Infrastruktur

Elvah ändert Tarif-Angebot

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Der Ladeapp-Anbieter Elvah hat sein Tarif-Angebot angepasst. Es handelt sich dabei um Prepaid-Tarife, die den Einstieg in die E-Mobilität erleichtern sollen. Nicht genutztes Kontingent wird auf ein „Energiekonto“ übertragen.

Zum Auftakt des neuen Tarif-Modells ist zunächst das Basispaket „S“ mit 10 kWh im Monat erhältlich. Die beiden anderen Pakete „M“ (90 kWh) und „L“ (180 kWh) sind in Vorbereitung, wie der Webseite von Elvah zu entnehmen ist. Die höheren Tarife sollen darüber hinaus Zusatzleistungen wie Pannensoforthilfe und weitere „Mobilitätsdienstleistungen“ umfassen.

„Das klingt erst einmal nach wenig. Aber wenn man überlegt, dass viele E-Auto-Nutzer*innen sehr ungleichmäßigen Bedarf haben und die Strommenge transferieren können, mag das manchen E-Auto-Neuling durchaus genügen. Zudem kann das auch für Heim- oder Arbeitsplatz-Lader ausreichen“, zitiert „Vision Mobility“ den Co-Gründer und CPO Sören Ziems.

Wer das Budget nicht komplett nutzt, muss sich nicht sorgen, dass die Restmenge verloren geht. Das restliche Ladevolumen wird auf ein sogenanntes Energiekonto übertragen und bleibt dem Nutzer somit erhalten. Hat der Nutzer einen größeren Bedarf an Energie, gelten über die  Pakete hinaus die Basispreise des Anbieters: Für das AC-Laden sind es 0,54 Euro/kWh und für das DC-Laden 0,69 Euro/kWh. Elvah ermöglicht zudem einen monatlichen Tarif-Wechsel.

Das Startup startete erst Ende März des vergangenen Jahres mit einer deutschlandweiten Lade-Flatrate. Innerhalb kurzer Zeit erweiterte das Unternehmen sein Angebot auf über 30 Länder und insgesamt mehr als 200.000 Ladepunkte – unter anderem in Österreich, Italien, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz.

Im September 2021 sammelte Elvah in einer Investment-Runde 3,2 Millionen Euro ein, die frischen Mittel laut den Informationen in den Ausbau der Plattform und dem Angebot für Geschäftskunden fließen. Investiert hatten unter anderem Friedrich Neuman, Venture Partner bei Norrsken VC, Rolf Hansen, Gründer von Simyo und amaysim Australia sowie Co-Founder und CEO der Yoovee Mobility Group Fabian Paul. Einen Monat später band Elvah 620 Schnellladepunkten von Fastned ein.
elvah.de (Tarife), vision-mobility.de

3 Kommentare

zu „Elvah ändert Tarif-Angebot“
Tobias
23.02.2022 um 14:09
Schade, also auch dieser Anbieter stellt das Flatrate-Angebot ein.
eFahrer
24.02.2022 um 08:53
Lustige Preisgestaltung - Mondtarife sind wichtig - getade dort fehlt es an Anbietern, denn dort ist ja schon (mit einem Fahrzeug) 100% eMobiltät erreicht. ;-) Mit Wettbewerb auf Erden hat das nicht mehr viel zu tun. Wie gut, dass wenigstens die THG-Quote an den Absatz von kWh bei den Ladestation gebunden ist.
Battery Electric
01.03.2022 um 17:58
Anfängerfehler. Ich hatte bei ELVAH den Flex Tarif genutzt und war damit auch zuerst ganz zufrieden. Der günstige Preis ist zuerst verlockend, besonders weil man damit auch bei IONITY laden kann. Derbe Enttäuschung. Obwohl der Tarif Flex heisst, werden jeden Monat mindestens 8,99€ abgebucht, egal ob man läd oder nicht. Auch lässt sich der Tarif sehr unflexibel kündigen. Man bezahlt meist noch den Folgemonat mit. Auch gibt die App beim Laden keinerlei Auskunft wie viel aktuell geladen wurde. Jede andere App kann das. Klar man will nicht, dass die Nutzer genau 25 kWh läd, sondern hofft darauf, dass am Monatsende unvollständig genutzte Pakete übrig bleiben. Viel zu kompliziert und mit versteckten Kosten verbunden. Ich kann jedem nur von ELVAH abraten.

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