/Kreditkartensystem vorhanden sein müsse. Sprich: Für Ad-hoc-Lader ohne Ladekarte, RFID-Tag oder mit Kunden-Account eingerichteter Smartphone-App würde das Laden einfacher, weil nun direkt per Kreditkarte gezahlt werden könnte. Die bisher in Deutschland oft ignorierte Option, ohne Vertrag per Kreditkarte zahlen zu können, wäre dann verpflichtend vorgeschrieben.

Der Ladeanbieter ChargePoint hat aber eine andere Sicht der Dinge: Laut Tina Zierul, Senior Director Public Policy, sei das Vorhaben der Bundesregierung „noch nicht ganz durchdacht und erst auf den 2. Blick im Sinne der Verbraucher sowie der Betreiber“. Laut ChargePoint sei es das Ziel der überarbeiteten LSV, dass das Ad-hoc-Laden verpflichtend über ein gängiges Debit- und Kreditkarten-basiertes Zahlungssystem erfolgen müsse. Zusätzlich könne ein Betreiber der Ladesäule auch das Bezahlen per webbasiertes System anbieten. Sprich: Nicht nur die Säulen müssen nach der Meinung von ChargePoint verpflichtend über ein Kreditkartenterminal verfügen, ein Ad-hoc-Ladevorgang muss demnach auch verpflichtend darüber bezahlt werden.

Aber: Aus gut informierten Kreisen hat electrive.net erfahren, dass die Diskussion zwischen der Industrie und den Ministerien derzeit in eine andere Richtung läuft. Eine entsprechende Änderung des Paragraf 4 könne bereits bald beschlossen werden. Spätestens dann werden wir wissen, was an der steilen These von ChargePoint dran ist – oder doch fortwärtsgewandtere Zahlungsmethoden beim Ad-hoc-Payment möglich bleiben.

Das Schlüsselwort ist laut ChargePoint hier „verpflichtend“. „Einer Kreditkartenpflicht in Reinstform, wo nur die Plastikkarte selbst zum Zuge kommt und eine technische Lösung über die Einbettung der Karte in eine App oder in eine Internet-Seite nur zusätzlich erlaubt wäre, steht in erster Linie die Payment Services Directive 2 (PSD 2) im Wege“, so Zierul. In der PSD 2 ist festgelegt, dass als Schutzmechanismus bei Beträgen über 50 Euro oder nach jedem fünften Bezahlvorgang die Transaktion per PIN-Code autorisiert werden müsse. Für diesen Fall würden die Ladesäulen nicht nur einen geeigneten Kreditkartenleser erhalten, sondern auch eine Tastatur. „Das lehnen Betreiber und Provider wegen der hohen Kosten für Umrüstung und Wartung der Terminals ab“, so Zierul weiter. „Für Verbraucher würde das Bezahlen komplizierter und länger dauern als heute.“

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Zudem sei laut ChargePoint noch nicht geklärt, wie eine eichrechtskonforme Rechnung gestellt werden solle. Der Ladesäulennutzer müsse eine Rechnung erhalten, die genau ihm seinen Ladevorgang zuordnet. Bleibt der Nutzer gegenüber dem Charge Point Operator (CPO) bei der Kreditkartenzahlung anonym, wird die Rechnungsstellung schwierig – hier fehle es noch an „konkreten Lösungen, wie eine eichrechtskonforme Rechnung aussehen“ könne.

ChargePoint favorisiert hier ein kontaktloses Zahlen per App, dass sich nach Sicht des Anbieters auch als „karten-basiert“ subsummieren lasse. Es sei – ähnlich einer Browser-basierten Lösung – schnell mit der einmaligen Eingabe der Kreditkartendaten eingerichtet. Hier sei aber rechtlich eine Ausnahme von der PSD2 nötig, damit die PIN-Eingabe wegfalle.

