05.08.2021 - 09:37

Alfa, DS, Lancia: Weitere Stellantis-Marken werden rein elektrisch

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Stellantis hat bei der Präsentation seiner Geschäftszahlen für das ersten Halbjahr neue Details zu seiner Elektrifizierungsstrategie genannt. DS Automobiles wird demnach ab 2024 nur noch reine BEV auf den Markt bringen. Alfa Romeo soll ab 2027 zur reinen Elektroauto-Marke werden.

Anfang Juli hatte Stellantis seine Elektro-Strategie vorgestellt und dabei verkündet, dass Opel ab 2028 in Europa zur Elektro-Marke wird. Fiat soll zwischen 2025 und 2030 rein elektrisch werden – sobald E-Autos zum Preis von Verbrennern verkauft werden können, hieß es im Juli.

Bei der Strategie-Präsentation ging der Mehrmarken-Konzern aber nur auf einige Beispiele ein – neben Opel und Fiat wurden noch die Elektrifizierungs-Pläne der US-Marken Dodge, RAM und Jeep näher vorgestellt. Beim Marken wie Lancia oder Alfa-Romeo wurden in der Präsentation nur Claims wie „From 2024, Alfa Becomes Alfa e-Romeo“ gezeigt.

Was sich da also schon angedeutet hatte, wurde jetzt bestätigt. Lancia wird ab 2024 nur noch elektrifizierte Modelle anbieten (also auch Hybride), ab 2026 sollen neue Lancia-Modelle aber ausschließlich mir reinem Elektroantrieb auf den Markt kommen. Wann genau die Umstellung auf reine E-Antriebe bei der italienischen Marke abgeschlossen sein soll, geht aus der Präsentation zu den Halbjahreszahlen nicht hervor. Derzeit hat Lancia mit dem Ypsilon nur noch ein Modell im Angebot, das auch nur noch in Italien verkauft wird.

Die französische Marke DS Automobiles wird bei Modellwechseln bereits ab 2024 nur noch Elektroantriebe verbauen. Aber auch hier wird kein Datum genannt, wann der letzte Verbrenner oder Hybrid verkauft werden soll.

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Etwas konkreter ist es bereits bei Alfa Romeo: Hier soll die Umstellung auf 100 Prozent BEV in Europa, Nordamerika und China bis 2027 abgeschlossen sein. Derzeit hat Alfa Romeo noch kein einziges BEV im Programm. Das Modellportfolio umfasst aktuell nur zwei Baureihen, die Limousine Giulia und das SUV Stelvio. Im Zuge der Fusion wurde Ex-Peugeot-Chef Jean-Philippe Imparato zum neuen Marken-Chef ernannt.

Alfa Romeo soll – mal wieder – zur Premiummarke des Konzerns aufgebaut werden. Wie die „Auto, Motor und Sport“ berichtet, soll 2022 das kleinere PHEV-SUV Tonale auf den Markt kommen, gefolgt von einem noch kleineren SUV mit HEV-, PHEV- und Elektroantrieb, Brennero genannt. Dieses Modell soll ab 2023 in Polen auf Basis der bekannten e-CMP gebaut werden – also wohl mit dem bekannten 100-kW-Antrieb und der 50 kWh großen Batterie. Auf den Start der neuen Plattform STLA Small im Jahr 2026 wollte Alfa demnach nicht warten.

Die STLA Small ist eine von vier Plattformen, die Stellantis mit seiner Elektro-Strategie vorgestellt hatte. Die STLA Large für größere Fahrzeuge geht bereits ab 2023/2024 an den Start und soll laut der „AMS“ die Basis für die Neuauflage der Giulia und des Stelvio bilden. Informationen des britischen Magazins „Autocar“ zufolge könnte der Limousine Giulia ein sportlicheres, viertüriges Coupé zur Seite gestellt werden – womöglich mit der legendären Modellbezeichnung GTV. Imparato hat seine Vorliebe für Retro-Modelle bereits durchblicken lassen – der Markt für ein zweitüriges Sportcoupé GTV (oder gar als Alfa Spider ein zugehöriges Cabrio) ist aber wohl zu klein.

Insgesamt planen die Stellantis-Marken bis 2023 den Launch von elf BEV- und zehn PHEV-Modellen. Bei Citroen sollen bis zum ersten Halbjahr 2023 insgesamt drei BEV kommen, Fiat Professional plant 2022 zwei neue BEV, der erste reine Elektro-Jeep (womöglich der bei der Strategie-Präsentation angekündigte Wagoneer) soll im H1 2023 kommen. Bis dahin will Maserati zwei BEV im Angebot haben. Opel und Peugeot planen noch in diesem Jahr jeweils ein weiteres Elektroauto, die Franzosen für 2023 noch ein weiteres.

Zu den Finanzzahlen: Im ersten Halbjahr seines Bestehens kam der fusionierte Stellantis-Konzern auf einen Umsatz von 75,3 Milliarden Euro (+46 Prozent), der operative Gewinn lag bei 8,6 Milliarden Euro – was eine operative Marge von 11,4 Prozent ergibt.
stellantis.com (PDF), auto-motor-und-sport.de

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