16.03.2021 - 15:12

Ford plant BEV-Version des Transit Custom für 2023

Ford hat angekündigt, dass die nächste Generation der Baureihe Transit Custom ein vollelektrisches Modell umfassen wird. Dasselbe gilt für das Pkw-Pendant Tourneo Custom. Gefertigt werden sollen die Fahrzeuge ab dem ersten Halbjahr 2023 am Standort im türkischen Kocaeli. Und: Ford baut dort auch einen Ableger für Partner VW.

Details zu den beiden rein elektrischen Versionen nennen die US-Amerikaner noch nicht. Es heißt lediglich, dass neben konventionellen Antrieben, Mild-Hybrid und PHEV künftig auch ein Batterie-elektrischer Antrieb angeboten werden soll. Alle Versionen der nächsten Custom-Generation – also auch die neue Stromer-Variante – wird Ford Otosan fertigen, das Joint Venture von Ford in der Türkei. Dieses hatte seinerseits vor Kurzem angekündigt, an seinem Stammsitz eine Batteriemontagefabrik als Ergänzung zu seiner E-Fahrzeug-Fertigung errichten zu wollen. Die Anlage soll bis 2022 fertiggestellt werden. Dort wird dann auch der große E-Transit für Europa gebaut, den Ford 2020 vorgestellt hatte.

Mit der Einführung eines rein elektrischen Transit Custom passt sich Ford ein Stück weit den anderen Marktteilnehmern an. Denn: Mit dem Plug-in-Hybrid als bis dato höchsten Elektrifizierungsgrad ist der Autobauer im Segment der fünf Meter langen Lieferwagen mehr oder weniger alleine. Die Konkurrenz setzt vornehmlich auf das Doppel von Diesel- und Elektro-Transportern: Daimler mit dem e-Vito und PSA mit dem Trio Opel Vivaro-e, Citroën ë-Jumpy und Peugeot e-Expert, um nur einige Vertreter zu nennen. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir den Transit Custom PHEV jüngst auch getestet. Hier geht’s zum Fahrbericht.

Unterdessen ist Ford bestrebt, den Nutzen der Hybrid-Varianten für die Zukunft zu betonen: Man sei sich bewusst, dass nicht alle Nutzfahrzeugbetreiber den Wechsel vom konventionellen Verbrennungsmotor zu vollelektrischen Fahrzeugen in einem Sprung vollziehen werden. „Deshalb setzt Ford auf ein breites Spektrum an Antriebstechnologien vom Mild-Hybrid bis Plug-in-Hybrid, was auch in der nächsten Generation des Ford Transit Custom ein wesentlicher Bestandteil der Produktpalette sein wird“, heißt es in einer begleitenden Pressemitteilung.

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Stuart Rowley, Präsident von Ford Europa, ist überzeugt, dass die nächste Generation der Transit Custom-Baureihe – einschließlich der vollelektrischen Varianten – die Position von Ford als Nutzfahrzeugmarke Nummer eins in Europa stärken werde. Bereits im Februar hatte Ford angekündigt, ab 2024 in jeder Baureihe seiner Nutzfahrzeugflotte eine elektrifizierte Variante (BEV oder PHEV) anzubieten. Ab 2030 sollen diese Fahrzeuge dann zwei Drittel der verkauften Ford-Nutzfahrzeuge ausmachen.

„Das Wachstum im Nutzfahrzeuggeschäft und starke Partnerschaften wie unsere Allianz mit Volkswagen und unser Joint Venture Ford Otosan bilden das Fundament für den zukünftigen Erfolg von Ford“, ergänzt Rowley. Den deutschen Autobauer nennt der Ford-Chef in diesem Kontext nicht zufällig. In seiner Mitteilung erwähnt der US-Konzern, dass im türkischen Kocaeli als Teil der vor zwei Jahren vereinbarten Allianz mit Volkswagen auch „die nächste Generation des 1-Tonnen-Nutzfahrzeugs von Volkswagen“ gebaut werde. Gemeint ist offenbar der VW-Transporter. Ob auch dieser einen reinen E-Antrieb erhält, lässt sich aus dem Satz nicht interpretieren. In der Mitteilung heißt es ergänzend nur, dass die Kooperation zwischen Volkswagen und Ford unter anderem auf Skalierungseffekte abziele, die durch gemeinsame Fahrzeugplattformen erreicht werden sollen. Beide Unternehmen könnten so gemeinsam mehr Technologien schneller auf den Markt bringen.

Zum Hintergrund: Ford und Volkswagen hatten im Juni 2020 Verträge für ihre globale Allianz in den Bereichen Elektrifizierung, leichte Nutzfahrzeuge und autonomes Fahren unterzeichnet. Auf dieser Basis wird Ford unter anderem auch sein erstes in Europa produziertes Elektro-Modell bauen. Dieses basiert nämlich auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen. Auch hier ist von einem Martstart im Jahr 2023 die Rede.
media.ford.com

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