Im Markt gibt es freilich auch Lösungen, die bereits erprobt sind. So bietet etwa der Dienstleister wallbe mit dem x-pay Terminal ein einheitliches Bezahlsystem an, bei dem der Ladevorgang mit Giro- oder Kreditkarten, NFC-Smartphones sowie den gängigen Tankkarten gestartet werden kann. Dieses Tool will beispielsweise Aldi Süd bei seiner Ladesäulen-Offensive nutzen. Über die Seite ev-beleg.de können Kunden dann ihre Belege nachträglich anfordern.

Genau abschätzen lassen sich die Auswirkungen aber erst, wenn die exakte Formulierung in der endgültigen Neufassung der LSV vorliegt – ist es wirklich eine Pflicht oder doch eher eine zusätzliche Option? Wird es genauere Vorschriften für das Bezahlen per webbasiertem System geben? Was wird sich für Kunden mit Ladekarten oder RFID-Tags ändern? Und auch zur Kommunikation des Ladepreises beim Ad-hoc-Laden liegen noch keine Informationen vor. Wir werden weiter über das Thema berichten.

Update 19.10.2020: Nach neuen Informationen haben wir den Artikel überarbeitet. Demnach stehen Industrie und das Wirtschafts- sowie das Verkehrsministerium kurz vor einer Einigung, eine Änderung könne bereits bald beschlossen werden, wie electrive.net aus gut informierten Kreisen erfuhr. Die von ChargePoint in der Mitteilung angesprochenen Punkte seien so nicht Gegenstand der aktuellen Diskussion, hieß es weiter.

Spätestens wenn die neue LSV beschlossen ist, werden wir wissen, was an der steilen These von ChargePoint dran ist – oder doch fortwärtsgewandtere Zahlungsmethoden beim Ad-hoc-Payment möglich bleiben.
Quelle: Infos per E-Mail

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40 Kommentare zu “Ladesäulenverordnung: Kreditkartenterminal wird offenbar Pflicht

  1. Lepus87

    Wie an der Tankstelle… Ein Kreditkartenterminal für x Zapfsäulen.. Es sagt keiner, dass jede Säule explizit ein Terminal brauche.

    • Kizna von Löwe

      Gibt sogar genug Tankstellen wo jede Säule ihr eigenes Terminal hat.

    • Markus

      Absolut korrekt.
      Außerdem ist ein Ausnahme von der PiN-Pflicht jawohl ziemlich dösig.

    • Lars

      Es gibt selbstverständlich Lösungen wo ein anonymer Benutzer einer Ladesäule ( mit NFC Giro oder Kreditkarte bezahlt) einen Eichrechtskonformen Beleg bekommt. Da sollte sich ChargePoint besser Informieren bevor solche Aussagen getätigt werden. Kreditkarten Zahlung kontaktlos mit Karte oder zb ApplePay anonym an Ladesäulen ist der absolut richtige Weg um eine Akzeptanz beim Kunden zu schaffen. Thema: Einheitliches Bezahlsystem !

    • Horst E.

      Danke!! Meine Meinung.
      1 Terminal für beliebige Säulen.
      Allerdings hat sich die kontaktlose Bezahlung mit EC- Karte oder Smartphone inzwischen etabliert. Das könnte bzw. sollte an dem Terminal auch möglich sein. Da ich zwar viel unterwegs bin, aber in DE oder EU, reicht mir aktuell eine EC-Karte völlig. Ich sehe keinen Vorteil, aktuell nur Zusatzkosten durch eine Kreditkarte.

    • Stefan Jepp Ioniqfahrer

      Man merkt, dass diese Regierung in der Vergangenheit lebt. Papierrechnung beim Bäcker und jetzt zurück zu Karten beim Laden?
      Die Zukunft ist digital, ohne Karte.
      Das Smartphone wird alles ersetzen.
      RFID ist viel moderner als die Kreditkarte.
      Kreditkartenverträge lassen sich ganz einfach mit dem Smartphone verwalten.
      Bitte hört auf in Verbrenner Kategorien zu denken!

