11.11.2020 - 11:17

USA: VW startet Bau von Hochvolt-Labor in Chattanooga

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Volkswagen hat nun in den USA mit dem Bau des angekündigten Hochvolt-Labors im Engineering- und Planungszentrum in Chattanooga begonnen. In dem rund 22 Millionen US-Dollar teuren Labor wird VW künftig Batteriezellen und -packs für die nordamerikanische Region testen und validieren.

Die Pläne für das Hochvolt-Labor hatte Volkswagen im August vorgestellt. Der Konzern stattet es unter anderem mit Korrosions- und Klimakammern sowie einem zwei Tonnen schweren Multi Axis Shaker Table (MAST) aus, der die mechanische Belastung schlechter Straßenverhältnisse simuliert.

Das Labor soll zusammen mit dem im Bau befindlichen E-Auto-Produktionsbereich und einer neuen Batteriemontage in Chattanooga den Kern von Volkswagens eMobility-Aktivitäten in Nordamerika bilden. Im August hieß es, man wolle das Labor bis zum Frühjahr 2021 voll funktionsfähig haben. In der aktuellen Pressenotiz nennt Volkswagen kein Datum. Sicher ist jedoch, dass das Labor vor dem geplanten Produktionsstart des VW ID.4 in Chattanooga im Jahr 2022 seinen Betrieb aufnehmen soll.

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Denn geprüft werden sollen dort unter anderem die Zellen für den E-SUV. Volkswagen spricht davon, dass man in dem neuen Labor „die in Georgia hergestellten Batteriezellen testen und optimieren“ wolle. Der Hintergrund: Volkswagen will für die MEB-Produktion in Tennessee die Zellen aus einem neuen Batterie-Werk des koreanischen Zelllieferanten SK Innovation im benachbarten US-Bundesstaat Georgia beziehen. So weit, so gut. Aber in einem Rechtsstreit mit dem koreanischen Konkurrenten LG Chem wurde es SK Innovation untersagt, wichtige Komponenten in die USA zu importieren. Die Entscheidung ist noch vorläufig, das endgültige Urteil sollte eigentlich bis Anfang Oktober stehen. Zwischenzeitlich wurde es nach Angaben von Reuters jedoch auf den 10. Dezember vertagt. Es bleiben also noch einige Wochen der Unsicherheit, wie der Rechtsstreit ausgeht – oder ob sich die beiden Streitparteien noch außergerichtlich einigen.

Doch zurück zum neuen HV-Labor: Volkswagen bezeichnet es als Teil seiner Bemühungen, sämtliche Aspekte der Fahrzeugentwicklung und -produktion zu dezentralisieren.  Gegenwärtig finden Batterietests und Validierungen in Braunschweig und Wolfsburg sowie in den chinesischen Städten Shanghai und Changchun statt. Durch den neuen Standort in Chattanooga sollen die gewonnenen Erkenntnisse schneller auf die lokale Produktion angewendet werden können. „Das Testen von Batterien in den USA (…) hilft uns dabei, Fahrzeuge schneller, kostengünstiger und besser auf die US-Kunden abgestimmt auf den Markt zu bringen“, bekräftigt Wolfgang Demmelbauer-Ebner, Executive Vice President und Chief Engineering Officer von Volkswagen of America.
media.vw.com

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