29.03.2022 - 09:08

VWN plant weitere Elektro-Modelle

VW Nutzfahrzeuge strebt bis 2030 in Europa einen Absatzanteil Batterie-elektrischer Fahrzeuge von mehr als 55 Prozent an. Dazu sollen nicht nur die derzeit angekündigten Baureihen wie der ID. Buzz und der e-Crafter beitragen, sondern auch neue Modelle mit elektrischem Antrieb.

++ Dieser Artikel wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Dieses Absatzziel ist Teil der der weiterentwickelten Strategie „Grip 2030“, zu der im Rahmen der Jahrespressekonferenz erstmals Details vorgestellt wurden. „Bis 2030 werden mehr als 55 Prozent unserer Fahrzeuge in Europa Batterie-elektrische Fahrzeuge sein, die mit ‚grünem‘ Strom angetrieben werden“, sagt der VWN-Vorstandsvorsitzende, Carsten Intra. Mit der Festlegung auf BEV sind Plug-in-Hybride und Brennstoffzellen-Fahrzeuge in den 55 Prozent also nicht enthalten.

Weitere Maßnahmen der Strategie betreffen vor allem den Geschäftsbereich „AD/MaaS/TaaS“, in dem die Aktivitäten rund um das autonome Fahren sowie die MaaS/TaaS-Dienste zusammengefasst sind. Geplant sind derzeit Dienste in mehr als 50 Städten weltweit.

Zurück zu den Elektro-Modellen: Im Werk Hannover laufen die finalen Vorbereitungen für die Serienproduktion des neuen ID. Buzz. Dazu gehört auch die Qualifizierung von mehr als 5.000 Beschäftigten für den Bau von Elektrofahrzeugen. Rund 60 Prozent der Mitarbeitenden haben die Qualifikation bisher absolviert, bei den restlichen 40 Prozent soll das bis zum Produktionsstart abgeschlossen sein.

„Wir starten Anfang April mit der Serienproduktion des ID. Buzz Cargo“, wie Lars Krause, Vertriebsvorstand von VW Nutzfahrzeuge, ankündigt. Die Fünfsitzer-Version werde Ende Mai folgen. Geplant sei 2022 die Produktion von 12.000 bis 15.000 Einheiten, 2023 dann 50.000 bis 60.000 Fahrzeuge.

Parallel dazu sind bereits erste Umbaumaßnamen für künftige vollelektrische Premiumfahrzeuge der Marken Audi und Bentley gestartet. Dafür wird im Herzen der Fabrik eine neue Produktionshalle aufgebaut.

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VW Nutzfahrzeuge will weitere reine E-Autos entwickeln. Angesichts des E-Absatzzieles wird Intra in einer DPA-Meldung zitiert: „Da müssen wir unsere Palette noch mal deutlich anpacken“. Über den ID.Buzz und die E-Version des Lieferwagens Crafter hinaus könnte der gemeinsam mit Ford fortgesetzte Pick-up Amarok ein Kandidat sein – das Modell soll im Sommer 2022 vorgestellt werden. Näheres zu einer möglichen Elektro-Version des Pickups steht aber noch nicht fest. Das elektrische Camper-Mobil ID. California werde nach 2025 kommen.

Zu den restlichen 45 Prozent des Absatzes im Jahr 2030 gehören neben reinen Verbrennern auch die Plug-in-Hybride – die genauen Anteile werden aber nicht genannt. Kurzfristig wird es aber schwer, noch einen PHEV von VWN zu bekommen: Für den im vergangenen Jahr vorgestellten VW T7 Multivan eHybrid hat Volkswagen Nutzfahrzeuge einen Bestellstopp verhängt. Grund sind die langen Lieferzeiten, die bereits bis weit ins nächste Jahr hinein reichen. Derzeit liege man bei rund 12 Monaten Lieferzeit, so Krause. Wann wieder neue Bestellungen angenommen werden, ist offen.

Update 05.04.2022: VW Nutzfahrzeuge startet diese Woche in seinem Werk Hannover wie geplant die Serienproduktion der Cargo-Version des rein elektrischen ID. Buzz, wie aus einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Die Fünfsitzer-Version soll Ende Mai folgen.
vwn-presse.de, automobilwoche.de (Produktionsstart), sueddeutsche.de (weitere E-Modelle), automobilwoche.de (PHEV-Bestellstopp), vwn-presse.de (Update)

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29.03.2022 09:29