  2. Manuel

    Bereits heute gibt es Terminals an Automaten, an denen man kontaktlos ohne Pin bezahlen kann. Daher hätte ChargePoint mal gründlicher recherchieren sollen

    • Kizna von Löwe

      Das haben sie evtl, aber das Mimimi von denen ist eher: wir wollen ein paar Euro Einsparen.

    • Bürger

      Mehr als überfällig!
      Das gesetz. Zahlungsmittel ist immer noch Euro und nicht nur die Einheit auf der Abrechnung.
      Bargeld müsste ebenfalls möglich sein.
      Versagen der Politik zum Nachteil der Bürger.

      Kann jeder Fahrkartenautomat!

      Ebenso fehlt die PreisauszeichnungsPFLICHT!

  3. Marley

    Endlich!
    Ich hab schon zig Karten und Apps – es nervt.

  4. Andreas Lesiok

    Super habe gewartet auf normale Card zu bezahlen wie Bankautomat mfg

  5. Ulrich

    Wie in Norwegen an einer normalen Tankstelle..Da nimmt man die Kreditkarte, schaltet sich eine Tanksäule frei, tankt geht zurück ans Terminal steckt seine Karte nochmals rein, es wird eine Quittung gedrückt mit Angabe der Menge. Wo ist jetzt das Problem? Ach ja man müsste vorher bekanntgeben wieviel die kWh denn kostet. Das wäre aber eine Transparenz.

  6. Josef

    Ein Lesegerät für einen Chip hat eh schon jede Säule und kann dort auch eine kontaktlose EC Karte oder Kreditkarte erkennen…und ein Keyboard auf ein in der Regel vorhanden Touchscreen anzuzeigen für eine PIN Eingabe ist auch keine Wunder der Technik.
    Es geht hier nur darum, dass bei jeder Transaktion Banken mitverdienen und das ist der einzige Grund dass das schwierig sein soll

  7. Christian

    Als Zusatzmöglichkeit finde ich Adhoc via. Ec- und Kreditkarte gut. Als einzige Bezahlmöglichkeit wird es der Todesstoß für Emobilität unter Vielfahrern außerhalb des Teslaunsiversums.

    Was ist der Status Quo? Innerhalb Deutschlands nutze ich als Vielfahrer genau 1 Ladekarte. Dadurch kenne ich meinen Preis sters vorher, sehe permant in der App des Anbieters die nächste Säule, welche Ladeleistung sie hat und ob sie online und frei ist.

    Was passiert ohne Roaming?
    Ich habe keine App die mir alle Ladesäulen auf einen Blick zeigt, ob sie frei sind, ob sie online sind etc. Den Preis kenne ich erst beim anfahren der Säule, ohne Ausweichmöglichkeit und somit ohne Konkurrenz. Ich bin gezwungen den Preis zu zahlen, selbst wenns 1€/kWh ist.

    Es ist ein Fehler zu denken, dass eine neue Technologie genauso funktioniert wie die alte. In dem Fall kann es ein fataler Fehler werden.

  8. HF-Emobil

    1) Das sollte genau so kommen mit verpflichtender Bezahlmöglichkeit über Kreditkarte ODER EC-Karte.
    Es wird Zeit, dem frühen Glücksrittertum in der E-Mobilität ein Ende zu setzen!
    2) Der Preis/kWh muss schon frühzeitig auf Displays erkennbar sein – am besten schon vor dem Aussteigen aus dem Auto (man kennt das bestens von jeder Tankstelle – geht doch).

  9. Jensen

    Ein (großer) Automat, der alle Zahlformen verarbeiten kann und auch entsprechend eine beliebige Anzahl von Ladepunkten steuert. Im 21. Jahrhundert sollte das die Regel sein und nicht nur ein Wunsch. Ein zeitgemäßes Kassen/Abrechnungssysem eben.

