04.09.2020 - 13:58

Aldi Süd plant 1.500 weitere Ladestationen

Aldi Süd hat angekündigt, weitere 1.500 Ladestationen auf den Parkplätzen seiner Supermärkte zu errichten. Damit würden mehr als 75 Prozent der Filialen des Discounters über mindestens einen Ladepunkt verfügen. Interessant: Die Aldi-Ladeinfrastruktur wird auch mit einem Bezahlterminal ausgestattet.

Noch in diesem Jahr sollen 200 Filialen eine neue Ladestation erhalten. In der Folge sollen pro Jahr rund 300 Ladestationen errichtet und in Betrieb genommen werden. Bei diesem Tempo wäre der angekündigte Ausbau 2024 oder 2025 abgeschlossen.

Mit einem symbolischen ersten Ladevorgang gab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Freitag in Passau den Startschuss für das Projekt. Wobei das Vorhaben laut Aldi Süd bereits im Juli dieses Jahres begonnen hat. Mit der Filiale in Landau in der Pfalz (Maximilianstraße) und in Köln (Poller Kirchweg) scheint es zudem bereits erste Standorte mit den neuen High Power Chargern zu geben.

Aldi Süd wird dabei nach einer ähnlichen Logik vorgehen wie bisher: An Filialen, die in der Nähe von Autobahnen oder in größeren Städten liegen, sollen vorrangig Schnellladesäulen errichtet werden. Im ländlichen Raum und in kleineren Städten sind günstigere AC-Lader geplant.

Neu ist allerdings die Ladeleistung der Gleichstrom-Schnelllader: Während in dem im Sommer 2018 angestoßenen DC-Ausbau vor allem 50-kW-Lader aufgestellt wurden, sollen jetzt Ladesäulen mit bis zu 150 kW errichtet werden. An den High Power Chargern – die jeweils zwei Schnellladepunkte bereitstellen – wird es jedoch kein CHAdeMO mehr geben. Lediglich CCS und Typ 2 stehen bereit. Die AC-Ladesäulen verfügen über je zwei Ladepunkte mit jeweils bis zu 22 kW. Die Hardware für das Großprojekt kommt von Alpitronic, ABB und wallbe/enercity. Auch die Tokheim Service Group (TSG) ist an Bord. Nach Informationen von electrive.net werde alle Aldi-Ladestationen in das Backend von wallbe eingebunden.

– ANZEIGE –

Mennekes

Geladen werden soll dabei ausschließlich mit Ökostrom. Wenn es vor Ort möglich ist, sollen auch Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Filialen errichtet werden. Zu den Investitionen in das Ladeinfrastruktur-Projekt macht der Discounter keine Angaben.

Aldi Süd betreibt derzeit bereits rund 100 kostenfreie Ladesäulen auf den Filial-Parkplätzen. Bis Frühjahr 2021 soll es insgesamt an 380 Filialen Ladestationen geben. Interessant ist auch, dass alle neuen Ladestationen mit dem x-pay Terminal von wallbe ausgestattet werden sollen. Dadurch soll ein einheitliches Bezahlsystem gewährleistet sein, da der Ladevorgang mit Giro- oder Kreditkarten, NFC-Smartphones sowie den gängigen Tankkarten gestartet werden kann. Dem Vernehmen nach stieß dieses Detail bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf besonderes Interesse. Das bedeutet auch, dass das Laden bei Aldi womöglich nicht auf Dauer kostenlos bleibt.

Derweil bahnt sich auch bei Aldi Nord ein Ladesäulen-Projekt an. Man bereite „einen kundenorientierten Aufbau von Lademöglichkeiten“ vor, gab ein Unternehmenssprecher im August gegenüber der „WirtschaftsWoche“ an. Details zu dem Projekt von Aldi Nord sind bisher noch nicht bekannt geworden.
lebensmittelpraxis.de, aldi-sued.de, wiwo.de (Aldi Nord)

– ANZEIGE –

Coperion BatteriemassenCoperion Technologie für kontinuierliche Produktion von Batteriemassen: Zuverlässige Technologielösungen, die eine konstant hohe Produktqualität sicherstellen: Die ZSK Extrusionssysteme von Coperion und Dosierer von Coperion K-Tron sind speziell für toxische sowie schwer zu handhabende Materialien in kontinuierlichen Produktionsprozessen konzipiert. www.coperion.com/batteriemassen

Stellenanzeigen

Senior Produktmanager (m/w/d) - Bereich Ladelösungen

Zum Angebot

Leitung Technik Elektromobilität (m/w/d)

