BorgWarner setzt Spatenstich für neues Werk in Portugal

Der US-Automobilzulieferer BorgWarner hat den Grundstein für ein neues Werk im portugiesischen Viana do Castelo gelegt. Das Unternehmen will dort Produkte wie Elektromotoren, Wechselrichter und Batteriemanagement-Systeme für eine Vielzahl von Autoherstellern in Europa herstellen.

Die Investitionen in das Werk belaufen sich nach Angaben von BorgWarner auf 100 Millionen Euro. 300 Arbeitsplätze werden den Angaben nach an dem Standort entstehen und die Anlage verschiedene Bereiche wie Betrieb, Technik sowie Qualität und Einkauf beherbergen. Die Produktion soll teilweise im dritten Quartal 2022 beginnen, die Nutzung des Werkes in voller Kapazität plant das Unternehmen für 2024.

BorgWarner hat im Rahmen seiner Initiative Charging Forward seine Elektrifizierungsstrategie beschleunigt. Das Unternehmen hat sich vorgenommen, bis 2030 den Umsatz mit Komponenten für Elektrofahrzeuge auf etwa 45 Prozent anzuheben. Bis 2035 peilt BorgWarner Klimaneutralität an.

Während einer Zeremonie, an der neben Führungskräfte von BorgWarner auch Regierungsvertreter teilnahmen, hob Tony Allen, Präsident und General Manager Europe von BorgWarner PowerDrive Systems, die Bedeutung des Standortes hervor: „Unser neuestes Werk ist strategisch günstig gelegen, um unsere Kunden mit lokaler Produktion zu bedienen und die wachsende Nachfrage nach Elektrifizierungsprodukten zu befriedigen“, sagte er.

BorgWarner drängt zunehmend in den Zuliefermarkt für eMobility-Komponenten. Im Oktober 2020 schloss das Unternehmen vor diesem Hintergrund die Übernahme von Delphi Technologies ab. Durch das erworbene Knowhow bei der Elektronik und Leistungselektronik will BorgWarner zu einem der führenden Unternehmen für elektrische Antriebssysteme werden. Im Februar dieses Jahres folgte dann die Meldung, dass der US-Autozulieferer auch den deutschen Batteriesysteme-Hersteller Akasol übernimmt. Der Abschluss dieser Transaktion erfolgte im Juni. Seitdem sind die Amerikaner offiziell im Besitz von und 89 Prozent der Akasol-Anteile.

Zuletzt gab das Unternehmen zwei neue Aufträge aus China bekannt: Zum einen eine Bestellung für sein integriertes Antriebsmodul (iDM) von einer nicht namentlich genannten „führenden chinesischen Marke für Luxus-Elektrofahrzeuge“ und zum anderen zur Lieferung von Hochvolt-Kühlmittelzuheizern (HVCH) für die Geely-Marke Zeekr, die diese im Modell Zeekr 001 einbauen will.

Im Juni schloss BorgWarner zudem eine Partnerschaft mit dem Alpine F1 Team von Renault ab. Die beiden Partner wollen auf Basis gemeinsamer Expertise Technologien und technische Kooperationen für zukünftige Alpine-Elektromodelle identifizieren.
borgwarner.com

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