  10. Hans

    So ein Schwachsinn… Das man an jeder Säule adhoc-laden kann ist vielleicht notwendig, wird aber in der Praxis nur selten genutzt, da allein durch Zahlungsdienstleisterkosten viel teurer als mit Ladetarif. Wenn jetzt die Betreiber die zusätzlichen Kosten für Kreditkartenterminals mit den wenigen adhoc kwh verrechnen wird der ohnehin unattraktive Strompreis noch teurer. Einziger Gewinner ist der Staat, der mit höheren Strompreisen mehr Steuereinnahmen hat. Hat man auch daran gedacht, dass zusätzliche Displays und Tastaturen an den Säulen auch wieder zusätzliches Vandalismuspotential schafft??? Ich habe bis jetzt an jeder Säule, die funktionierte, Strom bekommen auch ohne Kreditkarte…. Eigentlich wollte ich meine Ladesäule in der Firma auch öffentlich zur Verfügung stellen. Ich bin froh es nicht gemacht zu haben und solche Artikel bestärken mich in meiner Entscheidung. Wie wäre es mit Maßnahmen, die die Emobilität förder???

    • Driver

      Sie haben völlig recht! Ein unnötiger und teurer Spaß! Noch dazu muss man heute schon an allen öffentlichen Ladepunkten in der EU eine Ladung per Direktbezahlung vornehmen können. Smartphone und Kreditkarte oder Paypal und schon lädt jeder der will ohne einen Vertrag abschließen zu müssen. Jeder weiß noch dazu vor Beginn der Ladung was diese kostet und erhält einen Beleg für die Ladung. Das ist aber wohl zu unmodern, zu einfach und zu billig. Da muss schon ein wetterfestes und vandalismussicheres physisches Kreditkartenterminal für 5000 Euro mit Anbindung an einen Zahldienstprovider in jeden Ladepunkt integriert werden, damit 3 mal täglich 4,50 € abrechnet werden können!
      Um der Gefahr zu begegnen, dass das Laden zu günstig bleibt, würde ich die Anschaffungs- und Betriebskosten für Ladeinfrastruktur weiter erhöhen und auch einen Drucker integrieren und nicht zu vergessen sollte auch ein Münzer und ein Geldscheineinzug mit Rückwechsler vorgeschrieben werden. Vielleicht will ja einmal ein Kunde bar bezahlen 😉

  11. Jabberwocky11

    Einfach wie an einer Tankstelle, nein das kann doch wirklich niemand wollen. Bitte liebe Stromkonzerne, bleibt da auf jeden Fall drann. Ich liebe es mit 15 Karten zu verreisen, man stelle sich vor man hat nur eine Karte und verliert diese. Was wir aus dem Tarifsumpf, womöglich zahle ich dann nur noch die tatsächlich geladene Menge, nein ich Liebe die Peepshow Preise, bitte bitte kämpft, wäre ja noch schöner wenn jeder seugen könnte wo er wollte !

  12. Badsoden

    Ladesäule sind schon defizitär. Mit solche Verpflichtungen wird es nur schlimmer. EC und Kreditkarten ist Schnee von gestern. Schreibe lieber ein Bezahlapp Standard vor plus Roaming. Verpflichte, dass der app der aktuelle Preis abgibt.

  13. Patrick

    Gott sei Dank, dann brauch ich endlich meine Mappe mit den 20 verschiedenen ladekarten nicht mehr. Wiso nicht von Anfang an so?

  14. Markus

    Meiner Ansicht nach vorgeschobene Scheinargumente. Alles umsetzbar. Optional könnten die Betreiber ein nicht Smartphone basierten Konzept anbieten, für welches es keinen Nutzeraccount braucht. Dann gäbe es aber freien Wettbewerb – wie bei Tankstellen – und das ist eben nicht in Betreiber, sondern nur in Endkundeninteresse.

    • H. Ebel

      Genau. Und wenn die Ladesäule keinen Kassenbon auswirft – na und. Auch für Kreditkarten gibt es bei der dazugehörigen Bank Kontoauszüge, wo ich meine Ladekosten zuordnen kann. Und wer Homebanking betreibt, kann auch zwischendurch vor der Abrechnung mal auf seine Umsätze schauen, was abgebucht wird.
      P.S. Geht – glaub ich – auch am Kontoauszugsdrucker. (O Gott, ich habe gefühlt vor 100 Jahren zuletzt am Kontoauszugsdrucker gestanden.)

