25.03.2022 - 10:49

SFK nimmt zweite PHEV-Fähre in Kiel in Betrieb

Die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) hat ihre zweite Plug-in-Hybrid-Fähre in den Linienbetrieb aufgenommen. Das neue Schiff ergänzt die erste PHEV-Fähre „MS Gaarden“ und die erste vollelektrische Fähre „MS Düsternbrook“ der SFK.

Das 33,65 m lange und 9,08 m breite auf den Namen „MS Friedrichsort“ getaufte Schiff bietet Platz für bis zu 300 Fahrgäste sowie 40 Fahrräder. Die Fähre wird im ÖPNV auf der Kieler Förde auf der Fördefährlinie F1 unterwegs sein.

Der Strom für die elektrischen Fahrmotoren mit je 255 kW wird in der „local-zero-emission zone“, zwischen den Anlegestellen Bahnhofsbrücke Kiel und der Anlegestelle Bellevue, vollständig von den Batterien zur Verfügung gestellt. Erst danach starten zwei Generatoren mit je 305 kW, um den Strom für die elektrischen Fahrmotoren bereitzustellen und die weitere Fahrt auf der Kieler Förde zu ermöglichen.

Die Baukosten für die MS Friedrichsort liegen bei rund vier Millionen Euro. Die Beschaffung des Schiffes wurde durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert – 40 Prozent der Mehrkosten für die Beschaffung der elektrischen Antriebskomponenten.

Dem Ziel der Landeshauptstadt Kiel, einen klimafreundlichen ÖPNV auch auf dem Wasser anzubieten, kommt die SFK offenbar immer näher. Im Sommer 2020 nahm die SFK die erste PHEV-Fähre in Betrieb. Vergangenes Jahr folgte eine rein elektrische Fähre. Jetzt wurde die zweite Plug-in-Hybrid-Fähre in Betrieb genommen. Und: Ende Mai 2022 wird ein drittes Plug-in-Hybridschiff in Kiel erwartet. Darüber hinaus freut sich die SFK auf die zweite vollelektrische Fähre, die Ende Juni auf der F2 Schwentinelinie einen rein elektrischen Betrieb ermöglichen soll.
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2 Kommentare zu “SFK nimmt zweite PHEV-Fähre in Kiel in Betrieb

  1. Jakob Sperling

    Jetzt noch gelegentlich die zwei Diesel-Generatoren durch einen Wasserstoff-Range-Extender ersetzen, und alles ist im Grünen.
    Die müssen keine 610 kW haben, das sie die ganze Zeit laufen können.

  2. Philipp

    Die Fähre fährt pro Strecke eine Stunde bzw. 45 Minuten. Selbst wenn die Motoren voll laufen würden, könnte mit einem 500 kWh-Akku die gesamte Strecke gefahren werden. Zur Reserve die doppelte Akku-Kapazität, dann würde auch eine Schnellladung mit 1500 kW dem Akku nicht schaden. Und diese Ladegeschwindigkeit reicht bei den Haltezeiten.
    Die Dieselgeneratoren sind unnötig und treiben die Kosten hoch. Umstellung auf Wasserstoff-Range-Extender ist noch teurer und noch dazu wesentlich ineffizienter als direkt Strom zu speichern.

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25.03.2022 10:49