Zum Angebot

Key Account Manager (m/w/d) Elektromobilität

Zum Angebot

33 Kommentare zu “Aldi Süd plant 1.500 weitere Ladestationen

  1. Christian Fischer

    Wieder eine Ankündigung das eine B2C Kette seine Geschäfte mit Ladestationen ausstattet. Ja, erfreulich, aber erneut unkonkret, da keine Auflistung verlinkt ist. Eine solche gab es meines Wissens noch nie bei einer dieser zahlreichen Ankündigungen. Informationsgehalt somit überschaubar und leider wieder mehr PR für die Firmen als Nachrichten für die Leser. Schade.

    • BEV

      ich bin auch mal gespannt, hab hier auch zwei Aldi’s in der nähe, der eine ist näher an der Autobahn, der andere hat aber bereits eine PV Anlage und ist am Stadtrand, welcher wirds wohl werden oder wie der keiner. Aber sobald es mehr BEVs werden, wird’s wieder uninteressant, dann ist die sowieso meist belegt.

      Was ich mich frage, 150kW, dann mit 400/800V ? Ich weis gar nicht ob ich schon mal eine 150kW 400V gesehen habe.

      • Super-E

        Da ist eine Alpitronic hypercharger 150 abgebildet. Die kann 150-1000V und bis zu 500A. Die 150kW gehen also ab 300V (auch laut Datenblatt).

        Was mich verwundert ist in dem Artikel CCS+Typ2. So wie ich das verstehe sind das 2xCCS

        Ansonsten eine gute Wahl. Die Ladeleistung passt zur durchschnittlichen Verweildauer. Typ2 Säulen halte ich bei den relativ kurzen Verweildauern für wenig sinnvoll. Die wäre eher bei einem IKEA oder einem Shoppingcenter mit 2h+ Verweildauer die bessere Wahl (Bei IKEA sind Schnellader eigentlich eine Fehlinvestition)

  2. exi

    Headlineergenzung: …ALDI-Nord nicht.

    : (

  3. Hans-Jürgen

    ….und der ländliche Bereich schaut wieder in die Röhre!!

    Toll

    • Kurt Theil

      Die anderen Discounter werden nachziehen. Das wird sich auf jeden Fall positiv auf die Ladeinfrastruktur und auch auf die Ladepreise auswirken – weiter so…

  4. dago

    die mittlere einkaufsdauer bei einem discounter ist wie lange ?
    echte einkaufskunden dürften kaum intertessiert sein, bei aldi, lidl und co. zu laden
    weil es für die paar minuten absolut keinen sinn macht
    die schnorrerfraktion wird es freuen 😉

    • Lobo

      Das stimmt so nicht. Das Motto lautet ABC (always be charging), also auch bei relativ kurzen Stops.

      • Akkuu

        Hm, das ABC gilt vielleicht für kleine Akkus und ergibt damit z.B. für einen Ioniq Sinn. Da immer mehr Autos mit Akkus >50kWh auf den Markt kommen, ist das Motto vielleicht etwas veraltet…

        • ID.alist

          Nein, ist weiterhin gültig.
          Wenn ich Einkaufen fahre, dann machen wir zuhaue einen Wocheneinkauf, Mindestdauer 30 Minuten. Wenn ich in der Zeit zumindest die Kilometer die ich für den Einkauf fahren musste kostenlos nachladen kann, dann bin ich mehr als zufrieden.

    • Norbert

      Mit angeschlagenen Kabel kann man auch kurze Pausen nutzen. Wenn ich für AC erst mein Kabel rauskramen muss, überlege ich mir das. Meine Zoe kann zum Glück die 22 kW Ladeleistung nutzen, die vielen Schnarchlader auf dem e-Automarkt leider nicht. Für mich eine Fehlentwicklung, denn schnelles DC wird es auch in Zukunft nicht überall geben. 22 kW AC Säulen aber gibt es überall.

      • BEV

        das ist schon richtig, aber für den „Hausgebraucht“ reichen die 11kW und unterwegs rentiert sich’s wirklich oft nicht das Kabel rauszuholen für eine AC Wallbox.

    • Björn

      Mit 150kW, auch wenn das nur das Maximum ist, sollten 20 Minuten schon reichen, um den Akku wieder einigermaßen voll zu bekommen. Und selbst wenn das nicht reichen sollte, ist das ja immer noch besser, als den Wagen an einer Stelle aufzuladen, wo man die Zeit gar nicht nutzen kann.