      • Driver

        Auch wenn Sie keinen Beleg brauchen. Manche Kunden brauchen einen und zusätzlich gibt es eine gesetzliche Belegspflicht, an die muss sich jeder Betreiber halten!

        • Stephan

          Kann mir als Teslafahrer mal jemand erklären, warum man eine Karte an eine Ladestation halten muss? Tesla hatte es kurzzeitig mal allen gezeigt, dass über die beiden PINs am Typ2 auch bei Fremdfabrikaten Fahrzeugdaten auslesbar sind. Ergo: es muss lediglich (wie bei Tesla) eine einmalige Zuordnung zwischen Fahrzeug und Kreditkarte des Halters erfolgen, und schon wäre diese ganze “deutsche” und veraltete Diskussion hinfällig. Leider können “Software und Auto” nur die Amerikaner und Chinesen. Traurig und peinlich. Selbst ein Taycan muss für ein Update ans Cat-Kabel (in der Werkstatt!)….. Achja: habe als Teslafahrer noch nie einen defekten oder “streikenden” Supercharger erlebt…

  15. Peter Pickert

    War längst überfällig, bei LPG ist das Standard und funktioniert, bei Nachttanken dto.

    Zur Zeit herrscht das blanke Chaos mit den Karten und
    den Preisen,Abzocke des Kunden.

  16. Vince

    In jedem Supermarkt kann ich mit RFID-Verfahren wie Apple Pay oder Google Pay mit den Karten bezahlen, die in meinem Handy gespeichert sind, ohne jemals eine PIN einzugeben. Denn mit meinem Handy bringe ich bereits ein Gerät mit vielen Eingabemöglichkeiten mit, beispielsweise Fingerabdruckleser. Und beim Supermarkt muss ich auch keinen Vertrag abschließen. Warum geht das Gleiche nicht bei Ladesäulen?

    • Driver

      Geht doch, ist in der EU für alle öffentliche Ladepunkte vorgeschrieben.

  17. Karsten

    Chargepoint verdient doch am derzeitigen Modell. Deshalb verbreiten sie wissentlich Unsinn. Seit wann muss ich eine personalisierte Rechnung haben? Habe ich noch nie an der Tanke bekommen. Tankautomaten die Benzin gibt es schon seitdem ich Auto fahre. Sogar in Deutschland, wenn auch sehr selten. In Frankreich aber z.B ist es auch an der normalen Tankstelle üblich, dass man am Terminal bezahlt und die Tankstelle nur noch betritt, wenn man einen Schokoriegel möchte.

  18. Gajustempus

    mooooment einmal!

    Laut ChargePoint (eh einem Wucherer vor dem Herrn) wäre das Kartenlimit von 50 Euro DAS Hindernis?!?

    Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber das Auto mit dem FETTESTEN Akku lädt derzeit etwas um die 90 Kilowattstunden. Und selbst die werden nur in den seltensten Fällen ausgenutzt – in der Realität “tankt” man an einer Säule so höchstens 50-60 Kilowattstunden nach.

    Hat der Säulenbetreiber da jetzt etwa ernsthaft Bedenken geäußert, weil er da Preise von rund einem Euro pro Kilowattstunde (oder mehr) durchdrücken will, es aber nicht mehr KANN, weil ihm das System da einen Knüppel zwischen die Beine wirft?

    Liebe Frau Zierul – sie sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.

    • Vanellus

      Man kann auch die zweite Hälfte des Satzes lesen. Da steht: “… bei Beträgen über 50 Euro oder nach jedem fünften Bezahlvorgang die Transaktion per PIN-Code autorisiert …”
      Also: Oder nach jedem fünften Bezahlvorgang, d.h. auch unter 50 €

      • Hiker

        Ist das ein Problem? Nach fünf Zahlungen den Pin Code eingeben zu müssen? Ich verstehe nicht was hier abgeht. An normalen Kraftstoff Tankstellen geht das doch seit Jahren oder etwa nicht?

