05.02.2021 - 10:17

BMW i1 angeblich gestrichen, mehr E-Limousinen als E-SUV geplant

BMW hat laut einem Medienbericht seine Produktpläne für die kommenden Elektroautos angepasst. Demnach sind einige E-Limousinen geplant, aber nur ein weiterer E-Ableger der bekannten SUV-Modelle.

Wie die „Automobilwoche“ berichtet, sei der elektrische Einser (i1) ist demnach aus der Prioritätenliste gefallen. Ein kompakter Stromer als ID.3-Konkurrent sei noch vor einem Jahr „auf einem guten Weg“ gewesen. Als Begründung für den Sinneswandel wird genannt, dass der i1 zu teuer geworden und damit eine zu geringe Rendite erzielt hätte. Dazu kommt: Als Kompaktwagen wäre er nicht für die USA und China geeignet – ganz ähnlich, wie es VW mit dem ID.3 hält. Stattdessen solle der aktuelle Verbrenner-Einser eine weitere Modellpflege erhalten und womöglich bis 2030 weiter gebaut werden.

Den neuen Einstieg in die Elektro-Welt der Münchner könnte der „Automobilwoche“ zufolge ein etwas größerer i2 werden. Ein konkretes Jahr für dieses Modell gibt es aber offenbar noch nicht, da es „bisher nur auf dem Papier“ existiere. Der meist gut informierte Journalist Georg Kacher spekuliert, dass das Zweier Gran Coupé mit langem Radstand die Basis bilden könnte – bisher wird diese Version des Zweiers nur in China verkauft.

China ist auch das Stichwort für das nächste Modell: Für 2022 könnte dort eine Elektro-Version des 3ers mit langem Radstand auf den Markt kommen. Anderen Berichten aus dem November 2020 zufolge könnte das Modell aber auch schon Ende diesen Jahres in den Verkauf gehen. Das Modell soll aber nur für China gedacht sein, in Europa soll der i4 als elektrische Mittelklasse-Limousine keine hauseigene Konkurrenz bekommen. Offen ist hier noch die Namensgebung, da der bestehende i3 bekanntlich noch bis 2024 Bestandsschutz genießt. Spanische Medien hatten im November über einen „i330e“ spekuliert.

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Wie bereits angekündigt sollen der elektrische 7er (i7) 2022 und der elektrische 5er (i5) 2024 kommen. Der i5 kommt erst 2024, da er bereits auf der nächsten Generation des Fünfers basieren soll, nicht mehr auf der aktuellen. Gesetzt sei ein Allradantrieb und eine Batterie mit 110 kWh, so die „Automobilwoche“. Beim i7 sollen es hingegen bis zu 120 kWh werden.

An der SUV-Front sollen der bereits erhältliche iX3 und der bereits vorgestellte iX als BMW-Flaggschiff nur noch durch ein weiteres Modell ergänzt werden. Ein kleines E-SUV auf Basis des X1, sehr wahrscheinlich iX1 genannt, soll Ende 2022 auf den Markt kommen. Dieses Modell soll dann auch den i3 ersetzen, der bekanntlich bis 2024 gebaut werden soll. Bei dem iX1 soll es sich nicht nur um einen „08/15-X1 mit Batterien im Bauch“ handeln, sondern ein optisch eigenständiges Modell, vermutlich mit optimierter Aerodynamik.

Somit würde das E-SUV-Angebot aus dem iX1, dem iX3 (der wegen des Modellwechsels beim X3 bereits 2024 einen Nachfolger bekommen soll) und dem iX entstehen. Letzterer soll als E-Alternative zu allen großen Verbrenner-SUV bei BMW dienen, wie die Münchner bereits bei dessen Vorstellung angedeutet haben: Da der iX so funktional wie ein X5, so Dynamisch wie ein X6 und so präsent wie ein X7 sein soll, sind derzeit weder ein iX5 noch ein iX6, iX7, iX8 in Planung – und auch keine iX2 und iX4.
automobilwoche.de

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14 Kommentare zu “BMW i1 angeblich gestrichen, mehr E-Limousinen als E-SUV geplant

  1. BEV

    ein i1 auf dem aktuellen 1er stelle ich mir auch schwierig vor, nicht unmöglich aber garantiert schwierig. Das hätte man wenn dann schon von anfang an einplanen müssen.
    Oder besser den i3 konsequent neu machen um das Ding günstiger mit größerem Akku bauen zu können.

