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eMobility update: Volvo will Elektro-Primus werden, Shell und Renault wollen zu Ionity, Nissan

Willkommen zum „eMobility Update“. Das sind heute unsere Themen aus der Welt der Elektromobilität: Volvo plant Batterien für 1.000 km Reichweite ++ Shell und Renault wollen zu Ionity ++ Nissan produziert neues E-Modell in UK ++ eeMobility und E-Wald werden Teil der Mer-Gruppe ++ Und Sandvik verkauft elektrische Bergbaufahrzeuge ++

#1 – Volvo will Elektro-Primus werden

Volvo Cars will tiefer in die Wertschöpfung von Elektroautos einsteigen. Dazu will der schwedische Hersteller neue Technologien nicht länger nur zukaufen, sondern mithilfe von Partnern wie Google oder Northvolt unter das eigene Dach holen. „Wir müssen Batterien auf die gleiche Weise verstehen, wie wir den Verbrennungsmotor verstehen“, sagte Volvo-Chef Håkan Samuelsson im Rahmen einer Präsentation. Für Lithium-Ionen-Batterien mit NMC-Chemie sagt Volvo noch ein Entwicklungspotenzial für die nächsten fünf bis zehn Jahre voraus. Entsprechend will Volvo mit seinem Partner Northvolt die Energiedichte im Vergleich zu aktuell verfügbaren Batteriezellen noch um bis zu 50 Prozent erhöhen. Mit einer Feststoffakku-Technologie auf Basis von Silizium-Anoden sollen in der zweiten Hälfte der Dekade zudem Batterien mit einer potenziellen Reichweite von 1.000 Kilometern folgen. Hintergrund dieses Kraftakts zum Einstieg in die Zellfertigung ist Volvo s Bestreben, sich bis 2030 zu einem vollelektrischen Premium-Hersteller zu wandeln.

#2 – Shell und Renault wohl zu Ionity

Shell und Renault sind offenbar zwei von mehreren Interessenten, die sich am Schnellladenetzwerk Ionity beteiligen wollen. Die endgültigen Gebote für einen Anteil von 20 bis 25 Prozent des Joint Ventures im Wert von 400 bis 500 Millionen Euro sollen im Juli erfolgen. Das schreibt die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Die Erweiterung des Investoren- und Gesellschafterkreises käme nicht überraschend. Bereits im März war bekannt geworden, dass Ionity die Großbank BNP Paribas für die Suche nach externen Investoren engagiert hat. Nun gibt es offenbar konkrete Hinweise auf Interessensbekundungen von Renault und Shell. Mit dem Ölkonzern unterhält Ionity bereits seit Ende 2017 eine Standort-Partnerschaft: Beide Seiten haben vereinbart, Ionity-Stationen an 80 Shell-Standorten in zehn europäischen Ländern aufzubauen.

#3 – Nissan-Stromer aus UK

Nissan hat nun offiziell bestätigt, dass sein chinesischer Batteriepartner Envision am Nissan-Werk im englischen Sunderland eine Batteriefabrik bauen wird. Zudem wird dort künftig ein neues Elektromodell produziert. Beide Ankündigungen sind Teil einer von Nissan und Envision getragenen Initiative namens EV36Zero. Die Batteriefabrik wird größer ausfallen als gedacht: Sie soll zunächst über eine Jahreskapazität von 9 Gigawattstunden verfügen und bis zum Jahr 2030 auf 25 Gigawattstunden wachsen. Potenziell sollen bis zu 35 Gigawattstunden möglich sein. Offiziell ist nun auch, dass in der Batteriefabrik ein neuer Zelltyp mit einer 30 Prozent höheren Energiedichte produziert wird. Medienberichten zufolge könnte das Batteriewerk 2024 eröffnen.

#4 – Aus eeMobility und E-Wald wird Mer

Der norwegische Energiekonzern Statkraft hat die beiden von ihm übernommenen Unternehmen eeMobility und E-Wald in der europäischen Marke Mer verschmolzen. eeMobility und E-Wald werden unter dem Dach einer Holding mit Sitz in Düsseldorf enger zusammenarbeiten und wurden in Mer Solutions GmbH bzw. die Mer Germany GmbH umbenannt. Die Mer Solutions wird dabei als Spezialist für 360°-Ladelösungen bei Flottenkunden besonders die Bedürfnisse von Firmen und Dienstwagenberechtigten in den Blick nehmen, also den Bereich des nichtöffentlichen Ladens betreuen.

#5 – ZeroAvia plant H2-Flugzeug mit 19 Sitzen

Und zum Schluss gehen wir noch in die Luft: Denn ZeroAvia hat sein Wasserstoff-elektrisches Luftfahrtprogramm auf 19-sitzige Flugzeuge ausgeweitet. Von dem 19-Sitzer sollen zunächst zwei Exemplare entstehen – jeweils eines in England und eines in den USA. Im vergangenen Jahr erst gelang ZeroAvia im Rahmen des von der britischen Regierung unterstützten Projekts HyFlyer der Erstflug eines sechssitzigen Wasserstoff-Flugzeugs auf Basis einer umgerüsteten Piper. Bereits damals wurde angekündigt, im nächsten Schritt ein Flugzeug mit zehn bis 20 Plätzen umrüsten zu wollen.

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