        • Driver

          Geht doch auch an Ladepunkten in der EU nur halt ohne pysikalischen Kreditkartenleser sondern mit Smartphone und Kreditkarte od. Paypal.

  19. Michael S.

    Das ist überfällig. Es muss möglich sein an jeder Säule einfach so mit Karte zu zahlen.

    Wenn der Markt nicht funktioniert hilft halt nur Regulierung.

  20. Driver

    Direktbezahlung geht heute schon an jedem öffentlichen Ladepunkt in Europa. Und das ganz ohne teure Kartenterminals. Handy und Karte reichen und man bekommt sogar einen Beleg für den Ladevorgang per PDF. Super Sache!

    Das Argument, dass die Terminals doch bei normalen Tankstellen super funktioniert gilt nicht: 1.) Ist der Umsatz pro Ladepunkt nur ein sehr kleiner Bruchteil des einer herkömmlichen Zapfsäule und 2:) sind die Ladepunkte nicht wettergeschützt und videoüberwacht unter einem Dach sondern irgendwo unter freiem Himmel und sind Witterung und Vandalismus ungeschützt ausgesetzt.

    Die Vorschreibung von physischen Kartenterminals wird dazu führen, dass die direktbezahlung um einiges mehr kosten wird als das zahlen per Vertrag und dass der Betrieb von Ladeinfrastruktur noch unattraktiver für Betreiber wird. Daraus folgt, dass weniger Ladeinfrastruktur gebaut wird.

    Heute kann jeder per Handy und Karte seinen Ladevorgang bezahlen und erhält einen Beleg. Jetzt will man ein funktionierendes und kostengünstiges System durch ein maximal teures und wartungsaufwändiges mit gleicher Funktion ersetzen.

    Was soll das?

    • Hiker

      Ganz einfach gesagt, ich habe die Schnauze gestrichen voll von zig Ladekarten. Ich sehe nicht ein wo der Vorteil sein soll, wenn ich gezwungenermassen Abos abschliessen und Roaminggebühren für garnichts abdrücken muss. Ganz abgesehen von den willkürlichen völlig wirren und ständig wechselnden Gebühren. Die noch dazu schlecht oder überhaupt nicht ausgezeichnet werden. Hier muss der Staat für Ordnung sorgen. So wie es auch anderswo läuft.

  21. Nicolas Block

    Glueckwunsch!
    Damit kann jeder ev-Anfänger seine 1.Tour mit einem ueberteuerten Preis abwickeln.
    Danach steigt er dann auf guenstigere Abo-Lösungen per Karte/App um.
    Problem: noch höhere Kosten und unrentable Ladung
    Lösung: entweder Kreditkarte ODER Anbindung an allgemeine Hubject/Verbund-Lösung

  22. Strauss

    Zuang mit jeder Bankkarte wie am Bankautomaten so gehts auf der ganzen Welt auch mit Maestrokarte.

  23. Markus Kleemann

    Warum immer komplizierter ?Nur weil der ein oder andere E-Fahrer nicht im stande ist ein Smartphone zu bedienen ?
    Und dann noch ganz wichtig: Datenklau am Bankomat-an der ladesäule wohl noch einfacher für die schwarzen Schafe unter uns !!!

  24. JD

    Wenn ich mir erst Gedanken machen muss wo ich mein Auto aufladen kann und dann noch was ich da für Karten und Apps brauche bleib ich lieber beim Verbrenner. Vorfahren, voll machen, bezahlen, wegfahren. Die Tankstelle weiß nicht wer ich bin, woher ich komme oder wohin ich fahre. Warum ist das für Elektroautofahrer zu einfach? Warum muss immer alles anders sein nur weils elektrisch ist? Schließt ihr auch erst ne Mitgliedschaft beim Dönermann ab und ladet die App runter wenn ihr Hunger habt?

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16.10.2020 11:23