    • Paul

      Der aktuelle i3 hat viele Fans und passt vom Konzept noch heute prima in die Stadt. BMW hat ja auch mehrfach betont, dass der i3 trotz des teuren Carbons Gewinne abwirft. Warum man auf dieser Architektur nicht einen würdigen Nachfolger entwickelt, bleibt mir ein Rätsel. Eigentlich müsste man nur das Infotainment und die Assistenzsysteme updaten und dem Wagen eine bessere Ladeleistung verpassen. Evtl auch mehr Reichweite, was aber durch den Fortschritt bei den Akkus das geringste Problem sein dürfte. Stattdessen der nächste SUV…

      • BEV

        Sie hätten halt den i5 bauen sollen, länger = größer Akku, 5 Türwn, Anhängerkupplung nicht vergessen. Zwei Motoren. Aktuelle Technik. Fertig.

      • C. Brinker

        Absolut deiner Meinung. Bis heute nach wie vor geniales Konzept, nur Reichweite und Ladeleistung erhöhen, ein wenig Softwareupdate, fertig…

        • gerd

          i2 i4 i5,..war ja so geplant, bis Kolben Klaus kam.
          beim jetzigen i 3 das Dach noch etwas niedriger, dann passt auch die Aero besser.

      • Alupo

        Sandy Munro hat kürzlich in einem Gespräch erwähnt, dass Carbonfasern im Auto nicht mehr teurer wären.Das kommt wohl eher auf den Lieferanten an und da ist BMW wohl wegen Susanne von Clatten festgebunden

        Als sehr viel kritischer sehe ich das Recyclingproblem bei Carbonfasern. Daher würde ich das nicht kaufen.

        • M.

          Ich bin jetzt in den Details der Konstruktion nicht so drin, könnte mir aber vorstellen, dass das Auto selbst der Akku, der aber leicht ersetzt werden könnte – sehr langlebig ist. Die Materialien im Innenraum sind es Eignern zufolge, von Motordefekten hört man kaum etwas, und vom Erscheinungsbild war die Kiste noch nie besonders modisch.
          Ich denke daher, dass diese Autos später mal ähnlich gesucht sein werden wir die Audi A2, die sich trotz anfälliger Antriebstechnik noch immer gut verkaufen lassen. Mit eigener PV ein auf lange Sicht gutes Stadtauto mit minimalen Unterhaltskosten.

          Übrigens, wenn mal ein i3 brennt, bleibt von der Karosse nichts übrig außer ein Haufen Asche. Der Rest ist Metall und die Batterie, da wissen wir ja, wie es geht.
          Ist zwar nicht Recycling im eigentlichen Sinne, aber zumindest die Entsorgung in einer Müllverbrennungsanlage scheint nicht schwierig zu sein. 😉

  2. Gerd

    Irgendwie stellen sich die Aktivitäten von BMW (und auch Daimler) immer mehr als Rückzug dar.
    Auch ich als zufriedener I3-Fahrer kann es nicht verstehen, warum der I3 keinen Nachfolger -oder wenigstens ein zeitgemäßes update-bekommt.
    Einen Stadtpanzer will ich nicht und der Vorteil eines kleinen BMW wäre auch, dass BMW auf eine 0,5m²-Front keine 2m² Niere schrauben kann.

    • Klaus

      So geht BMW Pleite. Die verschlafen die Zukunft.

  3. Jörg Jürgensohn

    Wozu so kompliziert? Der i3 ist immer noch eine gute Basis für ein Kompakt-EV. 55kWh Akku rein, neuestes iDrive mit größerem Bildschirm und vllt noch eine zeitgemäßere Ladeleistung und fertig. Das kauf ich jederzeit lieber als den Plastikbomber von Volkswagen.

    • Jörg Heinrich

      Zusätzlich die Assistenzsysteme von Kamera auf Radar plus Kamera umstellen. Aktuelles System ist nicht so ganz zuverlässig, gerade bei tiefstehender Sonne

  4. hmk3198

    Der BMW iX ein Flaggschiff? Eher eine plumpe Tiefkühltruhe mit angehefteter Rüsselscheibe an der Front. Wie man eine Karrosserie besser mit einem nach unten gezogenen Kühlergrill gestaltet, zeigt z.B. Alfa Romeo. BMW stellt sich selbst ein Bein beim Verzicht auf talentierte Designer. Wie wär’s mit Thomas Ingenlath, dessen Kreationen Volvo zu neuem Glanz verholfen haben?

  5. Dieter Schleenstein

    Warum heißt der iX3 so, wenn ich alles richtig verstanden habe, hat der doch nur Hinterradantrieb?
    Er kann also keine Alternative zum X3 sein!

  6. Hans Gnann

    Ich weiß nicht, wo die BMW-Manager die Zuversicht schöpfen, noch 10 Jahre einen Verbrenner-Einser zu verkaufen…

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/02/05/bmw-i1-angeblich-gestrichen-mehr-e-limousinen-als-e-suv-geplant/
05.02.2021 10:01