10.09.2021 - 12:16

XEV: Serienversion des Yoyo gibt Verkaufsdebüt in Italien

Das italienische Startup XEV hat auf der IAA Mobility die Serienversion seines 3D-gedruckten E-Kleinstwagens Yoyo enthüllt. Auf dem Heimatmarkt in Italien startet nun auch der Verkauf. Die Preise liegen mit mindestens 13.900 Euro vor Subventionen deutlich höher als ursprünglich angekündigt.

Kurzer Rückblick: Bei der erstmaligen Vorstellung des Yoyo im Frühjahr 2018 hieß es noch, dass das Mini-Fahrzeug der Klasse L7e zunächst auf dem chinesischen Markt herauskommen soll. Das meldeten seinerzeit chinesische Medien, ein offizielles Statement gab es dazu nie.

China deshalb, weil XEV den Yoyo zusammen mit chinesischen Zulieferern baut. Jetzt ist aber klar, dass das E-Fahrzeug zunächst „auf allen wichtigen europäischen Märkten angeboten“ werden soll. Zuvorderst in Italien. Dort wird der Yoyo nach Förderung ab 9.900 Euro kosten. Ende 2019 kündigte der Hersteller aus Turin noch an, in Europa einen Preis ab 7.995 Euro aufrufen zu wollen.

Wie dem auch sei. Schauen wir uns die technischen Daten des 2,53 Meter kurzen und nur 450 Kilogramm (ohne Akku) schweren Zweisitzers an: Angetrieben wird der Yoyo von einem Permanent-Synchron-Motor an der Hinterachse, der 7,5 Dauer- und 15 kW Spitzenleistung bietet. Kombiniert ist dieser mit einem austauschbaren LFP-Akku mit 10,4 kWh und 77 Volt. In dieser Konfiguration soll der Yoyo bis zu 150 Kilometer  schaffen, allerdings nach den sogenannten Urban Dynamometer Driving Schedule-Testzyklus, kurz UDDS. Einen für den Stadtverkehr maßgeblicher, aber für die Alltagsnutzung unrealistischer Standard. Die Höchstgeschwindigkeit gibt XEV mit 80 km/h an. Die Angaben weichen an einigen Stellen etwas von den 2019 in Aussicht gestellten Werten ab. Seinerzeit war etwa eine höhere Spitzenleistung, aber auch ein niedrigerer Batterie-Energiegehalt geplant.

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Die Architektur des Yoyo besteht derweil aus einem Stahlrahmen, während viele der Karosserie- und Innenraumteile per 3D-Druck hergestellt werden. Daher weist der Stromer auch einen hohen Plastikanteil auf. Zu den weiteren Merkmalen gehört ein Panoramadach, ein Mini-Kofferraum mit 160 Liter Volumen und 14- bzw. 15-Zoll-Räder. Das zulässige Gesamtgewicht beziffert XEV auf 850 Kilogramm, wobei die Batterie auf 75 Kilogramm kommt. Interessant ist ansonsten, dass der Yoyo höher als breit ist. Die kompletten Maße betragen 2.530 mm Länge, 1.500 mm Breite, 1.560 mm Höhe und ein Radstand von 1.680 mm.

Geladen werden kann das Modell entweder per Schuko-Steckdose oder per Typ-2-Anschluss – wobei der Ladevorgang von 30 auf 100 Prozent an Letzterem recht lange vier Stunden dauern soll. XEV will aber alternativ ein Akkuwechsel-System kreieren, sodass leere Batterien entweder an entsprechenden Stationen oder über einen buchbaren mobilen Service oder manuell gewechselt werden können. Aufgebaut ist der 10,3-kWh-Energiespeicher aus drei Akkus à 25 Kilogramm, die am Heck des Mini-Fahrzeugs leicht zugänglich sind und für die XEV eine Garantie von drei Jahren ausstellt.

Zur Schaffung eines stationären Wechselsystems hat XEV erst dieser Tage eine Vereinbarung mit Tankstellenbetreiber Eni unterzeichnet. Demnach soll die „nachhaltige und effiziente urbane Mobilitätslösung in den kommenden Monaten an ausgewählten Eni-Tankstellen verfügbar sein“. Teil des Deals ist auch, dass der Yoyo ab 2022 Teil der Enjoy-Flotte, dem Carsharing-Service von Eni, wird.

Was die Optik angeht, will XEV Komponenten des Fahrzeugs in einer Reihe verschiedener Stile anbieten, sodass sich der Yoyo leicht individualisieren lässt. Als Ausstattungs-Highlights nennt das Startup u.a. einen digitalen Tacho und einen 10-Zoll-Infotainment-Touchscreen im Cockpit sowie eine Klimaanlage.
insideevs.de, autonotizen.de, vision-mobility.de, xev-global.com, eni.com

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