29.06.2022 - 13:25

Freyr-Vorstand gibt grünes Licht für erste Batteriefabrik

freyr-battery

Der Vorstand des norwegischen Batterieunternehmens Freyr hat den Bau der ersten Batteriezellenfabrik im norwegischen Rana bewilligt, deren Produktionsstart für das erste Halbjahr 2024 geplant ist. Die Giga Arctic genannte Produktionsstätte wird dem nun verabschiedeten Plan zufolge auf eine Jahreskapazität von 29 GWh ausgelegt.

In Mo i Rana baut Freyr derzeit bereits wie berichtet die sogenannte CQP-Produktionslinie (Customer Qualification Plant), die im zweiten Halbjahr 2022 in Betrieb gehen soll. Diese Produktion will Freyr nutzen, um Muster-Zellen für potenzielle Kunden herzustellen – im Umfang von 2 Gigawattstunden.

Mit der nun verkündeten Vorstands-Entscheidung steht fest, dass auch die erste Großserienanlage des Unternehmens dort entstehen soll – das war zwar bisher schon geplant, aber eben noch nicht final gesichert. Die Pläne wurden auch mehrmals angepasst: Anfangs sollten zwei kleinere Fabriken in Rana entstehen, die NCM-Batteriezellen gefertigt hätten. Inzwischen ist nur noch eine Anlage geplant (mit 150 Prozent höherer Kapazität als eine der kleineren Fabriken), zudem plant Freyr wie berichtet mit Aleees ein Joint Venture, um LFP-Kathodenmaterialien herzustellen.

Laut der Mitteilung beabsichtigt Freyr, etwa die Hälfte der Produktionskapazität der Giga Arctic an „langfristige Abnahmepartner“ zu vergeben. Die verbleibende Menge soll reserviert werden, „um der exponentiell wachsenden Marktnachfrage gerecht zu werden“ – also an Kunden ohne langfristige Bindung zum bestmöglichen Preis verkauft werden. Diesem Plan spricht der Freyr-Vorstand das Potenzial von zwei Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr zu.

Für das Projekt hat Freyr eigenen Angaben zufolge Finanzierungszusagen von in Summe 1,6 Milliarden Dollar erhalten, womit das Leverage-Ziel des Managements übertroffen worden sei. Darunter sind auch 400 Millionen Euro von Eksfin, Norwegens Exportkreditagentur (ECA). Die nationale Batteriestrategie der norwegischen Regierung wurde anlässlich des Freyr-Events ebenfalls in Mo i Rana vorgestellt.

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Die Giga Arctic soll pro GWh Nennkapazität auf rund 50 Prozent niedrigere Investitionskosten kommen. Dank des hohen Automatisierungsgrads – wie berichtet mit Anlagen des britischen Automatisierungsspezialisten Mpac Lambert – soll die Produktion je Mitarbeiter um 200 Prozent höher ausfallen als in heutigen Batteriefabriken.

„Mit unserer erweiterten Anlagenkapazität, der beschleunigten kommerziellen Dynamik und der starken Unterstützung von Eksfin, anderen ECAs und Finanzinstituten stellt Giga Arctic eine der größten Industrieinvestitionen Norwegens an Land in den letzten Jahrzehnten dar“, sagt Torstein Dale Sjøtveit, Gründer und Executive Chairman von Freyr.

Bis zum Jahr 2030 will Freyr insgesamt Produktionskapazitäten von 200 GWh aufgebaut haben. Die Giga Arctic in Mo i Rana könnte künftig noch erweitert werden: Das Unternehmen evaluiert nach eigenen Angaben eine Modul- und Pack-Montage sowie Recycling und andere Anwendungen an dem Standort zu ergänzen.
freyrbattery.com

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