13.07.2021 - 10:10

Stellantis holt SVOLT in Kreis der Batteriezell-Lieferanten

Ab 2025 wird Stellantis seine Batterien für Elektroautos auch von SVOLT beziehen. Dass SVOLT neben CATL, BYD, Samsung und LG Energy Solution zu den künftigen Lieferanten von Batteriezellen gehören wird, hatte Stellantis bereits vor einigen Tagen bei der Vorstellung seiner neuen Elektro-Strategie erwähnt.

Wie SVOLT nun mitteilt, wird man dem Autokonzern ab 2025 „ein breites Produktportfolio“ zur Verfügung stellen: „Von der Batteriezelle über den Hochvoltspeicher bis hin zum Batteriemanagementsystem.“ Für den Auftrag von Stellantis wird SVOLT seine Produktionskapazitäten in China und die künftigen Produktionskapazitäten in Europa nutzen – genau genommen die geplante Fabrik im Saarland. Konkrete Zahlen zum Umfang des Auftrags nennt SVOLT nicht.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Stellantis einen renommierten Kunden für unsere hochwertigen Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme gewinnen konnten und künftig mit Batterien beliefern dürfen“, äußert Maxim Hantsch-Kramskoj, Vice President Sales & Marketing SVOLT Europe. SVOLT hat in den vergangenen Jahren viel Entwicklungsarbeit in die Schaffung von kobaltfreien Zellen gesteckt. Im April soll die Massenproduktion von kobaltfreiem Kathodenmaterial für die sogenannten NMX-Batteriezellen des Unternehmens in Jintan, im Osten Chinas, begonnen haben. Die darauf basierenden kobaltfreien Batteriezellen sollen ab diesem Sommer hergestellt werden.

Der chinesische Batteriezellenhersteller, der vor einigen Jahren aus dem chinesischen Autobauer Great Wall hervorgegangen ist, hatte die kobaltfreien Zellen erstmals 2019 angekündigt und im Mai 2020 erste Details dazu genannt. Seit Mitte Dezember sind die ersten Zellvarianten bestellbar. Welchen Zelltyp das Unternehmen an Stellantis liefern wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar, viel spricht aber für ebendiese kobaltfreien Zellen. Denn der Mehrmarken-Konzern hatte vor einigen Tagen auf seinem „EV Day 2021“ eine umfassende Elektrifizierungsstrategie auf Basis von vier BEV-Plattformen angekündigt und dabei erläutert, konzernweit auf zwei Batterie-Zellchemien setzen zu wollen: Eine günstigere Version ohne Nickel und Kobalt (wohl aber keine LFP-Chemie, als Materialien gab Stellantis neben Lithium Eisen und Mangan an), die auf Zellebene auf eine Energiedichte von 400 bis 500 Wh/l kommen und mit dem Cell-to-Pack-Ansatz in die Fahrzeuge integriert werden soll. Und zweitens eine Nickel-basierte Zellchemie, mit einer Nickel-Mangan-Kathode. Auf Zellebene sind 600 bis 700 Wh/l als Ziel ausgegeben, hier sollen aber zunächst noch Module zum Einsatz kommen. Erst für 2026 ist hier der Schritt zu Cell-to-Pack angekündigt. Ebenfalls für 2026 peilt Stellantis den ersten Einsatz einer Feststoffbatterie in den Fahrzeugen an.

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Für 2025 geht Stellantis von einem weltweiten Bedarf von 130 GWh für den Konzern aus, davon 80 GWh in Europa. Neben den Gigafactories von ACC (dem Joint Venture gemeinsam mit der Total-Tochter Saft) sollen die Zellen wie eingangs erwähnt von CATL, BYD, Samsung, LG Energy Solution und eben auch von SVOLT bezogen werden. Im Jahr 2030 soll der Bedarf bei 260 GWh liegen, davon über 170 GWh in Europa.

SVOLT strebt seinerseits bis 2025 eine globale Produktionskapazität von 200 GWh und weltweit sieben F&E-Zentren an. Im Februar kündigte das Unternehmen vor diesem Hintergrund an, seine Produktionskapazitäten in China auszuweiten. Geplant sind neue Fabriken in Huzhou in der chinesischen Provinz Zhejiang sowie in Suining in der Provinz Sichuan, mit Jahreskapazitäten von jeweils 20 GWh.

Im November 2020 hatte SVOLT zudem bekannt gegeben, eine Batteriezellfabrik mit einer Kapazität von 24 GWh im Saarland bauen zu wollen. Die Zellproduktion soll bis Ende 2023 starten, zudem sollen im Saarland an einem weiteren Standort aus den Batteriezellen Module und Packs montiert werden. Insgesamt wollen die Chinesen laut einer Ankündigung von 2020 für die beiden Standorte bis zu zwei Milliarden Euro in dem Bundesland investieren, in der finalen Ausbaustufe sollen bis zu 2.000 Arbeitsplätze entstehen.
svolt-eu.com

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