      • BEV

        so ist es, Audi für den e-tron folgendes an für einen 150kW HPC:
        In nur circa 30 Minuten von 5 % auf bis zu 80 % laden

        Und wenn man nicht jeden tag drei Sachen schnell kauft sondern mal vorher überlegt was man braucht, dann sind 30min auch gleich vorbei.

    • Thomas

      Sorry, aber da liegen Sie falsch. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Einkauf oft 20 Minuten und länger dauert. Ist der CCS frei fahre ich mit meinem IONIQ (28) damit nach dem einkaufen immer mit fast vollem Akku vom Parkplatz. „Leider“ gibt es mittlerweile immer mehr E-Autos und so besteht nun eher das Problem dass die Stationen seit einiger Zeit ausgelastet sind und sogar Warteschlangen entstehen.

      Naja und wenn ich einkaufen möchte, will ich nicht erst eine halbe Stunde oder länger darauf warten an der Reihe zu sein. Vielleicht werden an den Standorten mit den AC-Ladesäulen dafür mehrere Ladepunkte installiert? Das wäre eine schöne Sache.

      Übrigens muss ich gestehen, dass ich seit ich E-Auto fahre fast ausschließlich bei Aldi einkaufe. Bei Real, Lidl und Rewe war ich seitdem kaum mehr. Ist einfach zu verlockend zeitsparend und auch noch kostenlos sein Auto während des Einkaufs zu laden. Und wenn Aldi diesen Service bietet soll er auch meinen Umsatz bekommen.

    • Arne

      In Bayern habe ich bei einem E-Mobilitätsforum im Jahr 2018 von einer Zeiterfassung gehört: Der „normale“ Kunde bleibt im Durchschnitt 26 Minuten im Discounter. Der Kunde,welcher sein E-Fahrzeug lädt bleibt im Durchschnitt 20 Minuten länger im Laden. Das ist eine erhebliche Dauer und davon erwartet sich der Discounter dementsprechend Umsatz. Und somit sollte bei einer Ladeleistung von 150 kW die Ladedauer ausreichen. Das Laden wird in Zukunft häufig mit anderen Gelegenheiten verbunden werden und ermöglicht so auch Menschen ohne Eigenheim oder Ladesäule auf der Arbeit unkompliziert zu laden.

    • KnofiFlo

      Hallo dago.
      Wenn man im alten Verbrenner-Kreislauf denkt, ist das richtig. Tank leer fahren, dann wieder 100% voll tanken. Heißt aber auch: extra Zeit & Planung für das Tanken.
      Allerdings macht es nun mal mehr Sinn, wie bereits von anderen erwähnt, dass man das ohnehin stehende E-Auto einfach nur lädt. Egal, wie viel Strom da rein kommt.
      Und wenn auf einem Parkplatz 100 Steckdosen mit 3kw genutzt werden können, haben 100 Kunden etwas davon. Wenn der klassische Verbrenner / Schnorrer rücksichtslos / gedankenverloren vor der 350kw-Säule parkt, hat von der gleichen Strommenge niemand etwas, außer schlechte Laune.

  5. Michael

    Hallo Autor Sebastian, Die Überschrift ist suggeriert mal wieder etwas besonderes, was es dann mit nur 200 Ladestationen langsam voran geht… Dazu muss sogar Andi sich im „Sommerlich“ auch mal wieder zeigen und Werbung für Aldi machen. Und zum Ende des Artikels wird dasselbe mit den 200 Ladesäulen nochmal wiederholt, was weiter oben doch schon steht!

    • Michael

      Entschuldigung für die leider wieder automatischen Rechtschreibfehler!

  6. Shorti

    Ich habe mir wieder einen Euro 6 Diesel gekauft. Da brauche ich nur zur nächsten Tanke zu fahren. Ich muß also abends keinen Plan machen, wie ich am nächsten zur Arbeit fahre.
    Reden wir in 10 Jahren nochmals über ein
    E-Auto.

    • Christoph

      Wir stecken unseren e-Golf einfach am Abend zuhause an und morgens ist der voll geladen, kein Problem, geht sogar mit einer 230 V Steckdose. Fahrt zur Arbeit sind einfach 60 km, im Sommer klappt es sogar oft zweimal (240 km Landstraße). Somit relativ wenig Planung;)

    • Jensen

      @Shorti: Das herbeigeredete „Problem“ mit Plan machen oder ähnlichem ist deutlich kleiner als Sie denken. Während Sie zu einer Tankstelle fahren müssen, nutzt der Elektroautofahrer die mit am besten ausgestattete Infrastruktur im Land (Strom) weitgehend dann, wenn sein Auto sowieso steht. Idealerweise geht das zu Hause. Der „Plan“ besteht im übrigen auch nur darin, sich darüber Gedanken zu machen, was man so vorhat. Quasi eine Alltagstätigkeit eben. Und technische Unterstützung im Auto selbst und im www ist ja auch reichlich vorhanden, wenn man noch nicht alle Lademöglichkeiten selbst kennengelernt hat.

    • Scotty

      Ich fahre zu überhaupt keiner Tanke…
      Geladen wird beim einkaufen, und somit ohne jeden Zeitverlust.
      Man muss das Prinzip E-Auto auch verstehen wollen. Da geht es nicht darum voll zu Laden, sondern nachzuladen was man verfahren hat.
      War zu meinen Verbrennet Zeiten nicht änderst, hab immer nur getankt was ich brauchte, voll nur dann, wenn Benzin oder Diesel gerade billig waren. Dafür mussten dann immer wieder lästige Tankstops eingelegt werden, bei denen die Zeit komplett nur für diese einen Zweck zu gebrauchen war. Das bedeutete beim Einkaufen oder auch auf dem Weg zur Arbeit meist immer 15 Minuten zusätzlicher Zeitverbrauch.

    • Martin

      „Ich habe mir wieder einen Euro 6 Diesel gekauft.“

      Mein Beileid! 😉

  7. mike

    SchuKo Steckdosen wären ideal, auch für Übernacht-Lader (Laternenparker) somit wäre auch der Parkplatz doppelt genutzt („Flächenfrass“)

    • BEV

      So ist es, nur muss man dann auch sinnvolle Wege zur Abrechnung finden.
      In Skandinavien waren die Steckdosen schon flächendeckend vorhanden für die Motorheizung, daher tut man sich hier relativ leicht mit den BEVs

      • Gerd

        stimmt, in Skandinavien gib die Steckdosen überall, seit Jahrzehnten. Mit einfachsten analogen Zählern, Zeitschaltuhren von historisch bis netzgesteuert, einfach frei oder mit Bügelschloß. …

      • KnofiFlo

        Hallo BEV.
        Wenn ohnehin nur so wenig Strom durch die Schukos fließt, kann man den auch verschenken.
        Für die 50.000€, die man pro Schnell-Ladesäule ausgibt, lässt sich viiiel Industriestrom kaufen.
        Und für die Nacht-Lader kann man eine Parkgebühr verlangen.
        Oder stehen in Skandinavien Münzautomaten an den Steckdosen?

  8. Jürgen Kohl

    Hier wird ein Problem versucht zu lösen, das es nicht gibt. Mein Wagen hängt nachts am Strom und ich fahre morgens mit voll geladenem Akku und vorgeheiztem Auto los. Was bringt mir da eine 10 minuten Ladung an einem Discounter? Unser Edeka hier hat zwei Ladesäulen. An einem hängt dauernd ein Tesla, immer derselbe. Tag und Nacht und auch am Wochenende. Der andere wird dauernd blockiert von Verbrennern, da er nicht anständig ausgeschildert ist und da es den Verbrennerfahrern auch vollkommen gleichgültig ist.

    • Aspartic

      Das wäre doch mal einen Hinweis an die Geschäftsführung des Edeka wert? Es kann ja nicht im Sinne des Unternehmens sein, dass Schnorrer und unaufmerksame Kunden berechtigt unzufriedene Kunden wie Sie verursachen.

      • Tom

        es sei denn der Tesla gehört dem Marktleiter… 😉

    • Berlin

      Nicht vergessen, dass nicht jeder eine Garage hat in der er laden kann. Es gibt da sehr wohl ein Problem, dass viele eben solche Ladepunkte zwischendurch nutzen möchten, da Nachts eben nicht die Schuko Steckdose auf sie wartet

    • Zandy

      Es gibt auch Menschen, die im Mehrfamilienhaus wohnen und E-Auto fahren möchten. Ich kauf meist 2x wöchentlich für 5 Personen ein. Ich bin regelmäßig 30 bis 45 min im Geschäft. Bei meinen ca. 200 km/pro Woche würd ich mit 22 kW mehr als die Hälfte meines Wochenverbrauchs beim Einkaufen laden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/09/04/aldi-sued-plant-1-500-weitere-ladestationen/
04.09.2020 13:08